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Schwangerschaftsupdate No. 3

– Woche 34 bis 40

Ja, ich weiß. Meine Tochter ist jetzt schon über 5 Wochen auf der Welt und ich komm erst jetzt mit meinem letzten Schwangerschaftsupdate um die Ecke. Aber wisst ihr was? Besser spät, als nie, oder?

Bereits beim letzten Schwangerschaftsupdate-Beitrag dachte ich: Jetzt ist es bald so weit, nur noch 9 Wochen, dann haben wir unser kleines Mininikabu-Wunder im Arm. Aber wenn mir jemand gesagt hätte, dass sich diese Wochen sooo lang ziehen, dann hätte ich wahrscheinlich noch nen Urlaub oder irgendeine andere Auszeit geplant, um abgelenkt zu sein. Wir hatten uns den gesamten Dezember extra keine festen Termine mehr gemacht und haben ganz entspannt zu Hause gesessen und gewartet und gewartet und gewartet…

Letzte Reise mit Murmel

Anfang November (in der 34. Schwangerschaftswoche) stand noch eine Bloggerreise in den Harz an (über die ich auch schon gebloggt hab – hier, hier und hier könnt ihr die Artikel lesen). Ich war mir damals, als ich für diese Reise zusagte, selbst nicht so sicher, ob ich das Ganze noch packe oder ob es vielleicht schon zu nah am Geburtstermin liegt und es mir vielleicht nicht mehr ganz so gut gehen könnte oder ich nicht mehr so fit bin. Aber wenn ich jetzt zurück denke, ging es mir Anfang November noch total super und ich bin sehr froh, dass ich dieser Reise zugesagt hatte. So habe ich wieder ein paar liebe Bloggerinnen (+ ihre Kinder) kennengelernt und hatte eine schöne Zeit gemeinsam mit ihnen im Landal Park Harz. Körperlich ging es mir in der 34. Schwangerschaftswoche noch super gut, sodass ich gebowlt habe und auch noch schwimmen war – nur Schlittschuhlaufen habe ich ausgelassen, weil es mir zu gefährlich war, wenn ich hingefallen wäre…

Körperliche Veränderungen

Kommen wir aber nun zu den Veränderungen meines Körpers in den letzten Wochen der Schwangerschaft. Insgesamt habe ich 21 kg zugenommen und hatte wirklich eine riesiege Kugel zu tragen. Das hat sich auch in vielen alltäglichen Dingen bemerkbar gemacht. Das Schuhezubinden war zum Ende wirklich eine Qual und aleine das Reinschlüpfen war nicht so einfach möglich, da meine Füße ganzschön angeschwollen waren. Andererseits hab ich einen Tag vor der Geburt noch mit meiner Nichte und meinem Neffen auf dem Boden gesessen und gespielt und bin da alleine runter und auch wieder hoch gkommen – also so schlimm kann es alles nicht gewesen sein, haha! ;-)

Schmerzen

Schmerzen hatte ich zum Glück in den letzten Wochen gar nicht mehr so. Ich konnte super schlafen (bis auf manche Pipi-Unterbrechungen), war auch noch alleine einkaufen und hab es ohne Hilfe 2 Stockwerke rauf und runter geschafft. Und da ich körperlich noch so super fit war, hatte ich mir vorgenommen, wenn nicht die Fruchtblase vorher platzt, ganz gemütlich ins Krankenhaus zu laufen, wenn die Wehen stärker werden. Aber dazu unten mehr.

Wir hatten im November und Dezember noch ein paar Freunde und Familie zu Besuch, mit denen wir jeweils spazieren waren. Bei langen Spaziergängen habe ich dann doch langsam festgestellt, dass ich einiges an Gewicht mit mir rumtrage und die Füßr und mein Rücken haben sich gemeldet. Nach ca. einer Stunde auf den Beinen war ich dann meistens ziemlich platt und musste mich erstmal hinsetzen und verschnaufen.

Warten, warten, warten…

Eigentlich hatten wir uns ganz bewusst für Dezember keine Termine mehr gemacht. Meine Hoffnung war ja eh, dass Mininikabu schon Ende November kommt, aber da hatte ich wohl die Rechnung ohne meine Tochter gemacht. Grundsätzlich hätte sie dann aber schon kommen können, weil sie wahrscheinlich schon mehr als „fertig“ gewesen wär. Wir hatten also keine Termine und mein Mann hatte auch schon Mitte Dezember Resturlaub, sodass wir jeden Tag zu Hause saßen und eigentlich nur darauf gewartet haben, dass es bald los geht. Da es mir ja zum Glück körperlich noch so gut ging, sid wir dann also noch viel spazieren gegangen, konnten dann noch ein Paar- und Babybauchshooting machen und haben Weihnachten auch ganz normal mit der Familie verbracht (womit wahrscheinlich keiner gerechnet hatte).

