Schlagwort: Bullitour

Unsere Bullitour durch Deutschland – Besichtigung der Villa Borg

Heute geht es weiter mit einem „Bullitour durch Deutschland“ Beitrag und bald sind wir dann auch endlich durch damit und ich kann dann endlich von meinen Reisen im Januar, April und Juni berichten. Für den nachmittag unserer Bloggerreise im Saarland, hatten wir die Wahl zwischen einer Weinwanderung und der Besichtigung der Villa Borg. Eigentlich hätte ich sofort gesagt – Weinwanderung klingt klasse, aber da wir am nächsten Tag wieder ausgeschlafen sein wollten und dann ja einer von uns wieder mit dem Bulli weiterfahren musste, haben wir uns gegen Wein und für die Villa entschieden. Ich konnte mir ehrlich gesagt nicht so viel darunter vorstellen, und wäre ehrlich gesagt viel lieber in unserem wunderschönen Hotelzimmer geblieben. Aber manchmal muss man ja auch zu seinem Glück gezwungen werden und so war ich ganz froh, dass ich am gesamten Programm teilgenommen und auch die Villa Borg besichtigt habe.

Villa Borg_Villa im Saarland_Saarland_Urlaub im Saarland_Villa Besichtigung_Besichtigung Villa Borg_Deutschlandreise_Tourismus Saarland_Reiseblog Saarland_Annanikabu (13) Villa Borg_Villa im Saarland_Saarland_Urlaub im Saarland_Villa Besichtigung_Besichtigung Villa Borg_Deutschlandreise_Tourismus Saarland_Reiseblog Saarland_Annanikabu (15)

Was ich während der Bloggerreise im allgemein festgestellt habe: Man lernt so viel, wenn man sich solche Orte mit einem Touristenführer anschaut, der nochmal kleine Einzelheiten und interessante Geschichten erzählen kann. Wenn mein Mann und ich allein Urlaub machen, schauen wir uns solche Orte meist auf eigene Faust an – das mag ich eigentlich auch lieber, da man so unabhängig einfach da schauen kann, wo es einem gefällt. Aber wenn man eine Führung durch so einen historischen Ort hat, dann lernt man noch mehr, als wenn man sich nur Infotäfelchen durchliest und allein alles auf sich wirken lässt. Das kommt natürlich auch immer auf denjenigen an, der einen führt, aber sowohl auf der Völklinger Hütte, als auch hier in der Villa Borg hatten wir super informative Führungen mit kleinen detaillierten Informationen und Fragen wurden auch direkt beantwortet.

Villa Borg_Villa im Saarland_Saarland_Urlaub im Saarland_Villa Besichtigung_Besichtigung Villa Borg_Deutschlandreise_Tourismus Saarland_Reiseblog Saarland_Annanikabu (12)

Villa Borg_Villa im Saarland_Saarland_Urlaub im Saarland_Villa Besichtigung_Besichtigung Villa Borg_Deutschlandreise_Tourismus Saarland_Reiseblog Saarland_Annanikabu (14)

Also lasst euch ein auf eine Reise in die Antike und folgt mir zur und durch die Villa Borg:

Abgelegen hinter einigen Bergen und Wäldern, weit ab von jeglicher Zivilisation liegt die Villa Borg. Der Begriff „Villa“ bezieht sich dabei nicht nur auf die Gebäude (wie ich immer dachte), sondern auf das gesamte Grundstück inklusive Gebäude, Weide- und Anbauflächen. Folgt mir über die Brücke durch das Eingangstor bis hin zum Brunnen inmitten des wunderschönen Gartens. Rings rum wachsen Buchsbäume und ein einheitliches Beetlabyrinth erstreckt sich über die gesamte Breite des Gebäudes und umschließt somit den wunderschönen Eingangsbereich des Hauptgebäudes der Villa. Zur Linken befinden sich Räumlichkeiten, welche früher als Schlafräume genutzt wurden, zur Rechten befindet sich die große Küche inklusive Speisekammer und geradeaus gehen wir auf das Hauptgebäude mit eindrucksvollem Eingangsbereich, Bädern und Entspannungsräumen zu. Das Haupthaus wurde haupsächlich genutzt, wenn Gäste zu Besuch waren. Der prunkvolle Eingangsbereich mit hoher Kuppeldecke und schönen Ornamenten an den Decken lud die Gäste ein und sollte direkt mit dem ersten Eindruck Reichtum vermitteln. Es wurde gemeinsam ein Bad genommen, danach entspannt und nebenbei wurde Privates sowohl als auch Geschäftliches besprochen. Nach dem Aufenthalt im Bad ging es in den nächsten Raum, in dem sie sich entspannt haben (sozuagen, wie heutzutage die Sauna). In diesem Raum gab es einen kleinen Ofen, der für die Fußbodenbeheizung gesorgt hat.

Villa Borg_Villa im Saarland_Saarland_Urlaub im Saarland_Villa Besichtigung_Besichtigung Villa Borg_Deutschlandreise_Tourismus Saarland_Reiseblog Saarland_Annanikabu (16) Villa Borg_Villa im Saarland_Saarland_Urlaub im Saarland_Villa Besichtigung_Besichtigung Villa Borg_Deutschlandreise_Tourismus Saarland_Reiseblog Saarland_Annanikabu (17)

Aber nicht nur baden und entspannen konnte man auf der Villa. Auch für das leibliche Wohl wurde gesorgt, sowohl damals, als auch heute. Die alte Küche ist in so fern ein interessanter Raum, da noch alte Öfen und Schwenktöpfe vorhanden sind und man so einen super Eindruck davon bekommen kann, wie hier damals gekocht und gebacken wurde. Neben dieser alten Küche befindet sich heutzutage ein Restaurant, in dem man leckere Speisen angelehnt an die damalige Zeit genießen kann.

Villa Borg_Villa im Saarland_Saarland_Urlaub im Saarland_Villa Besichtigung_Besichtigung Villa Borg_Deutschlandreise_Tourismus Saarland_Reiseblog Saarland_Annanikabu (7) Villa Borg_Villa im Saarland_Saarland_Urlaub im Saarland_Villa Besichtigung_Besichtigung Villa Borg_Deutschlandreise_Tourismus Saarland_Reiseblog Saarland_Annanikabu (8)

Villa Borg_Villa im Saarland_Saarland_Urlaub im Saarland_Villa Besichtigung_Besichtigung Villa Borg_Deutschlandreise_Tourismus Saarland_Reiseblog Saarland_Annanikabu (9)

Ich fühlte mich bei dieser Villabesichtigung in die Antike zurückversetzt und habe mir bildlich vorstellen können, wie damals so ein Leben abgelaufen sein könnte. Man bekommt „hinter den Kulissen“-Eindrücke und kann dort wirklich schöne Dinge finden. Also, falls ihr mal im Saarland unterwegs sein solltet und euch für alte Gebäude, Geschichte und Villen interessiert, dann solltet ihr die Villa Borg unbedingt einmal besichtigen!

