Was bedeutet Reisen für mich

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Neue Kulturen und Welten entdecken.
Die Natur auf mich wirken lassen und bestaunen.
Schöne Orte sehen, fühlen, riechen, schmecken.
Zur Ruhe kommen und entspannen.
All das verbinde ich mit dem Reisen…

Da sich das Reisen für mich in den letzten Jahren sehr gewandelt hat und ich jetzt andere Prioritäten setze, möchte ich euch einfach mal mit auf meine persönliche Reise durch die letzten Jahre nehmen.

Das Entdecken von neuen Kulturen und das zur Ruhe kommen stand noch nicht immer beim Reisen für mich an oberster Stelle, das hat sich erst vor einiger Zeit so entwickelt – vielleicht werd ich einfach erwachsener oder interessiere mich mehr für Kultur und andere Länder (wenn der eigene Mann Politik studiert und immer spannende Dinge zu erzählen hat, ist das ja auch kein Wunder!). Früher war mir beim Reisen gar nicht so wichtig, wo es hin ging, sondern mit wem oder was dort auf der Reise geboten wurde. Aber lest selbst:

Fliegen_Sonnenuntergang_über den Wolken_Annanikabu_Reisen_on tour_Urlaub

Silvesterfreizeit im Harz 1995/1996.
Als ich 6 war, durfte ich über Silvester an einer Kinderfreizeit im Torfhaus teilnehmen (wer als Kind Freizeiten im Harz gemacht hat, wird die Jugendherberge ganz sicher kennen). Ich reiste dort alleine an und lernte innerhalb der ersten Stunden so viele nette Mädchen und Jungen kennen, dass ich am Ende gar nicht mehr nach Hause wollte. Meine Mama fand es immer erstaunlich, dass ich in dem Alter einfach so eine Woche lang mit mir fremden Kindern (und Betreuern) Urlaub machte, aber ich mochte es schon immer, neue Menschen kennenzulernen und fand es toll! Ich kann mich noch ganz genau an die Jugendherberge erinnern und sogar noch an das Programm während der Freizeit. Es gab eine Mini Playbackshow, bei der ich „Boomerang“ von Blümchen sang und den zweiten Platz belegte, außerdem machten wir Choco Crossies selbst und wir waren jeden Tag rodeln. Bei diesen Reisen ging es mir, wie ihr euch denken könnt, noch nicht um Ruhe und Entspannung. Es ging mir einfach darum, eine schöne Zeit mit vielen Erlebnissen und netten Menschen zu verbringen – und genau die hatte ich auch! Darum fuhr ich das Jahr danach auch nochmal mit auf diese Freizeit!

Prag_on tour_unterwegs_Urlaub_Urlaub in Prag_Prag im Winter_Natur_die goldene Stadt_schönes Naturfoto_Prague_Annanikabu_15

Griechenland und Italien 2003 und 2004.
Mit 14 und 15 zog es mich dann raus in die weite Welt. Ich wollte Sonne und Meer und weil ich damals im Internet ganz zufällig auf die Busreisegesellschaft „Höffmann Reisen“ aus Vechta stieß, durfte es im Sommer 2004 für mich und meine damals beste Freundin in die griechische Sonne gehen. Wir fuhren also gefühlte 12 Stunden mit dem Bus, runter bis Italien und dann mit der Fähre weiter bis Patros und von dort aus zu einem sehr modernen und schönen Campingplatz, mit 2 Pools und einem direkten Zugang zum Meer, auf dem bereits ca. 100 10-Personen Zelte aufgebaut waren. Es war also eine riesige Truppe mit über 800 Jugendlichen! Dieser Urlaub war echt toll und besonders, denn dort lernte ich Freunde aus ganz Deutschland kennen. Da ich von diesem Urlaub so sehr prahlte, machte ich mich das Jahr darauf mit einer Gruppe von 6 Leuten wieder auf den Weg nach Griechenland mit Höffmann Reisen. Diese Urlaube waren einfach nur voller Action und Spaß, es gab Schaumparties, Lagerfeuerrunden, jeden Tag Sonne satt, super leckeres, frisches Essen, nette Betreuer und jeden Abend Disco bis in die nacht. Also nichts da mit Entspannung, Natur genießen und sonstiges. Obwohl wir natürlich auch in Athen waren und zur Akropolis hochgeklettert sind, aber das war es dann auch schon an Kultur. Ansonsten hieß es nur Party und Spaß haben!

