Das Phänomen „Blogger Burn Out“

Bloggen. Das war mal ein Hobby. Schreiben und Spaß daran haben. Bilder und Inspirationen mit anderen teilen. So fing es an. Bloggen war für mich zu Beginn ein Ausgleich zu meinem langweiligen Bürojob. Ich schreibe unheimlich gern, ich fotografiere gern und stehe auch selbst gern vor der Kamera. Alles Dinge, die ich gern gemacht habe und die mir nie schwer vielen oder bei denen ich mich zwingen musste, sie zu tun…

Wieso also nicht auch eine Inspiration für andere sein? Wieso nicht mein Wissen teilen und andere animieren, ein glückliches, unbeschwertes Leben zu führen, in dem ich ein paar Tipps und Tricks verrate, wie man glücklich sein kann, oder einfach mal ein Outfit zeige oder von einer tollen Reise berichte? So dachte ich vor ca. 4 Jahren und begann mit dem Bloggen…

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Dieser Post war so gar nicht geplant, aber er muss jetzt einfach geschrieben werden.
Für euch, meine Leser, für all die anderen Blogger und für mich, um endlich meinen Kopf frei zu bekommen…

  • Ganz oder gar nicht
  • Auch ich hatte bereits in meinem Post „Ganz oder gar nicht“ davon geschrieben, dass ich Zweifel habe, ob ich das mit dem Bloggen alles noch so weitermachen kann und möchte, wie ich es bisher gemacht habe oder ob sich doch so einiges ändern sollte und ich ganz damit aufhören werde. Die Veröffentlichung dieses Posts ist jetzt bereits 2 Monate her und es hat sich so einiges getan. In meinem Kopf und auch bei so einigen anderen Bloggerkolleginnen. Anscheinend war ich nicht allein mit meinen Gedanken. Es ging nicht nur mir so, dass irgendwie die Luft raus war. Dass dieser Druck extrem groß wurde und dass man sich nicht mehr sicher war ob und in wie fern man das Bloggen weiter fortführen kann und möchte…

  • „I’m a loser, Baby“
  • Angela ist ja sowieso meine absolute Inspirationsquelle Nummer 1, sie hat einfach ein riesiges Talent zum Schreiben und reißt mich jedes Mal wieder aus meinem Alltag heraus und schafft es, mich zum lachen zu bringen oder rührt mich zu Tränen, je nachdem, worum es gerade in ihren Texten geht. Auch sie hat sich mit dem Thema Blogger Burn Out beschäftigt, sie schreibt in ihrer 3-teiligen Reihe „I’m a Loser, Baby“ über die Sucht, immer am Handy sein zu müssen, immer auf dem aktuellsten Stand sein zu müssen und den Zwang, den das mit sich führt. Sie schreibt über „Internet Detox“, weil sie merkt, dass ihr all das nicht mehr gut tut. Darüber, dass andere Blogger Instagramfollower kaufen und dass sie selbst sogar kurz darüber nachgedacht hat, um einfach wieder up to date zu sein. Sie fragt sich, warum sie seit Wochen nur noch auf Statistiken achtet und sich immer wieder mit anderen vergleicht.

