„What’s your Job, Jana?“

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Auch zwischen den Feiertagen lasse ich von mir hören, denn heute ist der letzte Montag im Monat und wer aufgepasst hat, weiß, dass es dann immer ein „What’s your Job?“ Post gibt. Heute erzählt die liebe Jana vom Blog Jaimeeswelt über ihren Job als Sprachtherapeutin:

Hallo,

ich bin Jana und ich arbeite seit einigen Jahren als Sprachtherapeutin (oder auch Logopädin) in einer logopädischen Praxis. Als Teenager hatte ich verschiedendste Berufswünsche, erfüllbare und unerfüllbare! So wollte ich damals wirklich gern „Archäologin“ werden, bis mir ein Berufsberater diesen Wunsch in der Schule ausgeredet hat. „Psychotherapeutin“ fand ich auch immer interessant, aber letztendlich habe ich mich für eine meiner Leidenschaften entschieden: „Die Sprache“. Meine Lieblingsfächer in der Schule waren immer die künstlerischen und sprachlichen Fächer. Ich habe schon als Teenager liebend gerne dicke Wälzer über die Sprachen und Schriften dieser Welt gelesen und auch freiwillig noch vor Unterrichtsbeginn Latein gelernt. In meinem Beruf habe ich viel mit Menschen zu tun und kann ihnen helfen, sprachliche Hürden zu überwinden oder wieder zur Sprache zurückzufinden. Das ist meist eine sehr dankbare Arbeit und sie macht mir auch fast immer Freude.

Welchen Schulabschluss benötigt man für deinen Beruf? Muss man eine Ausbildung oder ein Studium machen, um deinen Beruf ausführen zu können?
Das ist ganz unterschiedlich, wo man diesen Beruf erlernen möchte. An einer Berufsfachschule für Logopädie reicht meines Wissens nach ein mittlerer Bildungsabschluss. Ich habe Abitur gemacht und bin danach an die Uni gegangen. An der Uni Potsdam gibt es bespielsweise ein Studienfach namens „Patholinguistik“, nach dessen Abschluss man ebenfalls als Sprachtherapeut/in tätig werden kann.

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Am meisten gefällt mir an meinem Beruf:
… dass ich mit Menschen zu tun habe und ihnen helfen kann. Im Moment betreue ich kleine und große Patienten im Alter von 4 bis 80 Jahren! Die Kleinen kommen meist mit Artikulationsproblemen, können bestimmte Laute nicht aussprechen, andere haben Probleme mit dem Wortschatz oder der Grammatik. Am meisten Spaß machen mir die Artikulationsübungen. Da hat man schon manches Mal etwas zum Schmunzeln und man sieht und hört sofort, wenn die Übungen Früchte tragen! Erst letztens hatte ich mit einem Kind, das das SCH nicht gut aussprechen kann, Wörter mit SCH geübt. Der Kleine (4 Jahre) war sich noch etwas unsicher, wo genau das SCH hingehört und dann fallen so drollige Wörter wie „Schnuckel“ (für Nuckel/Schnuller) oder „Taschenschlampe“ (für Taschenlampe). Was noch toll ist an meinem Beruf! Ich spiele fast den ganzen Tag mit den Kindern! Viele Übungen werden durch Karten- oder Brettspiele begleitet und das macht nicht nur mir viel Spaß!

Ohne welche Gegenstände könntest du nicht arbeiten?
Ich habe zu Hause einen Schrank voller Brett- und Kartenspiele. Viele davon sind speziell für die Sprachtherapie entwickelt worden, andere bekanntere kann man auch ab und zu in die Therapiestunden einbauen! Auch Buntstifte und meinen Terminkalender brauche ich ganz dringend jeden Tag! Die meisten Kinder malen sehr gerne und all die wechselnden Termine kann ich ohne Kalender nur schwer im Kopf behalten.

Gibt es einen täglichen Ablauf oder ist jeder Tag anders?
Bei mir ist jeder Tag anders! Die kleinen und großen Patienten kommen zwar meist einmal wöchentlich in die Praxis, aber es gibt zwischenzeitig immer mal wieder Neuanmeldungen und andere Patienten werden nach einem erfolgreichen Abschluss verabschiedet. Die Patienten, die es aus gesundheitlichen Gründen nicht in die Praxis schaffen, besuchen wir zu Hause. Ich bin dafür meist mit meinem Rad unterwegs. Meine Arbeitszeiten gestalten sich nach den Uhrzeiten, wie die Patienten zu uns kommen können. So habe ich jeden Tag andere Arbeitszeiten. Kann mal länger ausschlafen oder komme früher nach Hause!

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Mein Job macht mir Spaß, weil er so vielseitig ist. Jedes Sprachproblem ist anders, jeder Mensch dahinter auch! Es gibt nicht den einen Weg zum Erfolg und den passenden für jeden einzelnen Patienten zu finden ist schon ein kleines persönliches Erfolgserlebnis. Man kann, darf und sollte kreativ sein und es ist auch immer wieder schön, irgendwann „Tschüß“ zu sagen und zu wissen, sie haben es geschafft!

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Danke Jana, dass du dir die Zeit genommen hast und ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert hast! Ich finde übrigens das Logopädin / Sprachheiltherapeutin ein super spannender Beruf ist und es ist einer der Jobs, den ich mir für meine Zukunft auch vorstellen könnte. In der 11. Klasse hab ich damals mein Schulpraktikum in so einer Praxis gemacht und fand es unheimlich spannend!

Und was sagt ihr zum Interview, zu Janas Job? Wäre das auch etwas für euch und konnte Jana euch ein wenig inspirieren?

2 Comments

  • Jana sagt:

    Oh schön, mein Interview ist online :) Ich muss gleich mal bei den anderen Interviews stöbern gehen :)

    Liebe Grüße
    Jana

  • limalisoy sagt:

    Ich hab mich total gefreut, da ich Janas Blog schon lange aktiv mitverfolge und immer dachte, die arbeitet im Kindergarten oder so. Als Deutschlehrerin in der Grundschule habe ich daher viele Berührungspunkte…
    Deine Interviewreihe finde ich sehr spannend und lese gern öfter bei dir!
    Ganz liebe Grüße,
    Yvonne

Ich freue mich über jeden einzelnen Kommentar