„Internet Fasten“ – die Auswertung

Die Fastenzeit ist (schon lange) vorbei und damit auch meine Internet Fasten – Challenge, die ich in einem kleinen Selbstversuch gestartet habe. Hier und heute möchte ich (endlich) ein wenig erzählen, wie es mir damit ergangen ist, was ich für Veränderungen festgestellt habe und ob ich mich bis zum Ende an meine 2 Stunden pro Tag halten konnte.

Ich hatte euch ja bereits im Eingangspost Internet Fasten – ein Selbstexperiment erzählt, dass ich wirklich regelrecht abhängig bin – vom Handy, sozialen Medien und allem drum herum. Ich aktualisiere ca. alle 30 Minuten meinen Maileingang, schaue alle 5 Minuten aufs Handy, ob neue Nachrichten da sind und der Blick aufs Handy ist sogar das erste, was ich morgens mache – das hat sich jetzt geändert!

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Beginnen wir aber mal ganz vorne. Am ersten Tag meines „Internet Fasten“ Experiments habe ich mir einen Zettel genommen, um aufzuschreiben, wann ich das Handy in die Hand nehme und wann ich es wieder weg lege. Das hat super geklappt und ich habe so sehr aufmerksam darauf geachtet, nicht zu viel Zeit an diesem Ding zu verbringen. Der Laptop war eh irgendwo in den Tiefen meines unaufgeräumten Schreibtisches verschwunden und so kam ich gar nicht erst in Versuchung, den aufzuklappen. Außerdem habe ich mein Handyladekabel vo Bett verbannt, sodass mein Handy nicht über nacht neben mir lag und morgens der erste Griff dort hinging. Allein das hat mir schon sehr geholfen, morgens nicht das Gefühl zu haben, ich komm nicht aus dem Bett, weil ich „erstmal kurz“ (ca. eine Stunde lang…) Instagram durchscrollen müsste.

Aber kommen wir doch mal zu Zahlen. Ich hatte mir ja vorgenommen meine Internetnutzung pro Tag auf 2 Stunden zu reduzieren und das lief zu Beginn wirklich gut:

Tag 1 – 45 Minuten
Tag 2 – 23 Minuten
Tag 3 – 2:12 Stunden (davon 45 Minuten Skypen)
Tag 4 – 1:46 Stunden
Tag 5 – 57 Minuten

Dann irgendwann kam der Punkt, dass mein Alltag sich verändert hat. Ich habe 2 Wochen lang bei meiner Schwester gewohnt und habe da täglich mit meinem Neffen gespielt, viel Zeit draussen verbracht und gar nicht mehr den Drang verspührt, am Social Media Leben teilzunehmen. Ich habe nichts vermisst, habe aber trotzdem manches Mal abends auf dem Sofa durch Instagram und Facebook gescrollt und mich an schönen Bilchen erfreut – ich hatte aber nicht das Gefühl, den Tag über etwas verpasst zu haben und war ein bisschen stolz darauf, dass meine „Internet Fasten“ Challenge so super lief und ich mir gar keinen Stress damit machen musste.

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Anders sah es dann aus, als diese 2 Wochen Ablenkung vorbei waren. Mein Mann blieb in Braunschweig und ich fuhr alleine wieder nach Berlin, wo ich dann also in einer großen Wohnung, alleine und ohne geregelten Alltag wohnte und mich einfach mit dem Handy ablenkte. Ich habe auch ehrlich gesagt nicht mehr aufgeschrieben oder darauf geachtet, wie lange ich online war, weil ich eh nichts anderes zu tun hatte (ausser Kartons packen – aber das macht man ja auch nicht den ganzen Tag) und mir durch das Rumtüddeln am Handy einfach die Zeit und Langeweile vertrieben habe. Schlimm ist es aber, dass man dann irgendwann Apps immer wieder aktualisiert, weil man denkt, es passiert doch gleich wieder was Neues, obwohl man das ca. 30 Sekunden zuvor schon gemacht hat… – es passiert nicht alle 30 Sekunden was Neues – jedenfalls nicht in meinem Stream.