Hormone, Gefühle und Gedanken

Ich weiß noch genau, dass ich bis ca. 22.12. jeden Tag versucht habe, die Wehen irgendwie herbeizulocken. Wir waren viel spazieren, ich trank täglich Himbeerblättertee und einen abend hab ich sogar extra scharf gegessen. Ich wollte einfach vermeiden, dass unser Kind direkt an Weihnachten Geburtstag haben wird und war total versteift darauf, dass es endlich losgehen soll. Einen Tag später war mir dann aber schon wieder alles egal. Ich hab aufgehört den Tee zu trinken und war auch nicht mehr übermäßig viel auf den Beinen. Wenn sie am 23.12. nicht kommen würde, dann wär eh alles egal und eigentlich entscheidet das Kind bzw. der Körper eh selbst, wann es losgeht. Ihr seht – Hormonachterbahn in meinem Kopf, haha!

Ansonsten waren die letzten Wochen nicht übermäßig geprcht von irgendwelchen hormonellen Ausbrüchen – ich hab nicht besonders viel geweint und war auch nicht launisch (jedenfalls in so fern ich das selbst beurteilen kann).

Der Tag vor der Geburt

Am 25.12. gibt es immer Familien-Weihnachts-Kaffee und Kuchen bei meiner Tante. Ich hätte nicht gedacht, dass wir da noch hingehen werden, aber als ich morgens aufwachte und mich fit fühlte, beschlossen wir, dort hinzufahren. Ich war froh, etwas abgelenkt zu werden und nicht wieder zu Hause zu sitzen und Däumchen zu drehen und zu warten. Wir fuhren also mit dem Bus (ca. 20 Minuten) zu meiner Tante und bereits bei manchen Schlaglöchern bemerkte ich ein Ziehen im Bauch. Da ich vorher noch nie irgendwelche Senk- Übungs- oder was auch immer Wehen hatte, wusste ich natürlich nicht, ob das nun einfach ein Ziehen war oder vielleicht schon Wehen. Jedenfalls war es noch nicht extram schmerzhaft und so liefen wir auch noch ganz gemütlich 10 Minuten von der Bushaltestelle zu meiner Tante. Dort saß ich, wie bereits oben schon geschrieben, noch mit den Kinder auf dem Boden und es ging mir gut!

Gemütlicher Couchabend? Pustekuchen!

Gegen 17:30 Uhr waren wir dann wieder zu Hause und hauten uns gemütlich aufs Sofa. Ich war schon wieder ein wenig enttäuscht, dass Mininikabu sich noch länger Zeit lässt, aber hatte mich ja nun damit abgefunden. Ich schrieb noch ein paar Zeilen in mein Schwangerschaftstagebuch und wir schauten einen Film. Um 19 Uhr begannen aber dann doch die Wehen. Ich war super entspannt und hatte immer die Worte meiner Hebamme im Ohr: „Wenn es beginnt, hast du noch ca. 2 Stunden Zeit und solltest noch zu Hause rumlaufen“ und „Wenn die Wehen alle 10 Minuten kommen, solltest du losgehen!“. Also lief ich in der Wohnung hin und her und mein Mann fing nach 2-3 Wehen an, eine Liste zu führen, wie regelmäßig sie kommen. Zu Beginn waren noch 20 Minuten Abstand dazwischen und dann wurde es immer regelmäßiger. Im Endeffekt sind wir gegen 20 vor 9 losgelaufen – zum Glück waren es nur ca. 800 Meter bis zum Krankenhaus – und waren dann ziemlich genau um 21 Uhr im Krankenhaus.

9 1/2 Stunden später…

Da ich keinen Geburtsbericht schreiben werde und auch sonst nicht so viele Details zu unserer Tochter veröffentlichen möchte (weil wegen ein wenig Privatsphäre und so), gibt es hier noch ein paar Worte zur Geburt usw…

Wie bereits in der Überschrift zu erkennen, hat alles drum und dran ca. 9 1/2 Stunden gedauert – wir sind gefühlt die halbe Nacht durch den Flur gelaufen und ich hab fleißig die doofen Schmerzen weggeatmet. Ohne meinen Mann hätte ich das Ganze mental niemals so gut verkraftet und er war der allerbeste „Atem-Ansager“, den ich mir hätte wünschen können. Auch später im Kreissaal war er mir eine so wunderbare Stütze und ich bin unheimlich dankbar, dass er die ganze Zeit bei mir war und mich unterstützt hat, so gut er konnte!

