Leben im Hier und Jetzt.

Leichter gesagt, als getan…

Eigentlich war für heute ein Jahresrückblick und eine Aussicht auf 2016 geplant. Eigentlich.
Aber heute ist so ein Tag, an dem ich viel nachdenke über mich, meine Zukunft und meinen Weg.

Gerade eben sprudelten so einige Gedanken aus mir heraus und die möchte ich jetzt einfach mit euch teilen. Vielleicht findet sich jemand wieder oder jemand hat Tipps für mich – ich freue mich auf euer Feedback!

…Der Tag ist noch nicht um, aber mein Kopf raucht.
Ich war joggen, habe Wäsche gewaschen, die Küche aufgeräumt und sitze jetzt seit ca. 4 Stunden und denke über mich, meine Wünsche und meine Zukunft nach…
Eigentlich wollte ich Bewerbungen schreiben. Für Jobs, die ich gar nicht unbedingt machen möchte. Jobs, für die ich die geeignete Ausbildung habe, die mich aber wahrscheinlich (genau wie meine anderen bisherigen Jobs) nicht komplett ausfüllen und bei denen ich mich selbst nicht verwirklichen kann. Das sind Jobs, die Sicherheit bieten, ein festes Gehalt, geregelte Arbeitszeiten (lassen wir die 3 Monate bei Bleibtreu mal aussen vor) und solide, bodenständige Aufgaben, die mir aufgetragen werden sie abzuarbeiten. Aber das ist eigentlich nicht das, was ich möchte. Ich möchte nicht einfach irgendwelche Aufgaben abarbeiten, ich möchte kreativ sein, Eigeninitiative zeigen können, meine Stärken beweisen und sehen, dass meine Arbeit etwas bringt, anderen hilft und irgendwie „Sinn macht“. Klingt das naiv? Klingt das doof? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass die Jobs, die ich bisher gemacht habe immer ganz nett waren und ich darin auch meine Organisationsstärke zeigen konnte, aber ich habe nie dieses Gefühl der Erfüllung gehabt. Ich hatte nie das Gefühl, dass das, was ich mache jemanden weiterbringt, jemandem hilft oder jemanden besonders glücklich macht…

Leben im Hier und Jetzt.
Ich weiß, ich predige selbst immer, nur im „Hier und Jetzt“ zu leben und nicht allzu viel darüber nachzudenken, was kommen mag. Aber heute ist es irgendwie anders. Ich weiß, dass alles super werden wird, ich bin glücklich, selbstbewusst und freue mich auf alles, was meine Zukunft bringen wird. Was mich aber nervt ist, dass ich so viele Ideen habe, so viele Träume und Wünsche, die aber alle gar nicht in ein einziges Leben zu passen scheinen. Privat läuft bei mir alles perfekter, als es jemals lief – ich bin angekommen, mein Herzmann ist bei mir und meine Familie unterstützt mich auch in allem, was ich tue. Aber irgendwie steh ich mir selbst im Weg. Kennt ihr das? Dieses Gefühl zu viel sofort zu wollen und nicht zu wissen, wo man am besten anfangen sollte? Beruflich wird es für mich in der nahen Zukunft einige Änderungen geben, ich möchte viel erreichen, vieles machen und neue Wege gehen. Aber geht das alles so einfach, wie ich mir das vorstelle? Kann ich das einfach machen? Nochmal studieren, nochmal eine neue Ausbildung beginnen? Und das, obwohl ich doch eigentlich einen guten Job habe und eigentlich bald sesshaft werden wollte und eine Familie gründen wollte. Was ist, wenn sich meine Wünsche auf einmal verschieben? Wenn mein Leben anders verläuft, als ich es eigentlich geplant hatte? Gibt es überhaupt einen Plan? Einen Masterplan für das eigene Leben? Es gibt so viele Menschen, die sich einen Plan gemacht haben und am Ende ganz anders gelebt haben und damit sehr glücklich waren. Ich bin aber normalerweise jemand, der seinen Plan und seinen Weg auch verfolgt. Ich stecke mir Ziele und möchte diese auch erreichen, aber zur Zeit bin ich überfragt. Ich habe so viele Ziele, so viele Ideen und weiß einfach nicht, wo ich anfangen soll, was ich machen soll und was nicht und ob ich das überhaupt jetzt eintscheiden muss bzw. überhaupt kann…

Leichter gesagt, als getan.
Alles nicht so einfach. Ich mache mir mal wieder viel zu viele Gedanken um Dinge, die ich manchal besser einfach auf mich zukommen lassen müsste. Gedanken um meine Zukunft, die sich wahrscheinlich von ganz alleine fügen wird. Aber irgendwie möchte ich meinen Weg schon jetzt planen. Ich möchte wissen, was ich morgen mache, ohne den heutigen Tag überhaupt abgeschlossen zu haben. Und das, obwohl ich selbst eigentlich der Überzeugung bin, dass man den aktuellen Tag leben und auskosten sollte, ohne immer an morgen zu denken…

