Nachhaltig leben leicht gemacht

– 5 Tipps für den Alltag –

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Schon seit einiger Zeit achte ich bewusst darauf, meinen Alltag möglichst nachhaltig zu gestalten. Ich schaffe es zwar (noch) nicht, auf Plastik zu verzichten, aber es gibt so viele Kleinigkeiten, die man beachten kann, wenn man seiner Umwelt etwas Gutes tun will. Um Inspirationen zu sammeln, bin ich ja unheimlich viel auf Pinterest unterwegs und hab mir da vor einiger Zeit schon Pinnwände zum Thema „nachhaltig leben“ erstellt, in denen ich alles sammle, was mit dem Konsum, der Umwelt und nachhaltigem Essen zu tun hat.

Das Thema „Nachhaltigkeit“ und „nachhaltig leben“ klingt vielleicht zu Beginn ein bisschen langweilig, aber da es mir in letzter Zeit leider immer wieder auffällt, dass sich viele Leute überhaupt keine Gedanken darüber machen, möchte ich dazu ein wenig philosophieren. Da ich auf meinem Blog in Zukunft auch mehr auf dieses, wie ich finde, unheimlich wichtige und leider oftmals vernachlässigte Thema Nachhaltigkeit eingehen möchte, gibt es hier und heute einfach mal ganz simple Tricks für den Alltag, die wahrscheinlich schon jeder kennt, die ich aber noch einmal gebündelt für euch aufschreiben wollte, damit ihr einen kleinen Einblick bekommt, wie einfach es sein kann, nachhaltig zu leben.

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Licht
Stellen wir uns einfach mal einen ganz normalen Tag in unserem Leben vor. Wir liegen im Bett, der Wecker klingelt und wir wollen einfach nicht aufstehen. Somit macht der Freund, die Mutter oder wer auch immer einfach das grelle Licht an und leuchtet euch damit direkt ins Gesicht – wahrscheinlich seid ihr dadurch wach, aber es hätte auch geholfen, das Fenster zu öffnen, die Sonne und ein wenig Wind reinzulassen und ihr wärt sicher genauso wach und das sogar nur mit Hilfe der Natur, ohne die Lampe nutzen zu müssen. Ich weiß, das klingt vielleicht etwas spießig und abgehoben, aber denkt mal darüber nach, wie oft ihr eure Lampen anmacht, ohne sie eigentlich wirklich zu brauchen. Genauso abends, wenn es dunkel wird – Kerzen sind so romantisch und flackern schön – man könnte anstatt der Lampe doch einfach mal ein paar Kerzen anmachen – da müsst ihr natürlich aufpassen, dass sie nicht unbeaufsichtigt im Raum stehen, das kann auch ganz schnell gefährlich werden! Zum Licht fällt mir ansonsten noch ein, dass es natürlich ausgemacht wird, wenn man Räume verlässt – ihr kennt das sicher noch aus der Schule „der Letzte macht das Licht aus!“ – also, wenn keiner mehr im Raum ist und ihr ihn verlasst, dann macht das Licht aus!

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Papier
Ich arbeite im Büro, da kommt es leider des Öfteren vor, dass viele Dokumente gedruckt werden müssen. Wenn es sein muss, kann man das natürlich nicht umgehen. Ansonsten würde ich euch raten, euch vernünftige Ordnerstrukturen auf eurem PC anzulegen. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich bei einigen Projekten auch noch viel Papiere ausdrucke – ich brauch die Infos einfach auf Papier vor mir, aber dann achte ich entweder darauf, dass das Blatt sehr voll geschrieben ist, und nicht nur die Hälfte des Blattes genutzt ist, oder wenn ich die Unterlagen nicht mehr benötige, nutze ich die Rückseite als Schmierzettel. Ich mache mir täglich To Do Listen und so habe ich schon eine Sammlung von Rückseiten für meine Listen, ohne dass ich jemals einen neuen Block mit Papier beschreiben muss und bevor ich das wegwerfe, möchte ich es auch voll ausgenutzt haben!

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Strom
Ähnlich wie mit dem Licht, das man ausmachen sollte, wenn man es nicht mehr benötigt, ist es auch mit all den anderen Stromquellen in der Wohnung bzw. im Haus. Arbeitet ihr am PC, nebenbei läuft noch der Fernseher und im Nebenzimmer läuft das Radio, obwohl dort keiner ist? Warum? Aus Faulheit, die Geräte auszuschalten? Leider erwische ich mich auch öfters dabei, fernzusehen und parallel am Laptop zu arbeiten oder am Handy rumzutüddeln – das werde ich in Zukunft beobachten und mich immer wieder ermahnen – entweder oder heißt die Devise. Nicht alles zur selben Zeit an haben – davon kommt nämlich auch unsere Reizüberflutung – nur mal so am Rande. Neben dem Ding mit der gleichzeitigen Nutzung, fällt mir dazu auch noch ein, dass man am abend, oder wenn man länger aus dem Haus ist und die Geräte gar nicht nutzt, eine Steckdosenleiste mit On/Off Knopf verwenden kann. Denn jedes Gerät zieht sogar im Standby Modus noch Strom und auch das kann man ja umgehen – nicht nur um der Umwelt etwas Gutes zu tun, sondern auch um seine Stromrechnung möglichst günstig zu halten!

