Schlagwort: nachhaltige Kleidung

Selbstverwirklichung für Anfänger

+ Faires Outfit

Das Wort „Selbstverwirklichung“ ist ja schon ziemlich abgenutzt und manchmal wird es auch damit gleichgestellt, dass man etwas macht, was andere nicht so machen. Das ist meiner Meinung nach nicht die eigentliche Aussage des Wortes. Ich möchte euch heute ein wenig von meiner positiven Energie und meiner guten Laune mit auf den Weg geben und euch motivieren, euch selbst zu verwirklichen!

Selbstverwirklichung heißt für den einen „Job kündigen“ für andere „viel verreisen“ oder „ehrenamtlich tätig sein“ – jeder verwirklicht sich anders und das ist super so! Jeder hat andere Ansprüche, Träume und Ziele. Jeder kann, darf und soll für sich selbst klarstellen, was sie ausmacht und wodurch er/sie glücklich wird. Es ist überhaupt nicht wichtig, was andere darüber denken oder ob der Partner, die Eltern oder Freunde das ggf. doof finden – die Hauptsache ist doch, dass man selbst damit glücklich ist – darum heißt es ja auch „Selbst“verwirklichung! Niemand anders kann dir dabei helfen, herauszufinden, wodurch du dich vollständig fühlst und niemand kann es besser wissen als du selbst!

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Wenn du dich in irgendeiner Art und Weise „unvollständig“ fühlst, denke darüber nach, woran das liegen könnte. Gefällt dir dein Job nicht? Was genau stört dich daran? Sind die Kollegen doof, hast du zu wenige Aufgaben oder zu viel Stress? Kommst du mit dem Chef nicht klar oder passt es dir einfach nicht, dass du morgens früh aufstehen musst? Mache dir bewusst, ob eine Kündigung dein Problem aufheben würde und sei dir bewusst, dass du danach trotzdem wieder einen Job finden musst, der dich vervollständigen kann.

Oder liegt es daran, dass du lieber „etwas Eigenes“ machen möchtest? Möchtest du dein eigener Chef sein? Hast du eine tolle Idee? Hast du die möglichen finanziellen Mittel? Wenn nicht, dann überlege dir etwas, was es vielleicht noch nicht gibt, oder etwas, was du gut kannst und womit du dich selbstständig machen könntest. Schreibe einen Businessplan, erkundige dich bei Banken oder Ämtern nach Unterstützungen und wenn du von deiner Idee überzeugt bist, dann nichts wie los! Falls es dann doch nicht klappen sollte, dann kannst du dir wenigstens nicht später vorhalten, dass du es nicht versucht hast.

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Fehlt dir das Reisen, das Entdecken und das Erleben von Abenteuern? Fühlst du dich eingeschränkt? Woran liegt das? An den wenigen Urlaubstagen? An den teuren Angeboten? Daran, dass du keinen Mitreiser hast? Denk darüber nach, mal alleine zu verreisen (es ist super!) oder vernetze dich mit anderen Reiseliebhabern (es gibt Gruppen bei Facebook) und plant gemeinsam einen Ausflug – so lernst du neue Menschen und Orte gleichzeitig kennen.

Was ich eigentlich damit sagen wollte und euch als Tipp mitgeben wollte: Wenn ihr euch und eure aktuelle Situation irgendwie doof findet, ihr euch unkomplett und/oder unausgefüllt fühlt, dann denkt erst einmal darüber nach, woran das liegen könnte. Findet die Quelle dieses doofen Gefühls und wenn ihr die gefunden habt, dann könnt ihr mit dem ersten Schritt in Richtung „Selbstverwirklichung“ beginnen! Viel Erfolg dabei!

Für mich persönlich heißt Selbstverwirklichung übrigens auch, einen tollen Job haben und immer ich selbst zu bleiben. Wie ihr auf den Fotos seht (und eigentlich auch wissen solltet, wenn ihr schon länger mitlest), liebe ich es zu schaukeln. Ich erhalte also das Kind in mir und ich hoffe sehr, dass das niemals aufhören wird. Mir ist es nicht peinlich, wenn ich als Erwachsene auf der Schaukel gesehen werde – ich genieße mein Leben und lasse mich dabei von dooofen Blicken nicht abhalten, ich zu sein! Ich wünsche mich für jeden von euch, dass ich euch auch uneingeschränkt traut, ihr selbst zu sein und euch für nichts und niemanden verstellt!