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So doof das auch klingen mag, ich muss mich heute selbst einmal motivieren, positiver zu denken und nicht alles zu zerdenken. Auch ich hab mal einen „heute ist irgendwie alles doof“-Tag, obwohl eigentlich so gut wie gar nichts doof ist und das wollt ich unbedingt mit euch teilen. Denn auch ich „Gute-Laune-Verbreiterin und Optimistin“ habe mal eine Phase, in der ich vieles in Frage stelle, eine Phase, in der ich mehr nachdenke als einfach lebe. Und das ist auch vollkommen in Ordnung. Man kann nicht immer nur alles super finden und nichts in Frage stellen. Man sollte sich nur sicher sein, dass man selbst bei so vielen wirren Gedanken und verschiedenen Überlegungen noch glücklich mit sich und seinem Leben istund das bin ich!

Vielleicht fühlt sich jemand von euch auch gerade so und mag erzählen. Oder vielleicht hat jemand einen guten Ratschlag, Tipp oder eine Idee für mich?
Abschließend wollte ich dich fragen:

Wenn du jetzt auf der Stelle genau das machen könntest, was du möchtest – was wäre das? Verreisen? Job kündigen? Selbstständig machen? Ein Instrument lernen? Was ist dein innigster Traum?

Ich bin sehr gespannt und freue mich auf dein Feedback!

P.S. Über meine beruflichen Werdegang hab ich nun schon öfter geschrieben und das beschäftigt mich zur Zeit sehr. Vielleicht hast du ja Lust, dir meinen Beitrag „Manchmal muss man neue Wege gehen“ durchzulesen und dich da auch ein wenig inspirieren zu lassen… Ganz sicher wird es zum Thema „Beruf/Berufung“ und meiner beruflichen Entwicklung in Zukunft noch weitere Posts geben! Hast du Fragen dazu? Suchst du nach Motivationstipps? Kann ich dich in irgendeiner Art und Weise inspirieren? Ich denke darüber nach, in Zukunft Motivationsvideos zu drehen – gibt es da Interesse, Ideen, Feedback!? Ich freu mich von dir zu hören!

10 Comments

  • götz sagt:

    Wozu immer dauerndes Programm..Motivationsvideos,die richtigen Fragen, muß verändern,
    Beruf und Berufung,authentisch echt…Das stinkt nach Leistung !! und wie…Ich bin immer mehr der Überzeugung da zu schauen was IST….mit klaren eindeutigen Augen,Herzen und Sinnen…und sei es noch so schwarz und noch so traurig, ( das ist keine Schattenarbeit , um mit dem Schatten etwas zu MACHEN )…Neugierde.Widersprüchlichkeit..da liegts.

    • Annanikabu sagt:

      Wenn ich deinen Kommentar richtig verstehe, sagst du, es muss nicht immer ein volles Programm geben, um zu merken, was richtig ist? Das seh ich auch so! Ich lasse mich auch gern einfach treiben – also eigentlich sogar viel öfter, als dass ich einen Plan von irgendetwas hab, haha! :-) Ich bin neugierig, probiere aus, mache mir aber trotzdem meine Gedanken und da dass hier mein Blog, mein Baby und mein kleines Tagebuch ist, teile ich diese Gedanken mit euch und freue mich immer wieder, über euer Feedback! Danke!

  • Ich mag Deine Videos, aber Motivationsvideos? Ich weiß nicht recht, ob ich das wirklich mit Interesse gucken würde.
    Ich glaub, der Alltag hat Dich einfach wieder eingefangen, kein Fest zu planen, keine neuen kleinen Ziele zu stecken und auf einmal biste ganz planlos und das macht Dich aufgeregt. Lass diese Zeit doch einfach mal auf Dich wirken.
    Und warum schreibst Du nicht Bewerbungen für Jobs, die Dich richtig interessieren?

    Liebe Grüße,
    Moppi

    • Annanikabu sagt:

      Hmm, ja vielleicht hast du Recht. Ich wollte mich jetzt auch nicht ins Zimmer setzen und sagen – mach es so und so, dann geht es dir gut, haha! ;-) Ich denk mir aber auf jeden Fall noch was Passendes aus!