Villa Borg_Villa im Saarland_Saarland_Urlaub im Saarland_Villa Besichtigung_Besichtigung Villa Borg_Deutschlandreise_Tourismus Saarland_Reiseblog Saarland_Annanikabu (5)

Villa Borg_Villa im Saarland_Saarland_Urlaub im Saarland_Villa Besichtigung_Besichtigung Villa Borg_Deutschlandreise_Tourismus Saarland_Reiseblog Saarland_Annanikabu (10)

Victor’s Seehotel Weingärtner – unsere Bullitour durch Deutschland – Tag 5

Nachdem wir die Flugausstellung verlassen hatten, machten wir uns langsam auf den Weg zum Victor’s Seehotel Weingärtner. Hier nutzten wir zum ersten Mal unser Handy als Navi, damit wir das Hotel auch auf Anhieb finden konnten und nicht noch lange rumkurven mussten. Im Nachhinein ist uns aufgefallen, dass es überhaupt nicht schwer zu finden und auch super ausgeschildert war.

DSC_0501 (2)

Wir erreichten das Hotel dann gegen 13 Uhr und parkten unseren Bulli dort für die nächsten 2 Tage auf dem Hotelparkplatz. An der Rezeption angekommen, wurden wir freundlich in Empfang genommen und uns wurde frisches Obst angeboten – das hab ich bisher noch in keinem anderen Hotel erlebt und es war wirklich eine positive Überraschung! Danach bekamen wir unsere Zimmerschlüssel und machten uns auf den Weg in unser Zimmer. Dort angekommen bestaunte ich als erstes die hübsche Bemalung an der Tür – alle Zimmertüren hatten ein hübsches (ich gehe davon aus: handbemaltes) Blumenmuster.

DSC_0484 (2) DSC_0566 (2)

Das Zimmer passte zum ganzen rustikalen und gemütlichen Ambiente des Hotels – es war mit Holzmöbeln ausgestattet und zwischen Bett und Sitzecke war ein offener Holzbalken als Abtrennung. Ich fühlte mich direkt wohl darin, denn ich liebe offene Balken und diesen rustikalen „Holzhüttencharme“ – ich fühlte mich direkt angekommen und heimisch. Als ich dann auch noch den die Flasche Sekt und das Herz aus Rosenblättern auf dem Bett sah, war es um mich geschehen! Ich realisierte wieder, dass es ja unsere „Flitterwochen“ waren und wir freuten uns unheimlich darüber, dass das Hotelpersonal daran gedacht hat und uns so herzlich in Empfang genommen hat. Danach entdeckte ich den Balkon und den herrlich schönen Ausblick auf eine Wiese mit herbstfarbenen Bäumen – ich ging raus, freute mich meines Lebens und küsste meinen Herzmann. Es fühlte sich an, wie in einem wunderschönen Traum, aber es war Wirklichkeit!

DSC_0263 (2) DSC_0264 (2)

DSC_0259 (2)

Nachdem wir unsere erste Freude wieder unter Kontrolle gebracht hatten, ich von allen shönen Dingen Fotos gemacht hatte und wir das Zimmer ausgiebig inspiziert hatten, ging es für uns wieder nach draussen und wir erkundeten die Umgebung. Uns wurde bereits vorher erzählt, dass das Hotel direkt an einem schönen See liegt, an dem man schön spazieren gehen kann und genau das taten wir dann auch. Direkt neben dem Haupteingang des Hotels ging ein kleiner Fußweg in einen Wald hinein und wenn man dem ca. 250 meter folgte, war man direkt am See. Wir liefen, genossen den Wind, der uns um die Nase pustete und ich machte ganz viele Fotos – von den schönen herbstfarbenen Bäumen, vom Laub, von Pilzen, dem Wald, dem See und meinem Herzmann.

DSC_0347 (2) DSC_0358 (2)

DSC_0313 (2)

Nach unserem Spaziergang trafen wir uns direkt mit den anderen Bloggern – es war ja eine Bloggerreise (meine erste – und hoffentlich nicht letzte!). Es war eine kunterbunt gemischte Gruppe aus erfahrenen und neuen, jungen und älteren Reisebloggern. Viele kannten sich untereinander schon von Events oder anderen Reisen, aber wir wurden direkt herzlich in die Gruppe mit aufgenommen und freuten uns sehr, alle anderen kennenzulernen und uns auszutauschen. Das ist übrigens eines der Dinge, die ich am Bloggen am meisten mag – andere Menschen kennenlernen, die ähnliche Interessen haben, sich austauschen, gemeinsam Pläne schmieden, kreativ sein und auch nach so einem Treffen noch weierhin in Kontakt bleiben und verfolgen, was die anderen so treiben. Irgendwie sind solche Bloggertreffen wie Familientreffen – manche kennt man besser, andere sieht man nur einmal im Jahr und man freut sich aber jeden Mal, wenn man sich wieder sieht oder auf dem Blog des anderen vorbeischaut und sieht, was er/sie tolles erlebt hat!

DSC_0400 (2)

Wir wurden dann vom Hotelchef persönlich in Empfang genommen und durch das Hotel geführt. Erst gingen wir in den Keller, in der wir an der Bar mit einem leckeren Sekt empfangen wurden und von dort die Hausführung starteten. Der Keller beinhaltet nämlich neben der Bar noch einen Konferenzraum, in dem früher eine Disco war. Und zwar nicht nur irgendeine normale Dorfdisco – nein, DIE Disco schlechthin, die von allen aus dem gesamten Umkreis gut besucht wurde, denn unter der Tanzfläche, die aus Glas bestand, schwammen Haie – ja, ihr hört richtig! Echte Haie! Das war sicher sehenswert und spannend, aber irgendwann wurde entschieden, dass aus der Haifischbar ein Hotel gemacht wird und da kam dann ein ganz normaler Konferenzraum hin, so dass die Haie schwinden mussten…

DSC_0525 (2) DSC_0552 (2)
DSC_0555 (2) DSC_0507 (2)

Danach schauten wir uns noch die anderen Zimmer an – es gab Zimmer, die gerade letztes Jahr ganz neu renoviert und eingerichtet wurden. Sie wurden mit neuen Möbeln estückt und etwas modernen eingerichtet, als unsere rustikalen Zimmer. So war für jeden Geschmack ein Zimmer bezugsbereit! Ich muss sagen, so ein modernes Zimmer ist natürlich auch schön, aber ich mochte unsere mit Holzbalken usw. ein bisschen lieber, weil sie so gut ins Umfeld passen und sich durch den rustikalen Charme von anderen modernen Hotels abheben.