Wenn euch dieser Motivationspost gefallen hat, dann werdet ihr folgende sicher auch mögen:

Wie ein kleines Kind im Spielzeugparadies
Das Zauberwort heißt Machen!
Vom Lachen, schaukeln und barfuss laufen

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Am Ende noch ein paar Worte zum Outfit und natürlich auch zur Konsumskala:

Das absolute Highlight dieses Outfits ist mein neuer Rucksack, den ich zum Geburtstag bekommen habe. Er begleitet mich seitdem zur Schule, zum Sport und auf meinen Reisen, denn er hat einfach die perfekte Größe, ist total hüsch und außerdem ist er auch noch fair! Ebenso fair ist mein neues Shirt von Evermind, welches ich mir auf der Innatex aussuchen durfte. Ihr seht, mein Kleiderschrank wird von Monat zu Monat fairer und einziehen dürfen ab jetzt wirklich nur noch faire oder second-hand Teile!

Und für alle, die keinen Plan haben, was ich mit Konsumskala meine, die dürfen gern mal hier vorbeischauen und nachlesen, was ich mir da schon wieder ausgedacht habe.

Trenchcoat (ebenfalls hier zu sehen) von Zara (gekauft 2015 – über 2 Jahre her): +1
Shirt von Evermind (fair Fashion): +1
Jeans (ebenfalls hier zu sehen) von and other stories (2015 bekommen – über 2 Jahre her): +1
Chucks (ebenfalls hier und hier zu sehen) (vor über 5 Jahren second hand gekauft): +2
Rucksack von Melawear (fair Fashion): +1
Schlauchschal (ebenfalls in diesem Outfit zu sehen) von Orsay (vor über 2 Jahren bekommen): +1

Konsumskalawert: +7

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Und wieder zeigt sich, dass nicht alles unbedingt fair gekauft werden muss, auch second hand oder Kleidung, die man so lange trägt, bis sie „aufgetragen“ sind, sind in einer gewissen Weise nachhaltig und fair!

Ich hoffe, ich konnte euch mit meinem kleinen Ausflug in die Welt der Selbstverwirklichung inspirieren und euch motivieren, gut gelaunt in den Tag zu starten!

Wie gefällt euch mein Outfit? Und was sagt ihr zum Thema „Selbstverwirklichung“?

„Ein Teil viel Style“ – Fair Fashion – #WardrobeRevolution

In meiner Kategorie „Ein Teil viel Style“ habe ich euch ja schon öfter Outfits mit einem Kleidungsstück in verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten gezeigt – dies ist aber ein ganz besonderer „Ein Teil viel Style“ Post – mit ihm nehme ich nämlich an einem „Fair Fashion“-Bloggerprojekt teil, welches ich auf Facebook und Instagram gestern bereits angekündigt hatte. Und zwar haben wir (wer „wir“ sind, könnt ihr ganz unten nachlesen!) uns aufgrund des „Fashion Revolution Day“, der am 24.4. stattfindet, überlegt, dass wir einfach einen „Fashion Revolution Month“ einlegen und euch 24 Tage lang jeder von uns ein „Fair Fashion“ Outfit zeigt (#Wardroberevolution). Wir möchten damit Vorurteile, wie: „faire Kleidung ist nur für Omas und sieht total „Öko“ aus!“ vorbeugen und euch zu zeigen, dass fairer und bewusster Konsum gar nicht schwer ist und auch noch gut aussieht!

Was ist denn eigentlich der „Fashion Revolution Day“?
Dieser Tag jährt sich nun bereits zum dritten Mal – er wurde 2013 ins Leben gerufen, weil am 24.4.2013 ein Fabrikgebäude in Bangladesh eingestürzt ist und dabei über 1000 Menschen getötet wurden. Auf der Homepage heißt es:

„We believe that fashion can be made in a safe, 
clean and beautiful way. Where creativity, quality,
environment and people are valued equally.“

Jedes Jahr wird aufs Neue dazu aufgerufen sich zu fragen, wer die Kleidung, die wir am Leib tragen eigentlich hergestellt hat. So entstand der Hashtag #whomademyclothes bzw. #iknowwhomademyclothes, mit dem man auf sozialen Kanälen die Unternehmen fragt, wer denn eigentlich derjenige ist, der die Produkte genäht, gefärbt und die Fäden dafür gesponnen hat. Genau das haben wir Blogger gestern bereits getan und damit unseren „WardrobeRevolution Month“ gestartet. Auf dem Fashion Revolution – Instagramkanal gibt es sogar den Hashtag #imadeyourclothes – unter dem die Näherinnen und Produzenten der Kleidung vorgestellt werden. Also es lohnt sich auf jeden Fall mal ein Blick auf die Homepage oder den Instagramkanal.