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Wasser
Wir nutzen Wasser jeden Tag – meist ganz unbewusst, aber achtet mal darauf, wie oft ihr den Wasserhahn laufen lasst, obwohl es gar nicht notwendig wäre. Unter der Dusche, wenn man sich gerade einschäumt, kann man das Wasser einfach abdrehen – kennt ihr dir Marke „Stop the Water while using me“? – total gutes Konzept, find ich! Auch beim Abwaschen oder Zähneputzen kommt es sicher nicht selten vor, dass ihr das Wasser einfach laufen lasst – bei mir leider auch noch oft, einfach aus Gewohnheit. Aber wenn ihr in Zukunft einfach vermehrt darauf achtet, den Wasserhahn zuzudrehen, wenn ihr das Wasser in dem Moment gar nicht benötigt, dann ist das schon ein super Schritt in die richtige Richtung!

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Ich wollte noch einmal anmerken, dass ich hier niemanden in irgendeiner Art und Weise bevormunden möchte oder mich als „Nachhaltigkeits Queen“ herausstellen möchte – ich bin alles andere als das. Leider merke ich manches Mal selbst, dass ich einige der oben genannten Punkte ausser Acht lasse (was ich aber in Zukunft reduzieren möchte!) und möchte mit diesem Post einfach nur zeigen, wie einfach es sein kann, ein bisschen nachhaltiger zu leben, ohne sich viele Umstände machen zu müssen.

So und jetzt seid ihr gefragt. Achtet ihr auch in eurem Alltag darauf, nachhaltig zu leben? Und habt ihr vielleicht noch ein paar ganz einfach umsetzbare Tipps für mich oder meine anderen Leser?

Übrigens hab ich meinem Mann den Text vorher zum Lesen gegeben und ihn gefragt, ob denn so ein Post mit diesem Thema überhaupt auf meinen Blog passen würde und ich fand seine Antwort so super, dass ich sie unbedingt mit euch teilen muss:“Wenn du da gerne drüber schreiben möchtest, dann passt das auch zu deinem Blog!“ und da wären wir auch wieder beim Thema meines letzten Posts – ab jetzt: mehr ICH! Ich freue mich auf euer Feedback und hoffe, dass euch dieser Post gefallen hat!

17 Comments

  • Hallo liebe Anna, ich versuche so viel wie möglich aus regionalem und saisonalen Anbau zu kaufen. Am Anfang sieht das ziemlich nach Verzicht aus… aber spanische Gewächshaus-Erdbeeren im Februar schmecken einfach auch nicht. Der Vorteil ist, man findet auch neue leckere Sachen, wenn man sich zwingt sprichwörtlich über den Tellerrand zu schauen.
    Herzlichst Anke

    • Annanikabu sagt:

      Das finde ich klasse! Ganz genauso versuch ich das auch – über den Tellerrand schauen und aktuelle lokale Köstlichkeiten probieren! :-)

  • Andrea sagt:

    Das sind sehr gute Tipps, ich achte auch auf so kleine Dinge im Alltag!

  • axinja89 sagt:

    Toller Post und absolut richtig! Ich achte auch immer wieder auf Nachhaltigkeit (gelingt leider auch nicht immer) und versuche einige Methoden – z.B. Nutzen wir Regenwasser zum Blumengießen, beim TV gucken ist kein Licht an (außer Kerzen, die im Winter auch etwas Wärme abgeben;) ), lassen die Wäsche an der Luft trocknen und machen nicht alles in den Trockner… Es gibt viele kleine Tipps und Tricks und wenn sich jeder wenigstens an ein paar Kleinigkeiten halten würde, dann wäre es schonmal ein Schritt in die richtige Richtung – toller Post und schön, dass du darauf Aufmerksam machst!

    • Annanikabu sagt:

      Ich finde auch, dass jeder noch so kleine Schritt schon eine super Sache ist und wenn jeder ein wenig mitdenkt und bewusster lebt und konsumiert, dann ist das schon klasse!