DSC_0560 (2)

Nachdem uns das Hotel und die Zimmer gezeigt wurden,hatten wir noch einmal Zeit uns „frisch“ zu machen, um dann den abend gemeinsam in der Grillhütte des Hotels zu verbringen. Was ich bis zu dem abend noch gar nicht wusste – es ist anscheinend ganz typisch im Saarland, dass auf einem Schwenkgrill gegrillt wird – man sagt dazu auch „schwenken“. Zwar hab ich persönlich keinen Unterschied zum „normalen grillen“ geschmeckt, aber es war alles unheimlich lecker! Unsere Gruppe bestand übrigens aus 12 Personen und als wir die Hütte betraten, dachte ich, dass das Essen für alle Hotelgäste reichen würde. Da es aber so unheimlich lecker war und wir alle ganzschön viel Hunger haben, ging am Ende doch das meiste weg! Wir saßen alle gemeinsam an einer langen Tafel, aßen ausgiebig, tranken dazu gemütlich ein Bierchen (oder was auch immer die anderen getrunken haben) und machten eine kleine Vorstellungsrunde. Jeder erzählte kurz, wo er/sie herkam, worum es auf dem Blog geht und wie er/sie zum Bloggen kam. Das war unheimlich spannend und man hat da schon so viel über die anderen gelernt und konnte danach super in Gespräche eintauchen, in dem man Informationen wieder aufgriff, oder sich über gemeinsame Bloghtemen unterhielt. So verbrachten wir den Rest des abends mit vollen Bäuchen vom schwenken und mit lustigen, interessanten Gesprächen und der Vorfreude auf den nächsten Tag…

DSC_0561 (2)

Euskirchen und Bonn

unsere Bullitour durch Deutschland – Tag 3

Heute sind wir von der Sonne geweckt worden. Sie schien auf den Bulli, so dass ihn eine wohlige Wärme füllte und ein paar Sonnenstrahlen bahnten sich den Weg an den Gardinen vorbei und endeten auf meinem Arm. Es war wunderschön, dieses Gefühl der Freiheit, der Ruhe und der Glückseligkeit. Dieses Gefühl, zu wissen, einfach liegen bleiben zu können, wenn man das gerne möchte, oder aufstehen, raus gehen und die Sonne mit einem Lachen begrüßen zu können. Ich entschied mich für zweiteres, schob die Gardine zur Seite und lachte der Sonne und dem kommenden Tag mit seinen Abenteuern entgegen.

Deutschlandtour_Bullitour_Deutschlandreise_Reise durch Deutschland_mit dem Bulli durch Deutschland_Flitterwochen in Deutschland_Hochzeitsreise durch Deutschland_Urlaub in Bonn_Bonn_3  (7786770) Deutschlandtour_Bullitour_Deutschlandreise_Reise durch Deutschland_mit dem Bulli durch Deutschland_Flitterwochen in Deutschland_Hochzeitsreise durch Deutschland_Urlaub in Bonn_Bonn_3  (7786772)

Wir frühstückten ganz gemütlich auf dem Rastplatz, auf dem wir übernachtet hatten und hatten sogar das Glück, eine frische Dusche nehmen zu können. Da achtet man normalerweise nie drauf, wenn man auf Rastplätzen ist (ich hab das jedenfall noch nie gesehen), aber es gibt da auch Duschen. Meistens nur für die Fernfahrer, aber bei diesem Rastplatz gab es gar eine extra abgetrennte Dusche für Frauen. Da konnte man dann ganz gemütlich und in Ruhe duschen und sich umziehen und dann war ich wieder frisch und konnte perfekt in den Tag starten! Zum Frühstück gab es dann frische Brötchen und Kakao und dann machten wir uns gegen halb 11 auf die Weiterfahrt Richtung Westen.

Deutschlandtour_Bullitour_Deutschlandreise_Reise durch Deutschland_mit dem Bulli durch Deutschland_Flitterwochen in Deutschland_Hochzeitsreise durch Deutschland_Urlaub in Bonn_Bonn_3

Deutschlandtour_Bullitour_Deutschlandreise_Reise durch Deutschland_mit dem Bulli durch Deutschland_Flitterwochen in Deutschland_Hochzeitsreise durch Deutschland_Urlaub in Bonn_Bonn_3  (7786774)

Wie ihr vielleicht auf der Karte schon gesehen habt, sind wir kurz vor Dortmund weiter Richtung Süden gefahren. Eigentlich hatte ich geplant noch einen kurzen Abstecher nach Duisburg zum „Tiger and Turtle“ zu machen, aber das sah auf der Karte so weit entfernt aus, dass wir das einfach für einen nächsten Wochenendtrip geplant haben. Also irgendwann in 2016 wird es ganz sicher noch nach NRW für uns gehen und dann schauen wir uns das „Tiger and Turtle“ live an. Also als wir entschieden hatten, dass es für uns weiter gen Süden geht, waren wir uns noch nicht sicher, welchen Ort wir uns als nächstes anschauen wollten. Wir fuhren also erstmal drauf los und irgendwann landetetn wir in Euskirchen. Weil uns langsam der Hunger plagte und wir auch mal Fahrertausch machen wollten, sind wir in die Stadt reingefahren, ein wenig spazieren gegangen und können nun auch sagen „Euskirchen haben wir gesehen, da müssen wir aber nicht unbedingt wieder hin,“. Also so wunderhübsch, wie viele andere Städte, die wir auf unserer Reise gesehen haben, war es dort nicht…

Deutschlandtour_Bullitour_Deutschlandreise_Reise durch Deutschland_mit dem Bulli durch Deutschland_Flitterwochen in Deutschland_Hochzeitsreise durch Deutschland_Urlaub in Bonn_Bonn_3  (7786769)

Nach unserem Aufenthalt sind wir dann wieder zurück Richtung Autobahn und haben uns dann spontan dafür entschieden, uns noch die ehemalige Hauptstadt anzusehen: Bonn. Und ich muss sagen, dass war eine der besten Entscheidungen, die wir an dem Tag getroffen haben (die beste erzähle ich euch gleich noch!). Bonn war bereits von der Straße aus super schön, wir haben hübsche Gebäude gesehen und sind über den Rhein gefahren. Dann haben wir unseren Bulli auf einem Krankenhausparkplatz abgestellt und sind einfach losgelaufen und haben uns (wie wir das so gerne machen) einfach treiben lassen. Wir parkten auf der „anderen Seite des Rheins“ – also da, wo nicht die Innenstadt war, darum mussten wir als erstes über die Brücke laufen und da haben wir schon nicht schlecht gestaunt, was Bonn so zu bieten hat. Ich muss ja sagen, ich mag Städte am Wasser eh sehr gern. Ob es nun Porto, Prag, Hamburg oder Köln ist – alle Städte die am Wasser liegen haben irgendwie einen besonderen Charme. So auch Bonn! Wir bestaunten also die Aussicht, machten ein paar Erinnerungsfotos und gingen dann weiter Richtung Innenstadt, die uns auch sehr gefiel – hier konnten wir alte Gebäude bestaunen und liefen durch den Markt, der an dem Tag gerade auf dem Platz in der Innenstadt stattfand.