Kommen wir nun aber zu meinem Outfit.
Ich zeige euch ein Kleid* von Expresso Fashion in zwei verschiedenen Variationen. Das Kleid ist eigentlich eher ein schickes Kleid, das ich zu einer Feier, einem Businessmeeting oder zu einer besonderen Veranstaltung tragen würde, aber ich wollte euch zeigen, dass man es auch „downgraden“ kann und ein schickes Kleid auch im Alltag tragen kann. Expresso Fashion ist ein Onlineshop, bei dem man unheimlich schicke, moderne und preisgünstige nachhaltige Mode kaufen kann. Expresso Fashion arbeitet mit nachhaltigen Materialien und lässt die Produkte unter fairen Bedingungen herstellen. Nachhaltigkeit wird bei Expresso Fashion also groß geschrieben und um das hervorzuheben arbeiten sie eng mit der „Fair Wear Foundation“ zusammen – mehr dazu könnt ihr hier nachlesen.

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Das erste Outfit ist das schickere von beiden – darin trage ich zum Kleid eine bordeauxrote Strickjacke von Pulll&Bear und Stiefeletten von Tamaris.

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Im zweiten Outfit habe ich das Kleid alltagstauglich komibiert mit einer Grobstrickjacke von Pull&Bear und mit Boots von C&A.

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Ein paar Worte zum Thema „Fair Fashion“ und bewussten Konsum im Allgemeinen wollte ich euch natürlich auch noch da lassen. Ich bin niemand, der den Zeigefinger hebt und darauf plädiert, dass nur Slow Fashion „richtig“ ist und dass jeder der „Fast Fashion“ konsumiert, verurteilt werden müsste. Erstens würde ich mir damit ins eigene Fleisch schneiden und mich selbst belügen, denn auch ich kaufe bei Mango, Zara, H&M usw., aber ich kaufe bewusst und nur das, was ich auch wirklich trage. Zweitens finde ich es nicht richtig, über andere zu urteilen und zu sagen, dass nur das eine richtig ist und alles andere falsch sei.

Ähnlich ist es doch auch bei Vegetariern oder Veganern – ich persönlich finde es klasse, wenn man versucht den Fleischkonsum zu reduzieren oder Eier nur noch vom Bauern zu kaufen oder, oder oder… Aber wenn jemand sich dazu entscheidet, jeden Tag Fleisch essen zu müssen, dann ist es so und dann würde ich das auch nicht verurteilen. Jeder sollte einfach so viel für sich und seine Umwelt tun, wie es für ihn/sie möglich ist.

Und genauso ist es auch mit Fair Fashion – wenn jemand sich dafür entscheidet, darauf zu achten, was, wann, wo und wie viel er/sie shoppt, dann find ich das klasse – aber auch wenn man manchmal bei Mango und Konsorten einkauft, heißt das nicht, dass man nicht nachhaltig ist oder dass man nicht bewusst konsumiert.

Jeder sollte einfach für sich das richtige Maß finden und selbst dazu stehen, wie er/sie konsumiert und in wie fern er Nachhaltigkeit im Alltag lebt und umsetzt!

Ich sehe in letzter Zeit ein positives Umdenken, ein bewusstes Umweltempfinden – und auch wenn wir mit langsamen und kleinen Schritten voran gehen – es ist die richtige Richtung und das ist super!

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Ich hoffe, mein „Ein Teil viel Style“ Outfit hat euch gefuallen und ihr konntet mal sehen, dass „Fair Fashion“ nicht langweilig und „öko“ aussehen muss. Wenn ihr mögt, lasst ihr mir einen Kommentar da, in dem ihr mir sagt, welches der zwei Otfits euch besser gefällt. Und wie steht ihr zum Thema „Fair Fashion“ und bewusstem, nachhaltigen Konsum? Oder habt ihr vielleicht noch nie darüber nachgedacht bisher? Ich freue mich auf euer Feedback!