Das Ganze Rumhängen am Handy und im Prinzip nichts tun, sondern nur Bilchen gucken hat mich aber nach einer kurzen Zeit aufgeregt und ziemlich genervt, aber ich konnte auch irgendwie nicht damit aufhören – es hätte ja jeden Moment wieder etwas Neues passieren können und ich hätte etwas verpassen können. Dass ich sowas vor ca. 2 Wochen ernsthaft gedacht habe, kann ich heute schon wieder gar nicht mehr glauben. Aber gut, ich muss zugeben, es war wirklich so. Erst Recht, als ich mir dann auch noch Snapchat runtergelanden hatte und gleich mal fleißig meinen ganzen Tag in Videos aufnahm und natürlich allen Bloggern und Instagrammern, die ich mochte auch auf Snapchat folgte und deren Videos ansah.

Eine Änderung musste her – ich habe bei Snapchat nach einer App gefragt, die mein Handynutzerverhalten analysiert und mir vielleicht auch mal einen Riegel vorschiebt und habe dann mehrere Apps empfohlen bekommen, die ich mir alle rntergeladen und getestet hab – alle doof! Aber dazu schreib ich euch gern nochmal einen ausführlichen „App-Testbericht“, wenn ihr möchtet.

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Also, was ich gelernt habe: Ich brauche Social Media nicht unbedingt – das habe ich in der Zeit mit meiner Familie gemerkt – mir fehlt nichts, wenn ich das habe, was ich brauche und wenn ich abgelenkt bin. Aber sobald ich alleine zu Hause bin und mich vorm Kisten packen, aufräumen oder was auch immer drücken möchte, dann versinke ich auch mal 5 Stunden am Handy, ohne es zu merken. Das heißt, sobald ich (hoffentlich bald) wieder einen geregelten Arbeitsalltag, meine Lieben um mich herum und anderes zu tun habe, kann ich auch getrost darauf verzichten, alle 10 Minuten mein Handy zu aktualisieren und werde dann wieder automatisch weniger Zeit am Handy und im Internet verbringen – ich freu mich schon drauf!

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Ein paar Worte noch zum Outfit: und zwar ist meine Musterhosenliebe wieder ausgebrochen und ich hab meine schönen sommerlichen Musterhosen wieder hervorgekramt – daher gibt es damit in Zukunft sicher wieder öfter Bilder zu sehen. Und passend zu meinem sonnigen Gemüt und der Sonne in einem Herzen , trage ich meinen sonnengelben Mantel von Stradivarius, den ich mir in unserem Portourlaub letztes Jahr gekauft hatte.

So und jetzt seid ihr gefragt: Habt ihr schon mal eine „Internetfastenzeit“ gemacht oder ist das bei euch gar nicht notwendig? Und wie gefällt euch mein Outfit? Ich freue mich über euer Feedback und wünsche euch einen schönen Sonntag!

1 Comment

  • Erstmal Glückwunsch, dass du so gut durchgehalten hast! Ich hab’ mich auch in der letzten Zeit sehr eingehend mit meinem Internetverhalten beschäftigt – und mir ist aufgefallen, dass ich mittlerweile zwar fast permanent online bin, aber da nichts wirklich Nachhaltiges bei rumkommt. Die Zeit fühlt sich einfach wie verplempert an. Und dabei bin ich eigentlich schon immer sehr online-affin gewesen. Ich habe dann in der Zeit ein gutes Buch gelesen („Cyberpsychologie“ von Carina Katzer – kann ich nur empfehlen!) und dann für mich festgestellt, dass ich viel zu viel auf sozialen Medien, speziell Facebook, verbringe. Und dann den Entschluss gefasst, mein Facebook-Profil zu löschen bzw. zu leeren – seitdem fühlt sich mein Onlineverhalten wieder normal und gesund an.
    Liebe Grüße,
    Tatiana
    P.S. Die Hose ist der Hammer – woher ist die?

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