Deutschlandtour_Bullitour_Deutschlandreise_Reise durch Deutschland_mit dem Bulli durch Deutschland_Flitterwochen in Deutschland_Hochzeitsreise durch Deutschland_Urlaub in Bonn_Bonn_3  (7786775)

Auf dem Weg vom Bulli bis zum Rhein hatten wir schon das Restaurant ausmachen können, in dem wir abends essen wollten. Wir hatten uns nämlich vorgenommen in jeder Stadt/jedem Bundesland etwas typisches zu essen und als wir dann an einer Ecke das Restaurent/die Kneipe „zur Rheinbrücke“ sahen und dort der (anscheinend) lokal typische rheinische Sauerbraten vom Pferd auf der Karte stand, war klar, wo wir abends essen werden. Also sind wir dann, als es langsam dunkel wurde und unsere Mägen sich bei uns meldeten (wenn man den ganzen Tag auf den Beinen und an der frischen Luft ist, geht das schnell mit dem leeren Magen) wieder Richtung Brücke gegangen und ich habe noch super schöne Bilder im Dunkeln vom Rhein und dem schön beleuchteten Bonn machen können:

Deutschlandtour_Bullitour_Deutschlandreise_Reise durch Deutschland_mit dem Bulli durch Deutschland_Flitterwochen in Deutschland_Hochzeitsreise durch Deutschland_Urlaub in Bonn_Bonn_3  (7786780)

Deutschlandtour_Bullitour_Deutschlandreise_Reise durch Deutschland_mit dem Bulli durch Deutschland_Flitterwochen in Deutschland_Hochzeitsreise durch Deutschland_Urlaub in Bonn_Bonn_3  (7786777)

Deutschlandtour_Bullitour_Deutschlandreise_Reise durch Deutschland_mit dem Bulli durch Deutschland_Flitterwochen in Deutschland_Hochzeitsreise durch Deutschland_Urlaub in Bonn_Bonn_3  (7786778)

Jetzt kommen wir zur Anekdote unseres dritten „Flitterwochen Bullitour durch Deutschland“ Reisetages: und zwar betraten wir das Restaurant bzw. die Kneipe „zur Rheinbrücke“ und es baute sich im vorderen Bereich bereits eine Liveband auf. Diese Band bestand aus 4 oder 5 (ich weiß es leider nicht mehr genau) Männern mit einem geschätzten Altersdurchschnitt von 70. Und diese Band hat gerockt, sag ich euch! Wir saßen also da in einer Kneipe, tranken Kölsch, aßen rhenischen Sauerbraten vom Pferd (bzw. Michael hatte ihn bestellt und ich hab probiert), für mich gabs ein stinknormales Schnitzel mit Pommes und lauschten der ziemlich coolen Jazzmusik der Liveband und wippten im Takt mit. Die Kneipe war auch ziemlich voll und ich hatte das Gefühl, dass die meisten Gäste nur wegen der Band dort waren. Wir hatten also unheimliches Glück, an dem Tag in Bonn gewesen zu sein und uns „zur Rheinbrücke“ als unseren Abendessenspot ausgesucht zu haben! An dem Abend ist mir mal wieder bewusst geworden, dass man viel öfter auch einfach mal etwas „Neues“ machen sollte. Einfach so in eine alte urige Kneipe in einer fremden Stadt gehen und cooler Musik lauschen – das war wirklich schön und wir haben uns an dem abend dort sehr wohl gefühlt!

Deutschlandtour_Bullitour_Deutschlandreise_Reise durch Deutschland_mit dem Bulli durch Deutschland_Flitterwochen in Deutschland_Hochzeitsreise durch Deutschland_Urlaub in Bonn_Bonn_3  (7786779)

Eigentlich hatten wir erst überlegt, am abend noch ein Stückchen weiter zu fahren, um ein wenig Strecke hinter uns zu bringen und dann am nächsten morgen bereits in eienm neuen Ort aufzuwachen und den direkt erkunden zu können. Da es in der Kneipe aber so nett war und wir lieber einen gemütlichen abend mit 1-2 Kölsch und guter Musik verbracht haben, haben wir uns nach einem kleinen Verdauungsspaziergang am Rheinufer dafür entschieden, einfach nur noch in den Bulli zu fallen, schnell unser Nachtquartier aufzuschlagen und zu schlafen. Am nächsten morgen mitten im Getummel auf dem Krankenhausparplatz aufzuwachen war zwar etwas komisch – aber dazu mehr im nächsten Post!

Ich muss euch ja noch von unserer „am Bulli-stoß“-Statistik des dritten Tages berichten. Und zwar musste mein Kopf an dem Tag 5 Mal dran glauben (ja, es kann sein, dass das Kölsch daran Schuld hatte, haha) und Michael hat seinen Arm gegen die Bullidecke gehauen – autsch…

Morgen geht es dann weiter mit unserer Bullitour – ich kann euch schon verraten, es wird weiterhin um Wasser gehen und um einen ganz bestimmten und sehr bekannten Punkt, der mit Wasser zu tun hat – na, wer errät es?

Deutschlandtour_Bullitour_Deutschlandreise_Reise durch Deutschland_mit dem Bulli durch Deutschland_Flitterwochen in Deutschland_Hochzeitsreise durch Deutschland_Urlaub in Bonn_Bonn_3  (7786773)

Lutherstadt Eisleben

unsere Bullitour durch Deutschland – Tag 2

Gestern gab’s den ersten Streich und der zweite folgt zugleich: Wir wachten so gegen halb 9 im Bulli auf. Es war ganz schön kalt und die Scheiben waren beschlagen. Somit öffneten wir die Fenster zum Lüften, zogen uns etwas an und putzten wieder unsere Zähne mit dem Kanisterwasser. Danach ging dann der Spaß des Bulliumbaus wieder los, dieses Mal nur anders herum – wir nahmen also die Gardinen wieder von den Fenstern (denn beim Fahren wollten wir ja etwas sehen!), dann wurde das Bett wieder umgebaut und der Tisch hochgeklappt, sodass man daran gemütlich frühstücken konnte. Bereits bei dieser „Umbausession“ stieß ich mir 2 Mal den Kopf – wobei wir wieder beim Thema „aus Fehlern lernt man“ wären! ;-) Da wir aber nicht auf der nach Benzin stinkenden Raststätte frühstücken wollten, ging es erstmal los und wir fuhren weiter Richtung Halle, wo wir uns bei einem kleinen Penny ein wenig mit Frühstücksleckereien endeckten. Danach ging es weiter über Land und wir hielten einfach mitten im Grünen zwischen Halle und der süßen kleinen Lutherstadt Eisleben (ja, schon wieder eine Lutherstadt!).

Deutschlandtour_Lutherstadt_Lutherstadt Eisleben_Eisleben_schöne Städte im Osten_Osten_DDR_bunte Gebäude_schöne Gebäude_Flitterwochen_Hochzeitsreise (5)

Wir kochten uns ein bisschen Wasser für Tee, schmierten uns frische Brötchen, genossen das Essen, den Ausblick und machten es uns gemütlich. Das auf dem Foto war unser Ausblick beim Frühstück! Super schön, oder? Gegen 11:00 Uhr ging es dann weiter und wir fuhren nach Eisleben rein. Da ich beim Durchfahren durch dieses kleine Städchen ganz viele kleine pastellfarbene Häuser gesehen habe und die zuckersüß fand, mussten wir natürlich einen Parkplatz in der Nähe suchen, damit ich die Häuser (für euch) fotografieren konnte. Wir liefen also durch diesen beschaulichen Ort und ich kam aus dem „Oh, schau mal, eine schöne Kirche!“ und „Hach, wie niedlich ist denn dieser Platz“- Staunen gar nicht mehr raus! Wer hätte gedacht, dass die Lutherstadt Eisleben so niedlich und ansehnlich ist, dass wir uns da insgesamt 5 Stunden aufgehalten haben? Also ich vorher nicht!