Und wer macht alles beim „WardrobeRevolution Month“ mit?

01.04. Anna und Esther vom Kunstkinder Mag | 02.04. Larissa von Larytales | 03.04. Anna von Annanikabu | 04.04. Anni von Fashion Fika | 05.04. Vreni von Jäckle & Hösle | 06.04. Mirjam von My Green Style | 07.04. Julia von Schrift und Herz | 08.04. Mari von maridalor | 09.04. Justine von Justine kept calm and went vegan |  10.04. Corinna von Kissen und Karma | 11.04. Kim von Kim goes Öko | 2.04. Marisa von My fair Ladies | 13.04. Bina von Stryletz | 14.04. Julia und Anna von subvoyage | 15.04. Frauke von Ekulele | 16.04. Feli von Felitales | 17.04. Amina von Grasgrün & Himmelblau | 18.04. Franziska vonVeggie Love | 19.04. Sabrina von Today is… | 20.04. Barbara von Gretchens Fragen | 21.04. Chrisi vonMadame Chrisi | 22.04. Mia von Helilahey | 23.04. Julia und Agnes Pauline vom Nice to have Mag | und am 24.04. Lisa von at/least

* Das Kleid wurde mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt – danke an Expresso Fashion!

„Faire Fragen – Faire Antworten“ –

Puppa Fashion

Einen gemütlichen und schönen dritten Advent wünsch ich euch allen! Heute gibt es auch wieder ein „Faire Fragen – Faire Antworten“ Interview zu lesen und ganz unten ist auch wieder ein Gewinn für euch dabei! Dieses Mal habe ich Peter vom „Upcycling“-Fashionlabel Puppa Fashion interviewt:

Wer ist der Gründer und er ist immer noch an Bord?
Der Gründer von Puppa Fashion ist Tomaz Siftar. Er hatte die Idee zu dieser Marke im Jahr 2014 und entwickelte sie weiter zu dem heutigen Stand. Tomaz Siftar ist auch heute noch Geschäftsführer von Puppa Fashion. Puppa Fashion ist schnell gewachsen und hinter dem Label steht ein großartiges Team: Die Designerin Valerija Balazic, die PR-Expertin Darinka Pavlic Kamien, Marketing-Experte Peter Kamien und Tanja Titan, die für die Produktion von Puppa Fashion zuständig ist. Um sie herum arbeitet ein Team erfahrener Näherinnen, die die Leidenschaft für Mode verbindet.

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War die Idee der Nachhaltigkeit von Anfang an die Grundidee oder kam diese erst später?
Die Idee für nachhaltige Mode war von Anfang an in unseren Köpfen. Die Textilindustrie ist einer der größten Umwelt-Verschmutzer auf unserem Planeten und Textilabfälle bilden zur Zeit den am schnellsten wachsenden Abfallhaufen in der EU. Daher waren wir von Anfang an auf eine differenziertere Herstellung von qualitativ hochwertiger und modischer Kleidung fokussiert: umweltfreundliche Produktion und Gestaltung bei größtmöglicher Vermeidung von Textilabfällen. Für unsere Elegance Kollektion verwenden wir brandneue und hochwertige Strickmaterialien, die wir komplett verarbeiten. Null-% Abfallstrategie bei der Herstellung dieser Kollektion. Unsere Casual-Linie wird im up-cycling-Prozess hergestellt: Wir verwenden bestehende, aber nicht benutzte Kleidung. Diese Kleidung wird in kleinere Stücke zerschnitten aus denen neue Stücke mit einzigartigem Design und in speziellen Nähverfahren entstehen. Unsere One Offs-Linie besteht ausschließlich aus Unikaten, Einzelstücke, die nur in einem Design und einer Größe hergestellt werden. Sie werden in einer Kombination aus bestehender, aber nicht getragener Kleidung (Up-cycling) und aus gebrauchter Kleidung (Re-cycling) entworfen. Last but not least unsere Accessoires-Linie, die aus getragenen Jeans (Re-cycling) erzeugt werden. Es ist auch wichtig zu erwähnen, dass wir unsere Linien Elegance und Casual nicht im Voraus produzieren. Sie werden erst produziert, wenn wir den Kunden und seine Maße kennen. Diese Stücke sind also für unsere Kunden maßgeschneidert. Jeder Artikel ist mit einem personalisierten Etikett mit Herstellungsdatum und dem Namen der Person, für die es gemacht wurde, ausgestattet. So können wir sagen, dass jeder Artikel, den wir produzieren, in gewisser Weise einzigartig und personalisiert ist. Das ist ebenfalls ein kleiner Beitrag für den Schutz der Umwelt, indem wir keine Lager mit eventuell unverkaufter Ware produzieren..

