Gefühls-Duselei

In letzter Zeit bin ich sehr nachdenklich. Mache mir viele Gedanken. Zur Zukunft, zu meinem Leben und was ich ändern könnte. Was mich mehr ausfüllen würde. Wodurch ich mein Leben einfach lebenswerter machen könnte.
Ist es das Bloggen, dass mich manchmal so runterzieht? Füllt mein Job mich einfach nicht voll aus? Woran liegt es, dass ich manchmal einfach schlecht drauf bin? Leider kann ich mir diese Fragen selbst nicht beantworten. Es ist einfach so. Ich bin nicht vollkommen ausgefüllt, mir fehlt etwas. Aber was? 

Das Bloggen ist ja schön und gut, es macht Spaß.
Aber ich denke in meiner freien Zeit nur noch daran, was ich denn als nächstes posten könnte, worüber ich mal wieder schreiben könnte und die Kamera ist auf Schritt und Tritt dabei, damit ich auch ja wieder Futter für meine Leser hab. Ist das normal? Macht ihr das auch so?

Manchmal hab ich das Gefühl, ich lebe garnicht richtig. Ich lebe nur für den Blog, für Social Media, um gesehen und erkannt zu werden.

Ist es das, was mich hemmt? Was mich irgendwie runterzieht? Ich kann es nicht sagen…

Ich weiß nur, dass ich nicht aufhören werde zu bloggen! Das soll jetzt auch kein „Oh, mir gehts so schlecht, bitte sagt mir, dass mein Blog toll ist“-Post werden. Ich mag nur meine Gedanken und Gefühle aufschreiben, denn das hilft mir irgendwie…

Manchmal habe ich Anfälle und denke darüber nach, ob ich, wenn ich morgen sterben würde, alles erlebt hab, was ich erleben wollte.
Und nein, das hab ich leider nicht.

Vielleicht bin ich zu konservativ, zu verklemmt einfach mal etwas Neues zu probieren, einfach mal rauszugehen und was zu machen, was andere mir nicht zugetraut haben. Etwas, was mich wirklich ausfüllt und mich glücklich macht.

„Aber das ist doch unvernünftig! Was sollen denn bloß die anderen denken? Was mach ich, wenn es nicht klappt?“
Das sind dann die Fragen, die mich quälen. Die Fragen, die ich mir stelle und die mir im Weg stehen, es einfach zu probieren. Einfach zu machen, was ich gerade machen möchte.

Ich bin ein sehr sprunghafter Mensch, möchte heute dieses und morgen jenes. Aber es einfach auszuprobieren traue ich mich nicht.
„Das ist ja nicht so gern gesehen. Das macht man doch so nicht…“

Mir geht es eigentlich gut, ich bin gesund und munter, habe den tollsten Freund der Welt und eine super Familie, die immer hinter mir steht. Eigentlich dürfte ich mich garnicht beschweren.  Keine Ahnung, was mit mir los ist, warum ich gerade so drauf bin und wie ich es ändern könnte…

 

Habt ihr auch manchmal solche Phasen, in denen es euch nicht so richtig gut geht, aber ihr nicht wisst warum? Wie geht ihr damit um? Versucht ihr es zu ändern? Wenn ja, wie

6 Comments

  • Patricia sagt:

    Also ich habe auch oft solche Phasen und das obwohl ich ja eigentlich genau das mache, was ich will. Aber dann frage ich mich, warum ich nicht erfolgreicher sein kann und vergleiche mich ständig mit anderen. Und manchmal fühle ich mich auch unzufrieden, obwohl eigentlich alles in Ordnung ist. Bisher habe ich noch kein Rezept gegen diese Phasen gefunden. Leider. Aber ich beschäftige mich ab und zu mit so spirituellen Dingen und der Frage nach dem Leben etc. Die Zeitschrift Happinez ist zum Beispiel toll. Sowas kann auch helfen. Oder einfach mal alles aufschreiben, was man an seinem Leben mag und wofür man dankbar ist.