Deutschlandtour_Lutherstadt_Lutherstadt Eisleben_Eisleben_schöne Städte im Osten_Osten_DDR_bunte Gebäude_schöne Gebäude_Flitterwochen_Hochzeitsreise (1)

Deutschlandtour_Lutherstadt_Lutherstadt Eisleben_Eisleben_schöne Städte im Osten_Osten_DDR_bunte Gebäude_schöne Gebäude_Flitterwochen_Hochzeitsreise (6)

Wieso Eisleben auch eine Lutherstadt ist, fragt ihr euch? Das kann ich euch erzählen! Passt auf, jetzt kann ich so richtig angeben, denn ich stand vor dem Haus, in dem Martin Luther höchstpersönlich gestorben ist (#ironieoff)- und weil das sein „Sterbeort“ ist, haben die lieben Leute (wer auch immer) diese Stadt zu einer Lutherstadt gemacht. Wir waren am Freitag gegen 12:00 Uhr dort unterwegs und ihr seht es ja auf den Bildern selbst: es war keine Menschenseele unterwegs. Wenn man vorher die Berliner Verhältnisse gewohnt ist, fragt man sich auch, wo man hier gelandet ist. Und die Wirtschaft scheint da auch nicht gerade gut zu laufen – es gab viele geschlossene Geschäfte, heruntergekommene Häuser und die Wohnungen (in die man reinschauen konnte) sahen auch alle aus, als wären sie in den 80ern stehen geblieben.

Deutschlandtour_Lutherstadt_Lutherstadt Eisleben_Eisleben_schöne Städte im Osten_Osten_DDR_bunte Gebäude_schöne Gebäude_Flitterwochen_Hochzeitsreise (13)

Andererseits konnten wir so diese Ruhe genießen, wir konnten durch die kleinen Gassen schlendern und fühlten uns unbeobachtet und ich konnte überall viele Bilder machen! Es war schon fast idyllisch – diese weinberankten Gebäude, die kleinen Plätze mit großen Kastanienbäumen und Bänken darunter und ganz besonders die vielen schicken Häuser mit alten, hübschen Türen:

Deutschlandtour_Lutherstadt_Lutherstadt Eisleben_Eisleben_schöne Städte im Osten_Osten_DDR_bunte Gebäude_schöne Gebäude_Flitterwochen_Hochzeitsreise (7) Deutschlandtour_Lutherstadt_Lutherstadt Eisleben_Eisleben_schöne Städte im Osten_Osten_DDR_bunte Gebäude_schöne Gebäude_Flitterwochen_Hochzeitsreise (10)

Deutschlandtour_Lutherstadt_Lutherstadt Eisleben_Eisleben_schöne Städte im Osten_Osten_DDR_bunte Gebäude_schöne Gebäude_Flitterwochen_Hochzeitsreise (9)

Um ca. 17:00 Uhr machten wir uns dann wieder auf den Weg zu unserem Bulli, der noch immer brav auf dem Parkplatz wartete und machten uns bereit für die Weiterreise. Da die Landschaft uns in der Gegend total gut gefallen hat, entschieden wir uns spontan einfach über Land weiter zu fahren und hielten uns an die Schilder Richtung Köln/Bonn. Während den nächsten 3 Stunden fahrt haben wir so einige Tiere gesehen: direkt 2 Meter vor unserem Auto flog eine Weihe vorbei, braun- und schwarzgepunktete Kühe sahen wir auf einer Weide im Wartburgkreis, wir sind an einer Straußenfarm vorbeigefahren und haben ca. 10 Schwäne auf einer Wiese gesehen und zum Ende hin noch eine traurige (aber auch irgendwie lustige) Geschichte: Ich hab, wenn Michael gefahren ist, immer Ausschau nach Schildern, Tieren und anderen spannenden Dingen gehalten und er hat sich auf die Fahrt konzentriert. Als wir aus einem Ort rausfuhren sah ich ganz viele kleine Shetlandponys auf einer Weide und freute mich total (ihr wisst ja – ich bin früher auch geritten und irgendwie vermiss ich Pferde und Tiere um mich herum im Allgemeinen total…), jedenfalls freute ich mich und rief in meiner piepsigen „ich feu mich gerade total“-Mädchenstimme „Schau mal Schatz, da sind ganz viele kleine Ponys“ und er nur ganz platt: „oh, das ist die Weide von dem Wursthof, an dem wir gerade vorbei gefahren sind!“. Ich wusste nicht genau, ob ich da weinen oder lachen sollte, aber jetzt im Nachhinein betrachtet war die Situation einfach nur witzig und ich wollte sie euch natürlich nicht vorenthalten! ;-)

Deutschlandtour_Lutherstadt_Lutherstadt Eisleben_Eisleben_schöne Städte im Osten_Osten_DDR_bunte Gebäude_schöne Gebäude_Flitterwochen_Hochzeitsreise (11)

Wir fuhren also bis ca. 20:30 weiter auf der Landstraße bis wir ein Autobahnschild sahen und uns daran orientierten, denn wo eine Autobahnauffahrt ist, gibt es auch meistens Rasthöfe – gesucht und gefunden – so haben wir also wieder auf einem Rastplatz übernachtet – wir befanden uns da ca. 80 km vor Dortmund. Wieder schlugen wir unser Nachtquartier auf und machten es uns gemütlich. Das Praktische an unserem Bulli war ja, dass er 2 Kochplatten hatte und so machten wir uns Spagetti warm und schauten dem Sonnenuntergang über der Autobahn zu – super romantisch, haha!

Deutschlandtour_Lutherstadt_Lutherstadt Eisleben_Eisleben_schöne Städte im Osten_Osten_DDR_bunte Gebäude_schöne Gebäude_Flitterwochen_Hochzeitsreise (12)

Übrigens gibt es noch eine erweiterte Statistik zu unserem „am Bulli-stoß-Wettbewerb“: Ich hatte mich ja schon morgens 2 Mal am Kopf gestoßen und auch abends hat es meinen Kopf noch einmal erwischt, Michael hat einmal seinen Ellenbogen beim Bett umbauen und seinen Rücken beim Umziehen gestoßen – also das war wohl nichts mit „aus Fehlern lernt man“ – stay tuned! ;-)

Ach und vergesst nicht, unserer Route auf der Karte zu folgen, so seht ihr genau, wo wir langgekurvt sind und welche Orte wir gesehen haben! Viel Spaß beim Stöbern und Lesen!

