Heute ist der 5. Mai und somit ist es wieder Zeit für ein neues „What’s your job?„- Interview.
Ich habe die liebe Lena gefragt, ob sie mir ein wenig über ihren Job erzählt und sie hat sofort zugesagt!
Sie hat nicht wie die anderen einfach die Fragen beantwortet, sondern einen kleinen Text geschrieben.
Falls jemand von euch auch Interesse daran hat, ein wenig über den Job zu plaudern, dann gebt mir einfach Bescheid! Ich freue mich über jeden, der mitmachen möchte! :-)
Danke an Lena fürs Mitmachen und euch viel Spaß beim Lesen!
Leonie Löwenherz ist privat Disponentin/Einkäuferin.
Dass ich gut einkaufen kann, das wissen wir alle. Dass ich das oft auch in meinem Beruf mache, das wussten viele nicht.
Ich arbeite bei einer ganz bekannten Firma – nämlich bei LAMY – als Disponentin mit Teilaufgaben aus dem Bereich Einkauf.
Bevor ich etwas mehr ins Detail gehe: ich selbst habe ein duales Studium im Bereich BWL – International Business gemacht.
Dual bedeutet, dass ich alle drei Monate zwischen Studium und Arbeitsplatz gewechselt habe. Im fünften Semester vertiefte ich unter anderem den Bereich Supply-Chain-Management, weswegen ich an einer Anstellung in diesem Bereich interessiert war.
Als Disponent braucht man eigentlich kein Abitur und auch kein Studium. Bei uns im Haus reicht eine Ausbildung zum Büro- oder Industriekaufmann (oder –frau) normalerweise aus, ist also auch nach einem guten Realschulabschluss möglich. Weil ich aber gerne in den Bereich wollte, habe ich den Job der Disponentin aber trotzdem übernommen und habe zusätzliche Aufgaben übernommen, um meinem Studium gerecht zu werden – heute erzähle ich euch aber etwas über den ursprünglichen Job.
Als Disponent ist man für die interne und externe Beschaffung und Beistellung von Produktionsteilen zuständig.
Am Beispiel LAMY: wir stellen Schreibgeräte her. Ich bin zusammen mit einem Kollegen dafür zuständig, dass die einzelnen Bestandteile der Schreibgeräte eingekauft und dass gekaufte Teile z.B. in den entsprechenden Farben lackiert oder beschichtet werden. Die Schwierigkeit an der Sache ist eigentlich, dass wir nicht nur die relevanten Teile bestimmen müssen, sondern auch die benötigen Mengen (nicht zu viel und nicht zu wenig, um wirtschaftlich zu handeln) und die Termine. Hierzu sind wir täglich in engem Kontakt mit all unseren Lieferanten – scheu am Telefon ist also nicht drin. Wichtig ist: man muss auch mal unangenehme Gespräche führen können, denn nicht immer handeln die Lieferanten so, wie man es gerne hätte. Konfliktmanagement olé!
Haben wir unseren Job gut gemacht, sind die benötigten Teile in der richtigen Menge und Farbe zur richtigen Zeit im Haus und können dann montiert werden. Hier komme ich erneut ins Spiel: ich weise unserer Produktion Mengen und Termine zu, denn ich bestimme, wann welche Menge von einem Schreibgerät fertig montiert sein muss. Die ganze Geschichte ist ein riesengroßes Kartenhaus, denn wenn ein einziges kleines Teil von einem Lieferanten fehlt, steht die Produktion dieses Modells still.
Für meinen Job braucht man also unglaublich viel Organisations- und Koordinationsvermögen und eine ordentliche Portion Freundlichkeit für den Kontakt nach innen und vor allem außen schadet auch nicht. Die Aufgaben sind über die einzelnen Wochen recht strukturiert und ähnlich, jedoch passieren fast täglich unvorhergesehene Dinge (man glaubt nicht, was bei Lieferanten so alles schief gehen kann!).
Als Disponent ist man in der Fertigungssteuerung auch Schnittstelle für fast alle Abteilungen, die irgendwelche Sonderwünsche haben. Es gibt Sonderfarben und Aktionen, die organisiert werden müssen und so wird aus dem alltäglichen Treiben ab und an auch mal eine Stresssituation in der mehrere Aufgaben gleichzeitig bewältigt werden müssen. Wer also organisatorisch was drauf hat, freundlich aber bestimmend auch zu fremden Leuten am Telefon sein kann und am besten noch ein bisschen multitaskingfähig ist, der erfüllt schonmal die Grundvoraussetzungen für einen Disponenten/Einkäufer.

Oh, vielen lieben Dank! :) ich würde gerne eine Kostprobe durchs Internet schicken ;)Schöne Idee, die Whats your job Posts!!Lieben Gruß,Melanie
Lenas Job hört sich wirklich toll an, würde mir glaube ich auch gefallen! Finde es übrigens immer schön, dass du andere Blogger-Mädels nach ihrem Job fragst und daraus einen Post machst, da bekommt man einen wirklich guten Einblick :)
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Echt super interessant, finde die Jobinterviews echt jedes Mal aufs Neue klasse!Danke natürlich auch für deinen zuckersüßen Kommentar - es ist echt beruhigend, wenn es anderen genauso geht! :-)
lena ist ein tolles vorbild! :)
♥ Ich knutsche dich!
Richtig toller Post! Super Kategorie! Alles Liebe,Verena von Who is Mocca?