  • ach, ich glaube so nachdenkliche phasen hat jeder mal…aber du hast schon recht. ich muss mich auch öfter mal ermahnen, mal nicht die kamera mitzunehmen oder nicht das handy zu zücken, weil ich etwas sehe, das ich "unbedingt" meinen lesern zeigen will. einfach mal wieder öfter den moment zu geniessen, zu zweit, ohne blogland. ein paar erinnerungen die nur für mich sind…usw. das versuche ich jetzt öfter mal zu machen. bloggen ist schön, keine frage. ich möchte es nicht missen. aber was bleibt, sind am ende, dann doch freunde & familie :)kopf hoch & lg

  • Missy sagt:

    Ich glaube solche Phasen hat jeder mal, gerade im Winter. Was den Blog angeht, so denke ich auch. Der Blog ist eben eine Leidenschaft und auch eine Art Job, die einem aber unheimlich Spaß macht. Aber die Kamera ist auch nicht immer dabei. Ich verbringe oft Wochenende bei Freunden, die weiter weg wohnen und da schaue ich weder Kommentare nach, noch blogge ich. Da verbringe ich einfach ein paar Stunden mit den netten Menschen und gut ist. Oder auch Verabredungen. So was mache ich eigentlich relativ häufig und wenn die Kamera mal dabei ist, dann mach ich eben 10 Minuten Fotos und dann hat sich das Knipsen für micha uch schon erledigt. Dann widme ich mich dem Shoppen, dem Kino und sonstigem Kram. Aber mir geht es auch oft so, dass die Zeit so vorbei zieht. Uni und Arbeit nehmen eben einen großen Teil ein und viel Freizeit bleibt da eben nicht übrig. Aber das wird sich auch später nicht ändern. Man muss nur Ventile für sich finden.

  • namimosa sagt:

    ich schätze solche phasen kennt jeder mal. meistens ist man in der zeit irgendwie unzufrieden ohne genau zu wissen warum oder ohne dass es einen wirklich konkreten anlass dafür gäbe. aber ich habe festgestellt, dass es das beste ist mich in solchen phasen lieber nicht zu viel in das grübeln hineinzusteigern. meistens hängt das wohl nur mit irgendwelchen hormonen oder dem wetter etc. zusammen und verflüchtigt sich wieder von ganz alleine. wenn du allerdings merkst, dass dich etwas dauerhaft unzufrieden macht, musst du natürlich etwas dagegen unternehmen.

  • Lisi sagt:

    In so eine Phase kommt bestimmt jeder mal. Ich z.b. hab in dieser Phase meinen Blog gelöscht, weil es mich so unter Druck gesetzt hat. Ich finde das bloggen sollte dich nicht unter Druck setzen. Ich hab mir jetzt angewöhnt immer meine Analoge Kamera dabei zu haben, um ein Foto machen zu können, wen ich ein schönes Motiv finde. Wenn nicht, dann nicht. Aber dann hab ich wenigstens meine schwere Kamera nicht mit mir rumgeschleppt. Und ich finde deinen Blog wirklich toll. Nicht nur, weil du gefühlduslig bist. :) Aber manchmal komme ich gar nicht hinterher mit deinen Posts. Du postet so oft und viel… vllt setzt du dich selbst deswegen so unter Druck? Ist doch Wurst wenn deine Leserchen mal 2 Tage auf einen Post warten müssen :)Manchmal, wenn ich so einen 'hänger' hab, dann tue ich mir einfach etwas gutes. Ob es nun etwas zu essen ist, oder ein kleiner Ausflug oder einfach nur ein Moment der Stille.Und pfeif auf das, was andere von dir denken. Tu das, was du magst und scheiß einfach auf den Rest :)Übrigens ein schönes Buch, das mir in so einer Phase sehr geholfen hat 'Veronika beschließt zu sterben'. kann ich dir nur empfehlen. :)Auf jeden Fall wünsche ich dir, dass es dir bald wieder besser geht und dass du über Weihnachten vllt etwas Kraft und Ruhe tanken kannst :) <3(und sry für den langen Text)

  • namimosa sagt:

    ach, das war doch jetzt nicht der rede wert. sooo ausführlich hab ich dir doch jetzt auch nicht geantwortet! ;)aber ich hab mich da irgendwie ein bisschen selbst in deinem text erkannt. also bei mir lief es in letzter zeit eigentlich echt extrem gut, aber kaum wird es mal ein bisschen ruhiger, neige ich dazu mir wieder viel zu viele gedanken um alles zu machen und auch recht schnell ins negative dabei abzudriften… dabei gäbe es dafür jetzt nicht wirklich einen grund! daher neige ich gerne dazu solche gefühlsduseleien auf hormone oder das düstere wetter zu schieben, weil es halt eigentlich keinen auslöser dafür gab und ich mich trotzdem seltsam depri fühle. es ist halt einfacher gesagt als getan, aber letztlich wäre es wohl wirklich besser das ganze nicht zu sehr an sich ran zu lassen.

Ich freue mich über jeden einzelnen Kommentar