Wir heiraten: Budgetplanung

Weil ihr meine „Wir heiraten“ Posts alle so sehr mögt und ich auf Facebook in letzter Zeit schon des Öfteren nach unserer finanziellen Hochzeitsplanung befragt wurde, gibt es nun einen Post, in dem ich ein wenig aus dem Nähkästchen plaudere in Sachen Budgetplanung. Außerdem stelle euch im gleichen Atemzug den „MyWeddingplanner von Weddingstyle“ vor!

Für viele ist das Thema „Finanzen“ ein sehr persönliches Thema, aber ich finde, zu einer Hochzeitsplanung gehört es einfach dazu, dass man sich Gedanken ums Geld macht und darum möcht ich euch ein paar Tipps geben, wie ihr ggf. etwas sparen könnt, ohne qualitative Abstriche machen zu müssen. Denn, jeder wird es schon mal gehört, gelesen oder selbst festgestellt haben: So eine Hochzeit plus Feier ist ganzschön teuer!

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MyWeddingplanner
Und da kommt der „MyWeddingplaner“ ins Spiel – dieses Ringbuch ist wirklich super für Paare, die ihre Hochzeit planen und nichts vergessen möchten. In 9 Schritten wird man durch die Planung ud Organisation der Hochzeitsvorbereitung geführt und es werden Tipps gegeben, an was man alles denken muss und was man nicht vergessen sollte. Von Location, über Ringe, Brautkleid und Finanzielles wird auf über 300 Seiten Auskunft gegeben und man kann durch viel Platz für Notizen auch individuell planen und eigene Punkte mit hinzufügen. Was ich auch super finde ist, dass es eine Zeitleiste gibt, wie viele Monate vorher man mit welchen Dingen anfangen sollte. Da man ja niocht allzu oft eine Hochzeit plant (seine eigene ja hoffentlich nur einmal im Leben), hat man darin ja keine Routine und kann sich durch die Zeitleiste wirklich super orientieren! Das Buch ist einfach perfekt für jeden, der es liebt, To-Do Listen zu machen und abzuhaken und in der Hochzeitsplanung den Überblick zu behalten!

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Nähkästchen
Da ich schon immer ein ziemlicher Sparfuchs war (dazu wird auch ganz bald ein Post online gehen!), hab ich mir um die finanzielle Planung unserer Hochzeit eigentlich in keinem Zeitpunkt negative Gedanken gemacht. Ich habe, seitdem ich 13 bin einen Bausparvertrag, habe als Schülerin bereits viel Geld nebenbei verdient und auch jetzt lege ich jeden Monat einen Großteil meines Gehalts zur Seite und spare – für Hochzeit, Haus, Kinder und Reisen! Und da wir die Feier ja auch zu zweit feiern, wird die Finanzierung ja auch noch durch 2 geteilt, das erleichtert einem wirklich so einiges!

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DIY Hochzeit
Für uns war von Anfang an klar, dass unsere Hochzeit nicht in einem Schloss mit großen vergoldeten Kronleuchtern, mit Hummern zum Mittag und Garnelen zum Abendessen gefeiert werden soll. Wir sind einfach nicht so und wollen uns gerade am „Tag der Tage“ nicht verstellen, sondern einfach nur eine schöne Feier mit unsern Freunden und Familie verbringen, ohne viel KlimBim und Stress. Also haben wir uns dafür entschieden, vieles selbst zu machen und somit auch einiges an Geld einzusparen.

Herbsthochzeit
Es stand ziemlich schnell fest, dass die Hochzeit im Herbst stattfinden wird, denn es passte perfekt in die Jahresplanung (mein Mann hat vor kurzem seinen Master erfolgreich abgeschlossen!) und wir mögen den Herbst einfach unheimlich gern – dann haben wir uns schnell auf eine gemütliche, rustikale Feier in einem Bauernhof oder etwas ähnlichem geeinigt. Gesagt, getan – so begann also die Suche nach geeigneten Locations für eine Feier mit bis zu 100 Personen – ja, ich hab eine ziemlich große Familie – aber auch hier noch ein Tipp von mir an euch: Rechnet immer jeden mit Partner ein, auch Singles können innerhalb der Hochzeitsvorbereitungszeit noch Partner finden oder einfach jemanden mitbringen, um nicht alein zu kommen. Wir hatten 90 Gäste gezählt und davon einige Singles, sodass wir im Endeffekt immer mit 100 Gästen gerechnet haben – das hat uns bei der Budgetplanung auch super geholfen!