Am 26.12. um 6:46 Uhr ist unsere Tochter dann auf die Welt gekommen. Wie ich bei Instagram schonmal geschrieben hatte, war es leider nicht der perfekteste Start ins Leben, aber jetzt geht es uns allen gut und wir genießen jede Sekude zu dritt!

Schwangerschaftsupdate No. 2

– Woche 28. bis 33.

Vor 5 Wochen habe ich den ersten und letzten Schwangerschaftsupdate-Beitrag veröffentlicht und euch ein wenig erzählt, wie es mir so erging und was ich für „Nebenwirkungen“ in der ersten Zeit hatte. Heute befinden Mininikabu und ich uns schon in der 33. Schwangerschaftswoche und ich möchte euch mal wieder aktuelle Updates zur Schwangerschaft, meiner Murmel und dem Baby in meinem Bauch geben.

33. Schwangerschaftswoche

Dass die 3 vorne ist, bedeutet ja, dass die Geburt immer näher rückt und es nur noch höchstens 9 Wochen sind, bis unser Wunder das Licht der Welt erblickt. Ich muss ehrlich sagen, ich bin etwas zwiegespalten. Einerseits freue ich mich natürlich unheimlich darauf, endlich unser kleines Wunder in den Armen halten zu können, andererseits habe ich aber auch ein wenig Wehmut, weil ich meine Murmel ganz sicher vermissen werde. Ich mag sie so gern und finde auch (egal, wie eingebildet das jetzt klingen mag), sie steht mir total. Irgendwie gehört mein Bäuchlein einfach schon zu mir dazu und ich kann mir gar nicht vorstellen, bald wieder nen flache(re)n Bauch zu haben…

Aber kommen wir nun zu den letzten Wochen und erstmal möchte ich euch ein paar Fakten zur Veränderung meines Körpers erzählen. Und zwar habe ich bereits sei Anfang der Schwangerschaft 15 kg zugenommen und mein Bauch hat bereits einen Umfang von 112 cm. Ich weiß, das ist beides ganz schön viel, aber rotzdem finde ich, wenn ich mich mit anderen Müttern vergleiche, dass mein Bauch gar nicht so groß ist. Von mir aus, kann er gern noch weiter wachsen, ich fühle mich einfach rundum wohl damit!

Wie ihr wisst, lief meine Schwangerschaft bisher mehr als perfekt und ich bin mir bewusst, dass das nicht selbstverständlich ist und ich bin unheimlich dankbar dafür! Darum möchte ich mich auch gar nicht beschweren, sondern euch einfach kurz aufzählen, woran ich in den letzten Wochen zu knapsen hatte und welche kleinen Wehwechen nun auch vor mir nicht mehr Halt machen…

Schmerzen

Langsam bemerke ich die Last bzw. die Gewichtszunahme schon. Besonders nachts finde ich ganz schwer die perfekte, geeignete Schlafposition. Ich bin schon immer Seitenschläfer gewesen und fühle mich in der „Embryostellung“ einfach am wohlsten. Leider bekomme ich seit einigen Wochen, wenn ich auf der Seite liege, starke Schmerzen an der Seite in der Hüftgegend. Somit kam es nun schon einige Male vor, dass ich mit Schmerzen aufgewacht und dann mal 2 Stunden nicht wieder eingeschlafen bin.

Körperliche Einschränkungen

Von Tag zu Tag merke ich mehr, dass ich körperlich nicht mehr ganz so belastbar bin. Noch vor einigen Wochen, bin ich ganz lässig Weinberge hochgewandert und jetzt fühle ich mich nach dem Hochtragen des Einkaufs bereits, als hätte ich den Mount Everest bestiegen. Außerdem ist mir beim Tanzen und auch beim Yoga aufgefallen, dass mein Schwerpunkt nun viel weiter vorne liegt und beim stehen auf einem Bein oder bei Drehungen komme ich viel schneller aus dem Gleichgewicht, als früher – total spannend, was da im Körper so passiert!