  • mici sagt:

    ich musste grad schmunzeln, weil ich das mit dem papier als schmierzettel auch mache… bei uns haben wir versucht das papierlose büro durchzusetzen, was echt nicht so einfach ist, weil sich jeder viel ausdruckt noch… aber wir haben versucht prozesse anzupassen. Zum beispiel, dass man nicht jeden Scheiß ausdrucken und unterschreiben muss, sondern dass wir eine email als bestätigung schreiben und das dann ablegen … so druckt man ein papier weniger aus =)

    Was ich zum strom sagen kann ist, dass es empfehlenswert ist alles auf LEDs umzustellen und sich A+++ Elektrogeräte zu kaufen. dann verbraucht man nicht so viel :D

    • Annanikabu sagt:

      Ich finde es auch so sinnlos, jede Mail oder was auch immer auszudrucken. Leider machen das viele noch immer so, auch wenn es nicht sein müsste. Papierloses Büro ist glaub ich noch Zukunftsmusik, aber man kann ja alles dafür tun, so wenig wie möglich auszudrucken und dann auch doppelt zu nutzen! Find ich super, dass du das auch so machst!

  • Laura sagt:

    Ich probiere das auch, aber es ist sooo schwer! Ich schau schon immer, wo bei Plastik sparen kann, aber das ist echt nicht einfach. Der Supermarkt zwingt dich ja förmlich, Plastik zu verwenden.. Und das mit dem Papier probiere ich auch immer einzusparen und lieber ein Blatt noch als Schmierpapier zu wenden, anstatt es sofort wieder wegzuschmeißen.

    • Annanikabu sagt:

      Hmm, joa, das mit dem Supermarkt und Plastik stimmt schon. Als kleinen Tipp geb ich immer – Beutel mitnehmen und wenigstens loses Obst und Gemüse kaufen ohne Tüte. Dass Nudeln und anderes in Plastik eingepackt hab, kann man ja leider nicht ändern und einen „Unverpackt – Laden“ gibt es hier leider noch nicht, ansonsten würde ich da einkaufen…

  • Stefanie sagt:

    Einige deiner Tipps sind für mich persönlich schon selbstverständlich geworden. Zusätzlich finde ich es sehr wichtig keine Lebensmittel wegzuwerfen. Und ich versuche immer mit einem Stoffbeutel einzukaufen und auf Plastiktüten zu verzichten.

    • Annanikabu sagt:

      Das ist super! Bei mir nämlich auch! Und weil ich das Gefühl habe, dass es leider bei vielen noch nicht so ist, wollte ich diese einfachen Tipps gern teilen. Ja na klar, Essen wird bei mir auch nicht weggeschmissen, aber das ist für mich so selbstverständlich, dass ich es gar nicht erwähnt habe…

  • Ein sehr wichtiges Thema und es ist super, dass du in deinem Post darauf aufmerksam machst :)
    Nachhaltigkeit geht uns alle an! Ich habe sogar an meinem Router einen Kippschalter, dass ich den ausschalten kann, wenn ich das Haus verlasse :’D

    Sonnige Grüße aus dem Norden
    Ulli von turnschuhverliebt

  • Joan sagt:

    Ein richtig toller Post, der auch zum Nachdenken anregt! Das Thema hast du super präsentiert! :)

    Liebste Grüße, Joana
    TheBlondeLion

  • Tatjana sagt:

    Dieser Artikel ist wirklich klasse! Wie du sagst, das meiste weiss man schon, aber manchmal braucht man einen kleinen Tritt um es sich wieder bewusst zu machen.

    Ich habe noch einen Tipp fürs Einkaufen:

    Beim Kaufen von frischem Gemüse ganz einfach alles Gemüse in den gleichen Plastiksack packen, statt für jedes einen eigenen brauchen.

    Weniger Müll, weniger Plastik, weniger Verbrauch.. Und ganz einfach :)

    Liebe Grüsse
    Tatjana

  • Evy sagt:

    Ich mag deinen Schreibstil – deine Beiträge sind so inhaltsvoll :-) Ich versuche seit einiger Zeit, meine Resourcen gut zu nutzen und dabei die Balance aus „notwendig“ und „umweltfreundlich“ zu halten. Ich kann z.B. abends nicht vor dem PC sitzen, ohne Licht anzuhaben – das ist zu anstrengend für meine Augen.

    Ansonsten ist es für mich selbstverständlich, beim Duschen und Zähneputzen das Wasser auszustellen :-)

    Beim Klamottenkauf verzichte ich manchmal sogar auf die Tüte vom Laden und bringe meinen eigenen Beutel mit, wenn ich weiß, dass ich keine Lebensmittel mehr kaufe.

    Papier: Ich bin ein Freund von mehrmfach beschriebenem Papier, aber wenn man mit mehreren Kollegen einen Drucker nutzt, ist es mühselig, das Papier raus- und reinzuräumen. Aber für Notizzettel sind sie echt gut!

    Licht: Ich mag Kerzen auch, aber die Gefahr, dass man eine umwirft oder mit brennender Kerze einschläft, ist mir zu groß. Und mit Katzen im Haus… nee :-)

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