Deutschlandtour_Lutherstadt_Lutherstadt Eisleben_Eisleben_schöne Städte im Osten_Osten_DDR_bunte Gebäude_schöne Gebäude_Flitterwochen_Hochzeitsreise (3)

Lutherstadt Wittenberg und Leipzig

unsere Bullitour durch Deutschland – Tag 1

Wie versprochen gibt es noch die ausführlichen täglichen Berichte unserer Flitterwochen Bullitour durch Deutschland, die jetzt auch schon wieder über 2 Monate her sind. Aber dafür gibt es jetzt ganz viele Inspirationen und schöne Herbstbilder zu sehen und ich erzähle euch, wo wir uns in den 12 Tagen so rumgetrieben haben und welchen Ort ihr auch unbedingt mal besuchen solltet.

Ich habe für unsere Flitterwochen Bullitour eine extra Google Maps Karte angelegt, auf der ihr die Route verfolgen und nachvollziehen könnt und dabei mit einem Klick zum jeweiligen Post weitergleeitet werdet – schaut doch einfach mal vorbei und klickt euch durch: Hier gehts zur Karte.

Während der Fahrt habe ich Reisetagebuch geschrieben und werde das hier in der Art und Weise auch wiedergeben – als kurze Erläuterung folgende Infos:

– Wir hatten uns vorher eine grobe Route überlegt (siehe erster Post zur Deutschlandtour)
– Wir hielten einfach an, wo es uns gefiel
– Übernachtet haben wir auch öffentlichen Parkplätzen, die wir zufällig gefunden hatten
– Ich schrieb täglich auf, wie viele Kilometer wir gefahren sind und welche Orte wir passiert haben
– Am ersten Tag stellten wir fest, dass so ein Leben im Bulli schon eine große Umstellung ist, weil man viel weniger Platz hat, sich zu bewegen und so notierte ich jeden Tag, wie oft und mit welchen Körperteil wir uns am Bulli gestoßen haben (das wurde dann zu unserem Running Gag)
– Ich schrieb auf wie viele und welche Tiere wir gesehen haben
– Wenn sonstige lustige, komische, doofe oder tolle Dinge passiert sind, habe ich diese natürlich auch notiert

Hier und heute starte ich also mit dem 2-wöchigen Reisetagebuch zu unserer „Flitterwochen Bullitour durch Deutschland“ – viel Spaß!

Deutschlandtour_Bullitour_Flitterwochen_Hochzeitsreise_Leipzig_Lutherstadt Wittenberg_Wittenberg_annanikabu on tour_Reiseblog_Deutschlandreise_1 (4)

Wir fuhren am 19.10. (2 Tage nach unserer Hochzeit) um ca. 10 Uhr morgens mit der S-Bahn los zum Buliverleih und holten dort den Bulli ab, der uns die nächsten 2 Wochen durch Deutschand begleiten sollte. Da die Vermietung ziemlich weit von uns entfernt ist, waren wir erst gegen halb 12 wieder da raus und sind dann als erstes zu Ikea gefahren und haben unsere Mägen gefüllt. Gestärkt und voller Elan ging es dann mit dem Bulli (er hatte übrigens den Namen Karl – den hab ich mir nicht ausgedacht, sondern der Name stand am Schlüsselhanhänger) zurück zu uns nach Hause, um ihn zu bepacken. Taschen, Jacken, Decken, Proviant und alles, was reinpasst, wurde mitgenommen und gegen 15:00 verließen wir dann endlich Berlin.

Den ersten Stop machten wir in der Lutherstadt Wittenberg. Ich war noch nie in einer Lutherstadt und weil ich lutherisch bin und wir eh gerade daran vorbei gefahren sind, wollte ich mir doch mal die Kirche anschauen, an der Martin Luther damals die Thesen angeschlagen hat. Leider war es schon etwas zu dunkel, um es vernünftig zu fotografieren, aber ichhabe es mal gesehen und kann nun sagen: „Ich hab schon die Kirche gesehen, an der Luther die Thesen angeschlagen hat!“ Olé! ;-)

Deutschlandtour_Bullitour_Flitterwochen_Hochzeitsreise_Leipzig_Lutherstadt Wittenberg_Wittenberg_annanikabu on tour_Reiseblog_Deutschlandreise_1 (5)

Übrigens gibt es hier schon die erste lustige Anekdote zu erzählen. Und zwar hatten wir von Michaels Trauzeugen und seiner Freundin eine „Aufgabe“ für unsere Flitterwochen bekommen. Von den beiden gab es eine Zaubertafel (diese Kinderspielzeuge, auf die man gemalt hat und danach konnte man sonen Schieber von einer Seite zur anderen schieben und dann war das Bild weg) als Geschenk zur Hochzeit, auf der wir in jedem Ort, den wir besucht haben etwas Typisches aufmalen sollten und damit und uns beiden ein Selfie machen sollten. Genau das wollten wir also in der Lutherstadt Witenberg machen und malten ein Blatt mit Thesen auf die besagte Zaubertafel, in dem Moment kam eine alte Dame mit Rollator um die Ecke geschnellt. Ansonsten waren die Straßen leer, es war dunkel und wir standen im Prinzip alleine vor der Kirche. Die alte Dame (ich nenne sie ab jetzt liebevoll „Omi“) schaute uns an, als wären wir Ausserirdische und bieb ca. 5 Meter vor uns stehen. Wir haben natürlich einfach weitergemalt und dann versucht ein Selfie von uns und der Zaubertafel zu machen. Die Omi ging daraufhin an uns vorbei, konnte den Blick aber nicht von uns lassen und wurde immer langsamer, je näher sie uns kam. Sie schien wirklich Angst vor haben oder sie war einfach nur super neugierig (ich plädiere für zweiteres!). Jedenfalls dachten wir dann, als die Omi nach ca. 10 Minuten endlich um die nächste Ecke abgebogen war, dass wir nun unsere Ruhe hatten und gingen etwas weiter, um uns auch noch die Innenstadt von Wittenberg anzuschauen. Leider war es schon dunkel und es war wirklich wie ausgestorben, somit entschieden wir uns nach ca. 30 Minuten zurück zum Bulli zu gehen. Und, wer hätte es geahnt – die Omi stand hinter der Ecke, um die sie ca. 40 Minuten vorher abgebogen war und lehnte sich auf ihren Rollator. Hat sie auf uns gewartet? Wollte sie nur sicher gehen, dass wir ihre Stadt auch wieder verlassen? Was hat diese Omi da draussen im Dunkeln alleine die ganze Zeit gemacht? Fragen über Fragen, die uns wohl nie jemand beantworten wird. Wir waren dann gaz froh, als wir am Bulli ankamen und diese ausgestorbene Stadt wieder verlassen konnten, auch wenn sie total niedlich war!