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Wie sind Sie auf die Up-cycling Idee gekommen und von wo beziehen Sie das Material, aus dem dann ihre neuen Produkte entstehen?
Wir kamen auf die Idee des up-cycling, als wir sahen, wie viel unverkaufte Ware jedes Textilunternehmen produziert. Die meiste dieser Kleidung landen dann früher oder später in Deponien und diese großen Mengen von Textil-Abfällen stellen eine große Belastung für unsere Umwelt dar. Wir haben versucht, Lösungen zu finden, dieses Material zu verwenden und seinen Wert zu erhöhen, so dass es wieder für neue Zielgruppen interessant wird. Das brachte uns auf die Idee, unsere Kleidung, aus meist vorhandenen, neuen und unverkauften Kleidungsstücken im up-cycling herzustellen. Wir kaufen diese Kleidung aus früheren Saison-Kollektionen, die deren Hersteller nicht verkaufen konnten und noch auf Lager haben. Die meisten der Unternehmen, bei denen wir einkaufen sind in unseren Nachbarländern Italien, Österreich und Kroatien zuhause.

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Wo produzieren Sie? Ist es wirklich nur Europa (Slowenien) und warum?
Alle unsere Kleider werden in Murska Sobota, Slowenien, EU, produziert entworfen und produziert. Der Grund dafür ist einfach: Wir kommen aus dieser Stadt und diese Stadt hat eine sehr lange Geschichte in der Textilindustrie. Murska Sobota ist die Stadt, in der einst die größte europäische Textilfabrik Mura, die auch für BOSS produzierte, beheimatet war. Der Beginn der Textilindustrie in Murska Sobota geht zurück bis 1925. In der 1980er Jahren beschäftigte Mura mehr als 7.000 Mitarbeiter. Im späten 1990er Jahren begannen große Probleme für das Unternehmen, das durch 3 Insolvenzen ging und heute nicht mehr existiert. In unserer Region gibt es daher ein großes Potenzial an Textil-Wissen und viele qualifizierte Mitarbeiter. Dies ist auch einer unserer Missionen, diesen Menschen wieder faire Arbeitsbedingungen und Chancen zu geben, ihre Kreativität und ihre Fähigkeiten zu nutzen. Für uns bedeutet faire Produktion, dass wir mit unserer Produktion der Umwelt nicht schaden und dass wir lokale Facharbeiter beschäftigen und ihnen gute und sichere Arbeitsbedingungen bieten und ihnen auch helfen, ihre Würde zurückzugewinnen, die viele von ihnen bei 3 Insolvenzen verloren haben. Eine große Motivation sind auch faire Gehälter, die sie bekommen. Damit helfen wir ihren Familien und unserer gesamten Region.

Glauben Sie, dass sich der Markt verändert? Legen die Menschen heute mehr Wert auf faire Produktion und auf die Herkunft der Rohstoffe. Gibt es da eine Veränderung?
Alle Zeichen zeigen, dass sich die Kunden langsam ändern und mehr darauf, wie und wo ihre Kleider hergestellt werden. Aber dieser Prozess ist noch im Gange und funktioniert leider nur sehr langsam. Dazu kommt, dass mehr und mehr Menschen in schlechteren Bedingungen leben und viele von ihnen es sich nicht leisten können, viel Geld für ihre Kleidung auszugeben. Sie sind ganz einfach gezwungen, Kleidung zu kaufen, die sie sich leisten können. Das ist auch der Grund, warum wir die Preise unserer Kleidung so niedrig wie möglich halten, so dass unsere Mode auch bezahlbar ist. Selbstverständlich können wir nicht mit großen, multinationalen Unternehmen konkurrieren, die ihre Kleider mit viel niedrigeren Kosten produzieren können. Aber wir sind stolz und glücklich zu wissen, dass unsere Kleider in guter Umgebung von glücklichen und begeisterten Mitarbeitern hergestellt werden. Wir bieten auch viele unserer Einzelstücke in unserer Heimatstadt von Murska Sobota zu speziellen Preisen an, damit auch die Menschen sie sich leisten können, die sonst nicht in der Lage dazu wären. Diese Stücke werden zum Teil gerade einmal zu Produktionskosten verkauft.

