Lutherstadt Wittenberg und Leipzig

unsere Bullitour durch Deutschland – Tag 1

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Wie versprochen gibt es noch die ausführlichen täglichen Berichte unserer Flitterwochen Bullitour durch Deutschland, die jetzt auch schon wieder über 2 Monate her sind. Aber dafür gibt es jetzt ganz viele Inspirationen und schöne Herbstbilder zu sehen und ich erzähle euch, wo wir uns in den 12 Tagen so rumgetrieben haben und welchen Ort ihr auch unbedingt mal besuchen solltet.

Ich habe für unsere Flitterwochen Bullitour eine extra Google Maps Karte angelegt, auf der ihr die Route verfolgen und nachvollziehen könnt und dabei mit einem Klick zum jeweiligen Post weitergleeitet werdet – schaut doch einfach mal vorbei und klickt euch durch: Hier gehts zur Karte.

Während der Fahrt habe ich Reisetagebuch geschrieben und werde das hier in der Art und Weise auch wiedergeben – als kurze Erläuterung folgende Infos:

– Wir hatten uns vorher eine grobe Route überlegt (siehe erster Post zur Deutschlandtour)
– Wir hielten einfach an, wo es uns gefiel
– Übernachtet haben wir auch öffentlichen Parkplätzen, die wir zufällig gefunden hatten
– Ich schrieb täglich auf, wie viele Kilometer wir gefahren sind und welche Orte wir passiert haben
– Am ersten Tag stellten wir fest, dass so ein Leben im Bulli schon eine große Umstellung ist, weil man viel weniger Platz hat, sich zu bewegen und so notierte ich jeden Tag, wie oft und mit welchen Körperteil wir uns am Bulli gestoßen haben (das wurde dann zu unserem Running Gag)
– Ich schrieb auf wie viele und welche Tiere wir gesehen haben
– Wenn sonstige lustige, komische, doofe oder tolle Dinge passiert sind, habe ich diese natürlich auch notiert

Hier und heute starte ich also mit dem 2-wöchigen Reisetagebuch zu unserer „Flitterwochen Bullitour durch Deutschland“ – viel Spaß!

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Wir fuhren am 19.10. (2 Tage nach unserer Hochzeit) um ca. 10 Uhr morgens mit der S-Bahn los zum Buliverleih und holten dort den Bulli ab, der uns die nächsten 2 Wochen durch Deutschand begleiten sollte. Da die Vermietung ziemlich weit von uns entfernt ist, waren wir erst gegen halb 12 wieder da raus und sind dann als erstes zu Ikea gefahren und haben unsere Mägen gefüllt. Gestärkt und voller Elan ging es dann mit dem Bulli (er hatte übrigens den Namen Karl – den hab ich mir nicht ausgedacht, sondern der Name stand am Schlüsselhanhänger) zurück zu uns nach Hause, um ihn zu bepacken. Taschen, Jacken, Decken, Proviant und alles, was reinpasst, wurde mitgenommen und gegen 15:00 verließen wir dann endlich Berlin.

Den ersten Stop machten wir in der Lutherstadt Wittenberg. Ich war noch nie in einer Lutherstadt und weil ich lutherisch bin und wir eh gerade daran vorbei gefahren sind, wollte ich mir doch mal die Kirche anschauen, an der Martin Luther damals die Thesen angeschlagen hat. Leider war es schon etwas zu dunkel, um es vernünftig zu fotografieren, aber ichhabe es mal gesehen und kann nun sagen: „Ich hab schon die Kirche gesehen, an der Luther die Thesen angeschlagen hat!“ Olé! ;-)

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Übrigens gibt es hier schon die erste lustige Anekdote zu erzählen. Und zwar hatten wir von Michaels Trauzeugen und seiner Freundin eine „Aufgabe“ für unsere Flitterwochen bekommen. Von den beiden gab es eine Zaubertafel (diese Kinderspielzeuge, auf die man gemalt hat und danach konnte man sonen Schieber von einer Seite zur anderen schieben und dann war das Bild weg) als Geschenk zur Hochzeit, auf der wir in jedem Ort, den wir besucht haben etwas Typisches aufmalen sollten und damit und uns beiden ein Selfie machen sollten. Genau das wollten wir also in der Lutherstadt Witenberg machen und malten ein Blatt mit Thesen auf die besagte Zaubertafel, in dem Moment kam eine alte Dame mit Rollator um die Ecke geschnellt. Ansonsten waren die Straßen leer, es war dunkel und wir standen im Prinzip alleine vor der Kirche. Die alte Dame (ich nenne sie ab jetzt liebevoll „Omi“) schaute uns an, als wären wir Ausserirdische und bieb ca. 5 Meter vor uns stehen. Wir haben natürlich einfach weitergemalt und dann versucht ein Selfie von uns und der Zaubertafel zu machen. Die Omi ging daraufhin an uns vorbei, konnte den Blick aber nicht von uns lassen und wurde immer langsamer, je näher sie uns kam. Sie schien wirklich Angst vor haben oder sie war einfach nur super neugierig (ich plädiere für zweiteres!). Jedenfalls dachten wir dann, als die Omi nach ca. 10 Minuten endlich um die nächste Ecke abgebogen war, dass wir nun unsere Ruhe hatten und gingen etwas weiter, um uns auch noch die Innenstadt von Wittenberg anzuschauen. Leider war es schon dunkel und es war wirklich wie ausgestorben, somit entschieden wir uns nach ca. 30 Minuten zurück zum Bulli zu gehen. Und, wer hätte es geahnt – die Omi stand hinter der Ecke, um die sie ca. 40 Minuten vorher abgebogen war und lehnte sich auf ihren Rollator. Hat sie auf uns gewartet? Wollte sie nur sicher gehen, dass wir ihre Stadt auch wieder verlassen? Was hat diese Omi da draussen im Dunkeln alleine die ganze Zeit gemacht? Fragen über Fragen, die uns wohl nie jemand beantworten wird. Wir waren dann gaz froh, als wir am Bulli ankamen und diese ausgestorbene Stadt wieder verlassen konnten, auch wenn sie total niedlich war!