Annanikabu_Meer_Ostsee_Urlaub am Meer_Reisen_Urlaub_Ostsee Urlaub_Travelblogger_Reiseblogger_Urlaub in Deutschland

Kinder- und Jugendfreizeiten als Betreuerin 2004 – 2010.
Mit 15 fing ich an, mich in unserer Gemeinde zu engagieren. Ich leitete mit Freunden zusammen eine Kinder- und Jugendgruppe (Jungschar, falls das jemandem was sagt). Wir trafen uns einmal die Woche zum gemeinsamen, spielen, basteln, singen und Spaß haben und daraus entwickelte sich, dass ich in den Sommerferien jedes Jahr eine Kinder- oder Jugendfreizeit begleitete. 2 Jahre hintereinander war ich mit 5 bis 8-jährigen Mädchen und Jungs in einer Jugendherberge im Nachbardorf. Es ging also überhaupt nicht darum, weit zu reisen, sondern einfach um die schöne gemeinsame Zeit. Die Freizeiten wurden Monate vorher geplant, wir dachten uns Spiele aus, planten Schnitzeljagden und Nachtwanderungen und während der Freizeit hatten wir einfach nur viel Spaß mit den Kindern und konnte zusehen, wie sie sich von Tag zu Tag entwickelten, wie sie miteinander spielten und glücklich waren, weil wir eine Freizeit für sie gestaltet haben. Das war jedes Mal ein tolles Gefühl, denn ich merkte, wie sehr mir die Arbeit mit Kindern zurückgegeben hat und dafür hab ich unheimlich gern meine Freizeit „geopfert“. Als ich 16 war, ging es für 2 Wochen mit einer Gruppe Teenies (10 bis 15) nach Norwegen in eine Holzhütte, wo wir jeden abend gemeinsam kochten und die gemeinsame Zeit sehr genossen und 2 Mal begleitete ich Silvesterfreizeiten in den Harz (dieses Mal nicht im Torfhaus) und noch viel mehr! Die Urlaube als „Mitarbeiter“, „Betreuer“ oder wie auch immer man es nennen möchte waren eine besondere Zeit und haben mich sehr geprägt. Mir wurde dort immer wieder bewusst, wie gern ich mit Kindern und Jugendlichen arbeite und wie viel es mir zurückgibt (und jetzt frage ich mich gerade und ärger mich auch ein bisschen, warum ich mich damals gegen mein „Sozialpädagogikstudium“ entschieden habe und nun einen langweiligen Bürojob habe. Ich glaube, es war des Geldes wegen und ich wollte lieber arbeiten anstatt zu studieren… Mal schauen, was das Leben noch so bringt!).

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„Reise nach Berlin 2010“.
Es war zwar keine richtige Reise, sondern ein Umzug, aber irgendwie passt es hier gerade gut rein, denn ab 2010 hat sich auch irgendwie meine Antwort auf „Was bedeutet Reisen für dich?“ gewandelt. Mein Mann (damals noch ganz frisch „Freund“) und ich sind gemeinsam in die große Sadt Berlin gezogen – wenn man aus einem kleinen 1000-Einwohner Dorf in Ostfriesland kommt und dann direkt mitten rein nach Gesundbrunnen zieht, ist das echt ein Kulturschock. Aber diese Reise tat mir gut. Sehr gut! Endlich raus aus dem Elternhaus, auf eigenen Beinen stehen und einen eigenen Haushalt führen. Klar war es anstrengend, aber diese Reise war ein großer Schritt (erst Recht, weil wir 500 km von unseren Eltern weggezogen sind) und es war das Beste, was wir tun konnten!

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„Pärchenurlaube“ am Meer 2011 und 2012.
Es war etwas ganz besonderes, als wir im Januar 2011 in das Reisebüro gingen und unseren ersten gemeinsamen Urlaub buchten. Der war zwar erst für Oktober geplant, aber man kann ja nie früh genug dran sein. Die Reise brachte uns (aufgrund von wenig Geld – Azubi und Student sag ich da nur) in einen kleinen Ort ca. 50 km von Barcelona entfernt. Wir buchten all inklusive, weil wir nicht wussten, ob im Herbst die umliegenden Restaurants noch geöffnet hatten (es stellte sich heraus, dass es da nur wenige Restaurants in der Umgebung gab und es eine super Entscheidung war!). Dieser Urlaub war wirklich ein ganz typischer Pauschalurlaub, aber es war genau perfekt für uns – wir gingen jeden Tag zum Strand, schwammen im Meer, sonnten uns und abends saßen wir im Hotel, spielten Karten, erfreuten uns an der „tollen“ Hotelanimation und genossen einfach nur diese „Flucht aus dem Alltag“. Es war entspannend, wunderschön und voll mit Sonne und ganz viel Liebe! Genauso wie unser Sommerurlaub 2012, der uns nach Mallorca zog und bei dem wir es einfach genauso machten. Sonne, Meer und Palmen und einen Tagesausflug nach Barcelona mit Shopping und Sightseeing, wie sich das gehört. ;-)