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Veruchen Sie persönlich ihre Umgebung zu überzeugen, mehr auf Qualität als auf Quantität zu achten? Wie ist Ihr persönliches Kaufverhalten in dieser Richtung?
Wir bei Puppa Fashion versuchen, die Leute davon zu überzeugen, intelligent und mit Umweltbewusstsein einzukaufen. Die Leute sollten beginnen, mehr auf Qualität vor Quantität zu achten. Wie bereits erwähnt gibt es leider gerade in unserer Region viele Fälle, in denen die Menschen sich das leider nicht leisten können. Qualität ist in der Regel auch meistens teurer. Dies ist auch der Grund, für unsere speziellen lokalen Angebote von einzigartiger Qualitäts-Kleidung zu sehr niedrigen Preisen. Die meisten unserer Mitarbeiter folgen dieser Einstellung in ihrem eigenen Einkaufs-verhalten. Sie achten immer mehr darauf, was sie kaufen und in letzter Zeit kaufen sie mehr und mehr ihrer eigene Kleidung und auch Kleidung als Geschenke für Familie und Freunde bei Puppa Fashion.

Gibt es noch etwas, über das Sie meine Leser infomieren möchten?
Ich kann unsere Philosophie in einem Satz zusammenfassen: Puppa Fashion bietet einen frischen und einzigartigen Mode-Stil. Denn wir lieben Mode und kümmern uns um unsere Kunden, um die Umwelt und unsere Mitarbeiter. Wir hoffen, dass Sie und Ihre Leser unsere Geschichte und unsere Art und Weise, wie wir an das Thema herangehen, schätzen. Puppa Fashion präsentiert ein neues Angebot auf dem Textilmarkt. Für uns bei Puppa Fashion, ist jede Frau einzigartig und sollte die Kleidung tragen, die ihre Persönlichkeit unterstreicht. Auch das ist der Grund, warum unsere Kleider in limitierter Auflage und reiner Handarbeit gefertigt werden und mit Ihrem Namen auf dem Etikett versehen sind. Wir hoffen, dass immer mehr Kunden unsere Kleidung tragen und sind zuversichtlich. Gemeinsam können wir die Mentalität etwas ändern und hoffentlich folgen auch andere Unternehmen diesem Weg der Produktion bei Vermeidung von Textilabfällen zum Schutz unsererer Umwelt.

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Und wieder bin ich unheimlich glücklich, dass ich euch so ein tolles faires Label vorstellen konnte und wir gemeinsam einen Einblick hinter die Kulissen bekommen konnten! Wie hat euch das Interview gefallen und was sagt ihr zu dem Konzept von Puppa Fashion? Mir gefällt es total und darum freu ich mich auch sehr euch das folgende Gewinnspiel vorstellen zu können:

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Gewinn: Der Gewinner / die Gewinnerin bekommt die wunderhübsche Tasche, die auf dem Bild zu sehen ist, geschenkt!

Voraussetzungen: Du kommst aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz und bist über 18 Jahre alt (ansonsten benötige ich eine Einverständniserklärung deiner Eltern, solltest du gewinnen)

Aufgabe: Schreibt mir als Kommentar, welche 3 Adjektive euch zu Puppa Fashion einfallen und ich würde mich über ein kurzes Feedback zu meiner Reihe „Faire Fragen – Faire Antworten“ freuen – dazu bitte eine gültige Emailadresse und schon bist du im Lostopf!

Ansonsten müsst ihr euch einfach nur selbst die Däumchen drücken – das Gewinnspiel läuft bis nächste Woche Sonntag (20.12.2015 09:30 Uhr morgens) und der Gewinner/die Gewinnerin wird direkt im nächsten Advents-Interviewpost veröffentlicht! Viel Glück!

Und jetzt seid ihr sicher schon ganz gespannt, wer beim letzten Adventssonntagsgewinnspiel gewonnen hat und sich etwas Schönes bei Kaalee aussuchen darf!? Gewonnen hat: Kati!
Herzlichen Glückwunsch! Eine Mail ist unterwegs zu dir! :-)