Ostfriesland
Da wir beide nicht aus Berlin kommen, war uns nicht wichtig, hier zu heiraten und außerdem hätten die meisten der Gäste dann eine lange Anfahrt gehabt. Unsere Eltern und Großeltern leben in Ostfriesland, wir kommen beide von dort, haben den Großteil unseres Lebens dort verbracht und uns auch da kennengelernt – somit war es also einleuchtend, dass wir unsere Hochzeit in Ostfriesland feiern möchten. Wahrscheinlich ist auch das einer der Gründe, warum wir uns um die Finanzen nicht allzu viele Gedanken machen mussten. Wir hatten einfach das Glück, dass Ostfriesland nicht so überlaufen ist und die Dienstleister nicht sofort die dicken Dollarzeichen in den Augen hatten, wenn sie das Wort „Hochzeit“ gehört haben – wie es anscheinend in größeren Städten der Fall ist.

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Fakten
Wir haben alles aufgeschrieben, was wir wahrscheinlich benötigen werden das Geld kosten wird – Location für die Feier, Essen, Fotograf, DJ, Ringe, Auto (um von Berlin nach Ostfriesland und zurück zu kommen), Brautkleid, Anzug, Blumenschmuck für die Kirche und den Saal, Brautstrauß, Hochzeitstorte, Flitterwochen, Save-the-Date Karten, Einladungskarten, Liederhefte für die Kirche und noch vieles mehr. Das waren so die größten Posten, an die man immer denken sollte und die mir auf Anhieb eingefallen sind. Das alles haben wir mit einem Durchschnittspreis versehen, nochmal 10 % oben drauf gerechnet und sind dann auf ca. 14.500 € gekommen (was für die erste Rechnung und 10 % Aufschlag schon echt ok ist!). Als Tipp: Rechnet immer 10 % oben drauf, man vergisst bei der ersten Planung immer irgendwelche Kleinigkeiten, das ist ganz normal – und so habt ihr sie im Budget schon mit kalkuliert!

Location
Als wir letztes Jahr im Oktober die Location angechaut haben und sie uns den Preis gesagt hat, sind wir aus allen Wolken gefallen – wir hatten vorher immer nur Berliner Preise gehört (ab 100 € pro Person aufwärts und da ist dann noch kein Sektempfang und kein Mitternachtsbuffet mit drin!) – bei uns hieß es dann: von Sektempfang über Abendessen, Getränke 8 Stunden inklusive + Candybar und Mtternachtssnack 60 – 70 € pro Person. Da uns die Location eh schon gefallen hatte und es im endeffekt nr am Preis gescheitert wäre, haben wir direkt zugesagt und sind überglücklich nach Hause gefahren und haben unseen Eltern stolz davon erzählt! Wenn man jetzt mal rechnet – wir waren bei 7000 € (danke für die aufmerksamen Leser unter euch – 700,00 € wäre dann doch ganz schön knapp geworden!) für 100 Personen, wo andere schon bei mindestens 10.000 € wären – somit haben wir allein beim Thema Location und Essen schon 3.000 € eingespart, was uns unheimlich froh gemacht hat.

PS: die Feier ist jetzt vorbei und ich kann euch nochmal abschließend etwas Neues erzählen: Es hatten noch 2 Personen am Tag der Hochzeit abgesagt (wegen  Krankheit) und die Location ist uns preislich wirklich krass entgegen gekommen, sodass wir im Endeffekt nur 4.500 € für Sektempfang, Abendessen, Getränkeflatrate, Candybar und Mtternachtssnack bezahlt haben!

Fotograf
Weiter ging es dann mit Fotograf – hier mussten wir nicht lange suchen, denn wir hatten bei der standesamtlichen schon auf unser Herz gehört und wollten auch dieses Mal wieder gefühlvolle, schöne Momente von Sonka eingefangen haben – sie ist keine 300 € – Fotografin, aber sie ist für eine professionelle Hochzeitsfotografin wirklich günstig – mein Mann und ich hatten vorher vereinbart, dass uns eine 9h Reportage bis zu 2.000 € Wert ist und im Endeffekt sparen wir hier ca. 800 € ein.

DJ
Beim DJ wussten wir überhaupt gar nicht, was für Preise auf uns zukommen und wir haben uns einfach mal durch einige DJ Seiten gekämpft – im Endeffekt haben wir auf weltklassejungs.de einen gefunden, der eine gute Bewertung hatte und schon einige Jahre Erfahrung als Hochzeits DJ nachweisen konnte. Bei unserem Treffen war er uns direkt sympatisch und wir hoffen, dass er super Stimmung verbreiten wird – dann ist er uns die 710 € allemal wert, denn die Musik war uns auf der Party neben dem Essen mit am wichtigsten!