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Neue Kulturen kennenlernen.
Nach diesen zwei Pauschalurlauben bemerkten wir aber schnell, das Strand und Meer zwar ganz nett sind, aber uns irgendwie nicht vollkommen erfüllten und wir hatten mehr den Drang danach, Städte zu entdecken und neue Kulturen kennenzulernen. So ging es dann im Januar 2013 nach Oslo, im Januar 2014 nach Prag, im April 2014 nach Dresden und im Februar 2015 nach Porto, wo wir die typischen Touri-Orte besuchten uns aber ganz bewusst auch einfach treiben ließen und uns dort hinbegaben, wo es uns gefliel. Und so machen wir es jetzt weiterhin. Wir suchen uns eine Stadt oder einen Ort aus, den wir schon immer mal besuchen wollten, beschäftigen uns aber ganz bewusst vorher nicht mit den typischen Sightseeingpunkten, die man laut Stadtführer „unbedingt sehen muss“, sondern reisen in die jeweilige Stadt und lassen uns treiben. Das hat sich bisher immer bezahlt gemacht – wir haben immer tolle Orte entdeckt und haben auch nie das Gefühl gehabt, irgendetwas verpasst zu haben, weil wir uns vorher ja gar keinen Plan gemacht haben. So konnten wir die Urlaube immer ganz entspannt antreten und haben uns vor Ort dann einfach „treiben lassen“ und die Auszeit vom Alltag genossen!

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Flitterwochen.
Dieses Jahr im Oktober werden wir nach der Hochzeit unsere Flitterwochen in Deutschland verbringen, weil wir uns überlegt haben, dass wir „all inklusive Strandurlaub“ immer wieder machen können, aber wir wollten erst einmal unser eigenes Land und die schönen Orte hier kennenlernen. ich war zum Beispiel erst einmal im Süden Deutschland und da auch nur für einen Tag in München, aber ich freu mich total auf den Schwarzwald und die Alpen. Aber auch die Lüneburger Heide oder Frankfurt stehen auf unserem Plan, denn wir haben uns für 10 Tage einen VW Bulli gemietet und werden einfach durch Deutschland fahren – natürlich wieder nach dem gleichen Prinzip – wenn es uns irgendwo gefällt, fahren wir einfach von der Autobahn ab und bleiben da! Ich freue mich schon sehr auf die Reise und bin gespannt, was unser schönes Land alles so zu bieten hat!

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Ansonsten werde ich auch immer wieder nach Ostfriesland und Braunschweig reisen, um meine Familie regelmäßig zu besuchen und wir werden ein/zwei Mal im Jahr an die Ostsee fahren, da ich dort einfach abschalten und entspannen kann und das Meer ansonsten unheimlich vermissen würde.

Und auf meiner „Orte, die ich unbedingt (bald) noch sehen möchte“ Liste steht in der Zukunft auf jeden Fall Afrika – irgendwie zieht mich dieses Land magisch an und ich würde unheimlich gern die „Großen 5“ live in der Wildnis sehen und mit eigenen Augen die Schönheit der afrikanischen Natur wahrnehmen – ich glaube, dass das einfach beeindruckend und schön ist! Außerdem möchten wir Oslo bzw. Norwegen auch nochmal in einem warmen Monat besuchen und auch Island möchte ich noch bereisen. Als Wochenend-Städtetour steht noch Istanbul und Kopenhagen auf dem Plan und mein Herzmann möchte gern nach Amerika, was ich natürlich auch uheimlich spannend und aufregend finde! Also, wir haben noch einiges vor in Zukunft und möchten möglichst viel von der Welt sehen! Mal schauen, ob das alles so klappt, wie wir uns das vorstellen und wie das mit unserer zukünftigen Familienplanung vereinbar ist. :-)

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