Deutschlandtour_Bullitour_Flitterwochen_Hochzeitsreise_Leipzig_Lutherstadt Wittenberg_Wittenberg_annanikabu on tour_Reiseblog_Deutschlandreise_1 (1)

Weiter ging es dann auf die Autobahn. Es war schon ca. 19 Uhr, als wir Wittenberg verließen und unsere Bäuche wollten langsam wieder etwas zu Essen haben. Apropos – hatte ich euch eigentlich erzählt, dass ich während der Flitterwochen ca. 6 kg zugenommen hab, haha? Nein, hab ich nicht – bin ich ja auch nicht sonderlich stolz drauf, aber da wir einfach von Tag zu Tag gelebt haben und keine Lust auf „hälthy und clean eating“ hatten, haben wir natürlich vollkommen auf die Kacke gehauen (ähm, ich meinte „über die Stränge geschlagen“) und somit war danach eh klar, dass ich zugenommen hab. Aber kommen wir nun wieder zu unserer Tour. Wir fuhren also mit leeren, knurrenden Bäuchen über die Autobahn und das nächste Schild sagte uns, dass es nicht mehr weit bis Leipzig ist. Wir waren beide noch nie wirklich in Leipzig, somit guckten wir uns kurz an und es war klar wo wir abfahren werden – Leipzig! Dort angekommen suchten wir nach einem netten Restaurant, aber auch da war es nicht so einfach, etwas zu finden. Irgendwie hab ich das Gefühl, außer in Berlin, sind alle anderen Städte ab 20 Uhr leer, kann das sein!? Jedenfalls fanden wir dann nach ca. 20 Minuten durch die Stadt laufen einen Burger King und genehmigten uns erstmal jeder ein dickes Menü (wer weiß, wann wir das nächte Mal etwas zu Essen bekommen würden!?). Danach gingen wir noch ein wenig durch die Innenstadt Leipzigs und ich habe ein paar Fotos für euch gemacht:

Deutschlandtour_Bullitour_Flitterwochen_Hochzeitsreise_Leipzig_Lutherstadt Wittenberg_Wittenberg_annanikabu on tour_Reiseblog_Deutschlandreise_1 (9)

Deutschlandtour_Bullitour_Flitterwochen_Hochzeitsreise_Leipzig_Lutherstadt Wittenberg_Wittenberg_annanikabu on tour_Reiseblog_Deutschlandreise_1 (10) Deutschlandtour_Bullitour_Flitterwochen_Hochzeitsreise_Leipzig_Lutherstadt Wittenberg_Wittenberg_annanikabu on tour_Reiseblog_Deutschlandreise_1

Deutschlandtour_Bullitour_Flitterwochen_Hochzeitsreise_Leipzig_Lutherstadt Wittenberg_Wittenberg_annanikabu on tour_Reiseblog_Deutschlandreise_1 (3)

Deutschlandtour_Bullitour_Flitterwochen_Hochzeitsreise_Leipzig_Lutherstadt Wittenberg_Wittenberg_annanikabu on tour_Reiseblog_Deutschlandreise_1 (2)

Deutschlandtour_Bullitour_Flitterwochen_Hochzeitsreise_Leipzig_Lutherstadt Wittenberg_Wittenberg_annanikabu on tour_Reiseblog_Deutschlandreise_1 (7) Deutschlandtour_Bullitour_Flitterwochen_Hochzeitsreise_Leipzig_Lutherstadt Wittenberg_Wittenberg_annanikabu on tour_Reiseblog_Deutschlandreise_1 (8)

Als wir aus Leipzig wieder raus fuhren wusste ich, dass ich nicht mehr lange fahren möchte, es war dunkel und etwas nebelig und wir wussten noch nicht, wo wir übernachten werden. Wir fuhren erst einmal die 14 weiter Richtung Westen und kurz vor Halle fanden wir eine Raststätte, an der wir hielten und unser Nachtquartier aufschlugen. Nachtquartier aufschlagen bedeutete: Radio rausnehmen und im Handschuhfach verstecken, Lenkradschloss anbringen, Tisch runterklappen und zum Bett umbauen, Gardinen mit Druckknöpfen vor den Fenstern anbringen, uns umziehen, Zähne putzen mit Wasser aus unserem Wasserkanister und dann ab ins „Bett“. Während diesem Abendritual passierten die bereits oben genannten „Stöße am Bulli“, denn man musste sich beim Umziehen natürlich klein machen, um nicht an die Decke oder die Tür zu stoßen – das klappte leider nicht immer so gut: ich hab mir 3 Mal den Kopf gestoßen und Michael sich einmal den Fuß – dumm gelaufen! Ntürlich dachten wir, dass wir daraus lernen und das an den folgenden Tagen nicht mehr passieren wird – aber ihr werdet in den nächsten Posts sehen, dem war nicht so! ;-) Während unserer ersten Tour sahen wir ein (leider totes, angefahrenes) Reh – die Autofahrer, die es anscheinend angefahren haben, standen aber noch dabei und schienen sich gerade darum zu kümmern und auf der Fahrt von Leipzig wieder Richtung 14 lief ein Fuchs vor uns auf der Straße lang. Geschlafen haben wir auf der Raststätte super – es war ruhig, es gab ein bisschen Licht, so dass wir nicht in der total Dunkelheit schlafen mussten (davor graute es mir vorher schon!) und wir fühlten uns sicher!

Deutschlandtour_Bullitour_Flitterwochen_Hochzeitsreise_Leipzig_Lutherstadt Wittenberg_Wittenberg_annanikabu on tour_Reiseblog_Deutschlandreise_1 (11)

So, das war er, der erste Tag unserer Flitterwochen Bullitouer durch Deutschland. Ihr seht, wir haben bereits am ersten Tag einiges erlebt – von Mittag bei Ikea, über verrückte Omi in Wittenberg bis hin zu totem Reh kurz nach Leipzig.

Ich hoffe, euch hat der erste Teil gefallen und ihr freut euch schon, morgen den zweiten lesen zu können. Vielleicht könnt ihr ja anhand der Karte und der Richtung, die wir eingeschlagen haben, erraten, wo es uns am zweiten Tag hingezogen hat?

Deutschlandtour_Bullitour_Flitterwochen_Hochzeitsreise_Leipzig_Lutherstadt Wittenberg_Wittenberg_annanikabu on tour_Reiseblog_Deutschlandreise_1 (6)

Unsere Hochzeitsreise durch Deutschland

mit dem Bulli

Wie ihr wisst, habe ich Mitte Oktober meinen Herzmann geheiratet bzw. wir haben unser „Ja Wort“ noch einmal in der Kirche bekräftigt! Zu unserer kirchlichen Hochzeit, den Vorbereitungen für die Feier, unseren DIY Projekten und mehr könnt ihr natürlich auch weiterhin Posts unter „wir heiraten“ nachlesen. Es werden in naher Zukunft noch eine Posts dazu kommen, in denen ich euch weitere DIY Projekte zeige, es folgt einen ausführlicher Bericht über unsere Fotobox und ganz sicher werd ich auch noch ein paar Bilder von unserem Paarshooting zeigen (wenn euch das interessiert!?).