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Ich werde jetzt nicht alle Posten durchgehen und zu jedem dazu schreiben, was wir bezahlt haben. Ich wollte euch nur einen kleinen Überblick und den Tipp geben,

Tipps und Tricks
– überschlagt alle Posten und rechnet 10 % oben drauf
– setzt immer höhere Preise an, als ihr eigentlich denkt
– stimmt vorher ab, wie viel ihr bereit seid für was auszugeben

Wir haben uns bei jeder Buchung oder jedem Kauf, bei dem wir weniger ausgegeben haben unheimlich gefreut und werden das dann als Taschengeld für unsere Hochzeitsreise nutzen.

Einen super Artikel über das Finanzielle bei Hochzeiten gibt es auch bei der lieben Julia nachzulesen – mit einem Hauch Ironie und Witz erklärt sie, wie man sich bei den Hochzeitskosten erfolgreich selber belügen kann.

Ich hoffe, dass ich euch einen kleinen Überblick über die Hochzeits-Budgetplanung geben konnte und ihr ein/zwei Tipps mitnehmt, wenn ihr eure eigene Hochzeit planen möchtet.

5 Comments

  • Ariane sagt:

    Schöner Anfang für unsere Blogparade! Toll, dass du so offen über die Preise und deine privaten Erfahrungen damit sprichst. Bin gespannt, wie’s weitergeht mit der Parade, am 26.10. bin ich ja dann auch dran…

  • Liebe Anna,
    ja, die Preise beim Heiraten gehen ja echt klein los und steigen dann schnell ins Unermessliche.
    Wir haben hier in Berlin geheiratet, allerdings sehr klein, nur mit der engsten Familie. So kamen wir dann alles in allem auf etwa 3.000 Euro. Wir hatten keinen professionellen Fotografen, keine Hochzeitsreise und keinen DJ, waren aber mit unserer Feier vollends zufrieden.
    Ich mus natürlich sagen, dass wir bestimmt mehr gemacht hätten, wenn es finanziell drin gewesen wäre, aber zu dem Zeitpunkt hat mein Mann noch nicht gearbeitet und unsere Ersparnisse waren auch nicht gerade fabulös.
    Am meisten gespart habe ich wohl am Kleid, denn für einen Tag habe ich es einfach nicht eingesehen, um die tausend Euro auszugeben. (Wir hatten auch nicht sooo viel Zeit, das war bei uns alles recht spontan und wir hatten den Termin erst drei Monate vor der Hochzeit.) Hier habe ich letztlich in China bestellt und nur 100 Euro gezahlt und es passte perfekt :)

    Ich wünsche euch eine traumhafte Hochzeit, genießt diesen besonderen Tag!

  • neontrauma sagt:

    Hallo Anna,

    ah, wenn ich jetzt so bei deiner Hochzeitsplanung mitlese, werde ich ja fast ein bisschen wehmütig (unsere Hochzeit ist jetzt schon fast 4 Monate her). :)

    Wir haben auch vieles selber gemacht – es war uns einfach wichtig, trotz einer schönen Feier noch irgendwie auf dem Boden zu bleiben. Einen vierstelligen Betrag für ein Kleid, was ich nur einen Tag lang trage? Nee, da ging es mir wie Carolin. ;-) Wir hatten nichtmal einen DJ, sondern eine vorher selber zusammengestellte Playlist laufen lassen, und die Feier war trotzdem super.

    Beim Punkt „Location“ hat sich bei dir ein kleiner Fehlerteufel eingeschlichen, oder? Bei 70 € pro Person seid ihr für 100 Gäste doch bei 7.000 €, nicht 700?

  • Ich glaube auch, dass du 7000 € für die Location brauchst oder? :D
    Dann habt ihr auch mal locker 3000 € gespart.

    PS: Die Feier war super, das Essen mega lecker (besonders die Burger!!!) und das Personal war auch klasse. :D

    Laurileini <3

  • Christine sagt:

    Ich musste neulich schon mal schmunzeln, als ich erfahren habe, dass viele einfach mal ein bisschen Geld drauf schlagen, nur weil „Hochzeit“ drauf steht.
    So hat jemand ganz schön Geld gespart, nur weil sie die Hochzeitstorte nicht als Hochzeitstorte gekauft hat… Die hatten anscheinend den gleichen Kuchen jeweils in einem Hochzeitskatalog und in einem normalen und der für die Hochzeit hat einiges mehr gekostet. Obwohl der im Endeffekt komplett gleich war. ;)

Ich freue mich über jeden einzelnen Kommentar