      Joa, der Alltag nervt mich tierisch, bzw. auch diese planlosigkeit. Ich hab mich in den letzten Wochen einfach mal treiben lassen, auf mein Herz gehört und weiß jetzt, wo es für mich hingehen soll! Danke für dein Feedback! <3

  • Suzanne sagt:

    Hallo Anna,

    Du Arme, da scheint ja einiges in Dir abzugehen. Ich kenne das, hatte ich in den letzten 6, 7 Monaten auch oft genug :) Wie Götz habe ich beim Lesen das Gefühl, dass Du schon unter einem enormen Leistungsdruck stehst. Ich glaube, von dem muss man sich verabschieden, wenn man wirklich zufrieden sein möchte und irgendwie „Ruhe“ finden möchte. Wenn ich Deinen Artikel lese, habe ich auch das Gefühl, dass bei Dir im Kopf gerade Daueralarm und Lärm ist – korrigiere mich gerne, wenn ich das falsch einschätze – und das stresst!

    Meiner Meinung nach ist der einzige Weg, zu sich zu finden und seinen Weg zu sehen, oder ihn zumindest zu erahnen, sich Ruhe und Zeit zu geben. Ich war auch immer ungeduldig und hatte Terror im Kopf und wollte SOFORT wissen, was ich denn nun will. Seit ich Stück für Stück loslasse, fühle ich mich immer näher bei mir und sehe den Weg immer klarer vor mir :)

    Sei nicht so streng mit Dir und ein bißchen geduldig, das ist mein einziger Tipp.

    Alles Liebe
    Suzanne

    • Annanikabu sagt:

      Danke liebe Suzanne für deine lieben Worte! Jep, in meinem Kopf ging so einiges ab und das musste erstmal gestillt werrden. Aber wie du schon sagtest, ich brauchte einfach ein wenig Ruhe und Zeit und kann jetzt nach einigen Monaten des Nachdenkens und nicht mehr zu viel „zerdenken“ endlich sagen, dass ich angekommen bin und den (Leistungs)Druck nicht mehr spüre! Es geht mir sooo gut damit! :-)

      Danke für deine Tipps! ;-)

  • Monya sagt:

    Hi Anna, ein toller Artikel!

    Ich mag deinen Blog sehr gerne und möchte daher gerne den Liebster-Award an dich weiterreichen:
    http://becrazygohappy.de/liebster-award/

    Ich glaube vor allem zum Beginn eines neuen Jahres drehen sich im Kopf die Gedanken und man schaut ein bisschen zurück, was man denn schon geschafft hat – ist aber auch voller Ungeduld, dass es jetzt weitergehen soll. Du deine Träume schnell erreichen möchtest.

    Ich kann dich da voll und ganz verstehen! Das Problem, zu schnell zu viel zu wollen kenne ich nur viel zu gut. Ich kann dir da nur ans Herz legen, dir öfters bewusst zu machen, was du denn jetzt schon geschafft hast und wofür du Dankbar bist. Damit fällt es einem doch viel einfacher, das zu schätzen, was man hat und seine Träume und Pläne langsamer und bewusster anzugehen.

    Ich drück dir jeden Falls die Daumen für 2016!

    Fühl dich gedrückt,
    Monya

    • Annanikabu sagt:

      Liebe Monya,

      jetzt hab ich s noch immer nicht geschafft, deinen Liebster Award zu beantworten – das werd ich ganz bald machen – versprochen! :-) Danke auch für deine lieben Worte. Ja, ich war ungeduldig und wusste selbst nicht, was ich wollte und stand mir dadurch selbst im Weg… Danke, fürs Daumen drücken, es hat geholfen! ;-)

  • Jördis sagt:

    hallo..

    bei mir ists seit ein paar Tagen so: zurückgezogen von so vielem wie möglich, nur ich. Und ich fühle mich so gut dabei. Ich habe vor ein paar Jahren mein Leben sehr verändert (anders als ich mir das vorher ausgedacht hatte). Immer wieder stelle ich fest, dass das Leben sowieso nicht das macht was ich will. Ob im großen oder kleinen, es kommt sehr oft anders als man denkt. Die Entscheidung, die ich getroffen habe, war aber nicht falsch. Viele Dinge, die ich mir schon sehr lange gewünscht habe ( Kurse, Lehrgänge) habe ich jetzt ( mit fast 50) machen können.

    Manchmal möchte ich auch so vieles am besten sofort. Aber erzwingen kann man überhaupt nichts.

    Ich schreibe mal dazu, dass ich schon Familie hatte und für mich selbst auf vieles verzichten „musste“:

    • Annanikabu sagt:

      Liebe Jördis,

      ich kann dich so gut verstehen und richtig gut nachvollziehen, dass es dir so alleine besser geht. Manchmal nehme ich mir auch einfach Zeit für mich und versuche so wenig wie möglich nachzudenken. Das hilft ungemein! Und ja, du hast sooo recht, oftmals kommt es ganz anders, als man es sich gedacht hat und trotzdem hat alles seinen Sinn! Danke für deine lieben und so persönlichen Worte!

Ich freue mich über jeden einzelnen Kommentar