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Weiter ging es dann auf die Autobahn. Es war schon ca. 19 Uhr, als wir Wittenberg verließen und unsere Bäuche wollten langsam wieder etwas zu Essen haben. Apropos – hatte ich euch eigentlich erzählt, dass ich während der Flitterwochen ca. 6 kg zugenommen hab, haha? Nein, hab ich nicht – bin ich ja auch nicht sonderlich stolz drauf, aber da wir einfach von Tag zu Tag gelebt haben und keine Lust auf „hälthy und clean eating“ hatten, haben wir natürlich vollkommen auf die Kacke gehauen (ähm, ich meinte „über die Stränge geschlagen“) und somit war danach eh klar, dass ich zugenommen hab. Aber kommen wir nun wieder zu unserer Tour. Wir fuhren also mit leeren, knurrenden Bäuchen über die Autobahn und das nächste Schild sagte uns, dass es nicht mehr weit bis Leipzig ist. Wir waren beide noch nie wirklich in Leipzig, somit guckten wir uns kurz an und es war klar wo wir abfahren werden – Leipzig! Dort angekommen suchten wir nach einem netten Restaurant, aber auch da war es nicht so einfach, etwas zu finden. Irgendwie hab ich das Gefühl, außer in Berlin, sind alle anderen Städte ab 20 Uhr leer, kann das sein!? Jedenfalls fanden wir dann nach ca. 20 Minuten durch die Stadt laufen einen Burger King und genehmigten uns erstmal jeder ein dickes Menü (wer weiß, wann wir das nächte Mal etwas zu Essen bekommen würden!?). Danach gingen wir noch ein wenig durch die Innenstadt Leipzigs und ich habe ein paar Fotos für euch gemacht:

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Als wir aus Leipzig wieder raus fuhren wusste ich, dass ich nicht mehr lange fahren möchte, es war dunkel und etwas nebelig und wir wussten noch nicht, wo wir übernachten werden. Wir fuhren erst einmal die 14 weiter Richtung Westen und kurz vor Halle fanden wir eine Raststätte, an der wir hielten und unser Nachtquartier aufschlugen. Nachtquartier aufschlagen bedeutete: Radio rausnehmen und im Handschuhfach verstecken, Lenkradschloss anbringen, Tisch runterklappen und zum Bett umbauen, Gardinen mit Druckknöpfen vor den Fenstern anbringen, uns umziehen, Zähne putzen mit Wasser aus unserem Wasserkanister und dann ab ins „Bett“. Während diesem Abendritual passierten die bereits oben genannten „Stöße am Bulli“, denn man musste sich beim Umziehen natürlich klein machen, um nicht an die Decke oder die Tür zu stoßen – das klappte leider nicht immer so gut: ich hab mir 3 Mal den Kopf gestoßen und Michael sich einmal den Fuß – dumm gelaufen! Ntürlich dachten wir, dass wir daraus lernen und das an den folgenden Tagen nicht mehr passieren wird – aber ihr werdet in den nächsten Posts sehen, dem war nicht so! ;-) Während unserer ersten Tour sahen wir ein (leider totes, angefahrenes) Reh – die Autofahrer, die es anscheinend angefahren haben, standen aber noch dabei und schienen sich gerade darum zu kümmern und auf der Fahrt von Leipzig wieder Richtung 14 lief ein Fuchs vor uns auf der Straße lang. Geschlafen haben wir auf der Raststätte super – es war ruhig, es gab ein bisschen Licht, so dass wir nicht in der total Dunkelheit schlafen mussten (davor graute es mir vorher schon!) und wir fühlten uns sicher!

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So, das war er, der erste Tag unserer Flitterwochen Bullitouer durch Deutschland. Ihr seht, wir haben bereits am ersten Tag einiges erlebt – von Mittag bei Ikea, über verrückte Omi in Wittenberg bis hin zu totem Reh kurz nach Leipzig.

Ich hoffe, euch hat der erste Teil gefallen und ihr freut euch schon, morgen den zweiten lesen zu können. Vielleicht könnt ihr ja anhand der Karte und der Richtung, die wir eingeschlagen haben, erraten, wo es uns am zweiten Tag hingezogen hat?

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1 Comment

  • Das mit der Enge und sich irgendwo stoßen, kenne ich vom Boot, da ist es auch so – auch nach vielen Jahren noch. ;-) Mir gefällt Dein Reisebericht, ich mag sowas gerne lesen. Und warum habt ihr die Omi nicht gefragt? Ich quatsche in solchen Situationen immer die Leute an. Haha.

    Liebe Grüße,
    Moppi

Ich freue mich über jeden einzelnen Kommentar