Aber heute geht es erst einmal um etwas anderes: Unsere Hochzeitsreise durch Deutschland.
Wahrscheinlich habt ihr es schon bei Facebook oder Instagram mitbekommen, aber wenn nicht, dann nochmal ganz exklusiv für euch: Wir haben uns für unsere Hochzeitsreise einen Bulli gemietet und eine 12-tägige Deutschlandtour gemacht. Wie es dazu kam, weiß ich gar nicht mehr genau, aber irgendwie war uns von Anfang an klar, dass es keine „normalen“ Malediven Flitterwochen werden sollen (obwohl das sicher auch total schön und romantisch ist), aber wir wollten „etwas anderes“. Da wir beide zwar schon einige Ecken Deutschlands kannten, aber keiner von uns bereits alle schönen Orte gesehen hat, haben wir uns dafür entschieden, das Land, in dem wir wohnen erst einmal richitg zu erkunden, bevor wir uns dann auf unseren nächsten Reisen weitere Länder anschauen. Außerdem waren wir schon gemeinsam in Oslo, Prag, Barcelona und auf Mallorca und dachten, dass so eine Tour durchs eigene Land noch einmal ein Erlebnis werden könnte – und genau das war es auch!

20151023_144352

Heute möchte ich euch erst einmal einen kleinen Überblick über unsere Hochzeitsreise bzw. die Planung unserer Deutschlandtour geben. In den nächsten Wochen werden aber noch ausführliche Berichte folgen, in denen ich euch dann die einzelnen Städte, die wunderschönen Orte und Naturschauspiele zeige, die wir besucht haben und euch Tipps gebe, was man wo unbedingt einmal mit eigenen Augen gesehen haben sollte. Manche Orte sind nämlich gar nicht so weit entfernt, wie man immer denkt und ein Wochenend-Ausflug würde sich auf jeden Fall lohnen!

Reiseplanung
Wir hatten uns also darauf geeinigt, dass wir eine Deutschlandtour machen möchten. Danach machten wir uns dafür auf die Suche nach Fahrzeugen, mit denen wir von A nach B kommen konnten und in denen wir auch nachts unser Schlafquartier einrichten konnten. Bei der Recherche hatten wir von Campingwagen, Wohnmobil und Bulli alles dabei und uns gefiel die Idee, mit einem alten Bulli zu fahren irgendwie am Besten. So suchte ich mehrere Anbieter, die Bullis verleihen aus dem Internet und im Endeffekt haben wir uns für Bulliholiday entschieden, da die Seite uns ansprach und uns das Angebot gut gefiel (es gibt aber noch einige andere Anbieter, die sicher auch alle super sind!). Der Bulli war also gebucht und die weitere Planung konnte weitergehen.

Wie ich euch im Reisebericht zu unserem Urlaub in Prag bereits erzählt hab, sind wir normalerweise eher die „wir planen nicht, sondern lassen uns einfach treiben“- Urlauber und genauso war es eigentlich auch bei unserer Hochzeitsreise. Wir haben uns vorher nur große Punkte überlegt, die wir unbedingt anfahren wollten und wollten uns ansonsten treiben lassen. Die Punkte waren: Bochum – denn wir wollen uns schon seit Jahren gemeinsam Starlight Express anschauen, denn dieses Musical verbindet uns seit dem ersten Tag (unser zweites Date war eine Starlight Express Vorstellung von Schülern unserer Schule), wir haben es aber bis heute noch nicht geschafft, uns das original Musical mal gemeinsam anzuschauen. Saarland – hier hatten wir das Glück für 2 Tage an einer Bloggerreise mit der Hotelkette „Victor`s“ teilnehmen zu dürfen und 2 Nächte unserem Bulli den Rücken zu kehren und in einem Bett schlafen zu können (zu den Hotels (Victor’s Seehotel Weingärtner in Bosen, Victor’s Best Western in Saarbrücken und das Victor’s Schlosshotel in Neu-Pennig) und zur Bloggerreise an sich werd ich euch auch ganz bald noch mehr erzählen!), Schloss Neuschwanstein – denn ich war bisher im Süden Deutschland nur einen Tag lang in München und wollte mir unbedingt mal die Alpen und dieses wunderschöne Schloss anschauen und als letzten Punkt hatten wir noch die Kromlauer Brücke bzw. den Azaleen- und Rhododendronpark in Kromlau, denn ich hatte wunderschöne Bilder auf Pinterest gesehen und als ich herausgefunden hatte, dass sich diese Brücke in Deutschland befindet, wollte ich diese auch unbedingt auf unserer Reise besuchen.

20151028_110324

Reisedurchführung
Das waren so die groben Punkte, die auf unserer „würden wir gern sehen“ Liste standen und davon haben wir im Endeffekt „nur“ das Saarland und die Kromlauer Brücke gesehen – aber das ist überhaupt nicht schlimm, wir haben trotzdem so viele schöne Orte gesehen und haben uns vorgenommen die anderen Orte ganz bald mal bei einem Wochenendausflug oder unserem nächsten Urlaub zu besuchen. Da wir uns ja vorher keinen richtigen Plan gemacht haben, sind wir manches Mal einfach spontan von der Autobahn abgefahren und über Landstraßen und kleine Dörfer gekurvt – das war wunderschön, hat aber natürlich auch einiges an Zeit gekostet. Somit haben wir uns kurz vor Dortmund überlegt, dass wir nicht mehr ganz in den Norden NRWs fahren werden, um uns Starlight Express anzuschauen, sondern das mal an einem Wochenende machen werden. Genauso war es dann auch, als wir vom Saarland in Richtung Süden gefahren sind. Wir haben kurz überschlagen, wie lange wir bis Schloss Neuschwanstein brauchen würden und haben dann festgestellt, dass wir danach innerhalb von 3 Tagen von ganz unten wieder nach Berlin hetzen hätten müssen und das war uns zu stressig. So haben wir dann aber noch einige schöne Städte in der Mitte Deutschlands sehen können: Mannheim, Heidelberg, Ansbach, Beyreuth, Plauen, Görlitz und Cottbus – bevor wir uns dann wieder auf den Heimweg nach Berlin gemacht haben.

Wir fuhren die ganzen 12 Tage nur mit Hilfe von Schildern und einer Landkarte (die wir zum Glück zur Hochzeit geschenkt bekommen hatten!) und nutzen nur einmal das Navi, um zum Hotel zu finden. Uns war es wichtig, nicht nur bestimmte Punkte anzufahren, sondern die Natur und die verschiedenen Orte auf uns wirken zu lassen und genau das war genau das war einfach klasse! So hatten wir nie Stress und konnten uns einfach treiben lassen.

20151026_155047

So, jetzt habt ihr schonmal ein erstes Bild von unserer Deutschlandreise und könnt euch ein bisschen vorstellen, wie wir gereist sind. Für die nächsten „Deutschlandreise“-posts werd ich jeweils einen Tag in einem Post zusammenfassen und es ein bisschen „tagebuchartig“ aufschreiben. Seid gespannt auf viele Inspirationen und noch mehr schöne Naturbilder!

Wie reist ihr denn eigentlich gern? Habt ihr immer den vollen Überblick und wisst schon vor dem Urlaub, was ihr wann wo alles machen werdet oder lasst ihr euch auch einfach treiben und lebt in den Tag hinein?