Außerdem lag ich letztens in der Badewanne – ich liebe es einfach, im Herbst nach einem Spaziergang nach Hause zu kommen und dann in einem Schaumbad abzutauchen – und habe dann beim wieder aufstehen wollen bemerkt, dass das gar nicht so einfach ist. Man soll sich ja mit Bauch auch, wenn man vom Liegen aufsteht, über die Seite hochdrücken und das war in der Badewanne einfach nicht möglich. Es ist nicht so, dass ich wenig Kraft in den Armen habe, aber ich war wirklich auf Hilfe angewiesen und das ist schon eine ganzschön blöde Einschränkung – nicht mehr allein aus der Badewanne aufstehen können hat mich von einer Sekunde auf die nächste um ca. 40 Jahre altern lassen, oh man…

Hormonschwankungen

Das ist wohl das meistgefragte Thema im Bezug auf Veränderungen während der Schwangerschaft. Jeder fragt, ob ich nun mehr weine oder emotionaler geworden bin. Ich muss sagen, ich war schon immer ein sehr emotionaler Mensch und nehme mir viel schnell zu Herzen. Eigentlich hätte ich gesagt, dass sich das nicht unbedingt gesteigert hat, aber mir fallen da doch 1-2 Situationen ein, in denen ich grundlos – also wirklich grundlos angefangen hab zu weinen. Ich konnte es selbst nicht nachvollziehen und hab in den Armen meines Mannes gelegen und mich selbst ausgelacht, weil ich geweint hab. Das war irgendwie lustig aber auch komisch zugleich. Man hat sich und seine Hormone so gar nicht mehr unter Kontrolle und das ist schon echt schräg.

Schwangerschafts-Yoga

Wie ihr vielleicht wisst, habe ich vor der Schwangerschaft viel Yoga gemacht und irgendwie hab ich dann von einem auf den anderen Tag damit aufgehört. Wahrscheinlich wäre es besser gewesen, das Ganze einfach in abgewandelter, etwas einfacher Form weiter zu machen, aber gut, jetzt ist es nunmal so. Jedenfalls hab ich mich jetzt wieder in meinem Lieblingsyogastudio angemeldet und belege da einen „Schwangerschafts-Yoga-Kurs“, der war jetzt leider erst einmal, aber das hat mir schon sehr gut gefallen und ich freue mich, bis zur Geburt wieder ein wenig Bewegung in meinen Alltag zu integrieren.

Geburtsvorbereitungskurs

Vor zwei Wochen hat mein Geburtsvorbereitungskurs angefangen und seitdem ist alles irgendwie noch viel realer geworden. Ich habe nette Frauen kennengelernt, die auch alle bald ihr erstes Kind erwarten und die zum Glück auch alle so enspannt sind, wie ich. Wir lernen jetzt jeden Donnerstag etwas über den Vorgang der Geburt, das Wochenbett und das perfekte Atmen während der Geburt und machen jedes Mal ein paar lustige praktische Übungen. Ich finde es super, dass unser Kurs nur unter uns Müttern stattfindet, so kann man auch mal ein paar Wehwechen und intime Themen ansprechen. Einen „Vätertag“ hatten wir jetzt gerade gestern und auch das war eine wirklich tolle Erfahrung. Alle Väter waren mit dabei und die Hebamme hat ein wenig technisches und wissenschaftliches rund um die Geburt erzählt und die Männer wurden darauf vorbereitet, was während und nach der Geburt für sie zu tun ist und was sie für Aufgaben übernehmen können. Sogar mein Mann sagte, er habe mehr mitgenommen, als er zuvor erwartet hatte – also ein voller Erfolg!

Babyparty

Vor 2 Wochen fand die Babyparty statt, mit der wir ein letztes Mal all unsere Freunde und Lieblingsmenschen um uns haben wollten, bevor unser kleines Wunder auf die Welt kommt. Wir haben alle eingeladen, die uns wichtig sind und hatten einen traumhaft tollen Tag. Es gab ganz bewusst kein Programm und wir haben auch keine „lustigen“ oder peinlichen Spiele gespielt. Das einzige, was ich von einer Babyparty, die ich letztes Jahr besucht hatte, übernommen habe, war das Tippspiel für alle Gäste. Ich habe also einen „Wochenplan“ mit den Daten, an denen Mininikabu kommen könnte, erstellt und jeder durfte sich am jeweiligen Datum eintragen und schätzen, ob es ein Mädchen oder ein Junge wird. Nachträglich haben nun auch noch weitere Freunde mitgeraten, die bei der Party leider nicht dabei sein konnten und ich bin schon sehr gespannt, ob wirklich einer mit Datum und Geschlecht richtig liegt.

Ihr seht, neben kleinen Wehwechen genieße ich meine Schwangerschaft total und erlebe wirklich tolle Dinge. Ich bin so unheimlich glücklich und dankbar dafür, dass ich noch so aktiv sein kann und meine dicke Murmel mich nicht allzu sehr einschränkt. Gibt es etwas, das euch zu mir und meiner Schwangerschaft noch interessiert? Wie bereits angekündigt, wollte ich gern mal ein „Fragen und Antwort“-Video zu dem Thema drehen – besteht daran Interesse?

Habt alle einen schönen abend und startet morgen voller Elan in die neue Woche!