  • „Karma is a bitch“
  • Direkt nach der Fashion Week veröffentlichte Valerie ihren Post „Karma is a bitch„, in dem sie sich Luft machte und über diese „Scheinwelt“ der Fashionblogger schrieb. „Dass die Bloggerwelt an Oberflächlichkeit nicht mehr übertroffen werden kann, ist mir völlig klar. Das ist schon lange so und wird sich nicht ändern. Da muss man sich ein dickes Fell zulegen, drüber stehen. Das habe ich in den letzen Jahren gelernt…“ heißt es in ihrem Post und das stimmt mich traurig. Muss man sich ernsthaft damit abfinden, dass diese „Welt“ so oberflächlich und (entschuldigt meine Wortwahl) „hinterfotzig“ ist? Muss man sich damit zufrieden geben, dass über einen gelästert wird, wenn man nicht „dazu“ gehört, zu dieser elitären Gruppe der Außerwählten? Sie schreibt ebenfalls, wie Angela über gekaufte Follower, gepimpte Instagramprofile und die unmenschlichen Aktionen von manchen Bloggerinnen, die sich durch die große Zahl der (gekauften) Follower und Abonnenten anscheinend besser fühlen. Sie ruft ebenfalls dazu auf, dass Agenturen und Firmen, die mit Bloggern kooperieren möchten, die Augen öffnen sollen und sich Gedanken machen sollen, ob jemand mit 10k Followern, wovon aber 5k gekauft sind oder jemand mit 2k, die alle echt sind und aktiv lesen, und kommentieren nicht besser für eine Zusammenarbeit sind.

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  • Quo vadis?
  • Auch Carolina von Achdugutegüte hat einen ausführlichen Bericht über „Die Sache mit dem Bloggen“ geschrieben. Sie schreibt über die Professionalisierung von Blogs, über die Perfektheit und den Konkurrenzkampf. Sie fragt sich selbst, ob ihr Instagramfeed nur so aussieht, wie er aussieht, weil sie sich den anderen angleichen möchte und weil sie ihn selbst so mag, wie er ist. Passen wir uns einfach nur an unsere Umwelt an, wollen wir gar nicht besonders und individuell sein und lassen uns einfach treiben in diesem Blogger-Schwarm?
    „Sei perfekt, sei relevant, sei täglich neu – oder lass es sein“ heißt es bei ihr – und genau das ist es, was uns Blogger unter Druck geraten lässt. Irgendwie lassen wir uns in ein Schema zwängen, wir versuchen besonders zu sein, immer auf dem neusten Stand und dabei natürlich immer perfekt – perfekt gekleidet, perfekt informiert und perfekt ausgedrückt in unseren Worten. Es gibt so viel Konkurrenz, dass wir uns selbst diesen Druck machen und uns erdrücken lassen. Außerdem spricht sie das Thema Feedback an, welches innerhalb der letzten Zeit drastisch zurück gegangen ist. Das habe ich auch entdeckt – früher habe ich für einen Post weniger Aufrufe, aber mehr Kommentare bekommen. Meine Leser haben sich Zeit genommen und mir liebe Worte da gelassen. Haben heutige Blogleser diese Zeit nicht mehr?

  • Qualität vs. Quantität
  • Wieso musste es so weit kommen, frage ich mich. Genauso erging es mir ja auch beim Schreiben meines Posts vor 2 Monaten. Ich dachte wirklich darüber nach, das Bloggen ganz aufzugeben, da es mir zu viel Druck und Stress machte und ich mich dazu gezwungen fühlte, regelmäßig zu posten, hohe Qualität zu bieten und besser zu sein, als andere Blogger. Aber das ist doch vollkommen albern. Wieso will man „besser“ sein? Gibt es denn überhaupt ein „besser“ oder ist es im Endeffekt einfach nur ein „anders“? In den letzten 2 Monaten habe ich mir viele Gedanken gemacht, habe stundenlange Gespräche mit meinem Mann geführt, in wie fern ich mich vom Bloggen noch weiter so runterziehen lassen möchte und wieso ich mich selbst so stresse. Ich musste für mich selbst erstmal erkennen, dass das Bloggen, wie ich es heute betreibe nicht mehr das Bloggen ist, weswegen ich vor 4 Jahren damit begann. Damals wollte ich einfach nur das Internet mit meinen schönen Bildern und Gedanken füllen. Ich habe mich gefreut, wie eine Schneekönigin, wenn ich Follower bei Facebook oder Instagram bekam und wenn jemand einen Kommentar zu meinen Posts schrieb noch mehr!

    „Andere Blogger posten jeden Tag, wieso schaffe ich das nicht? Andere Blogger haben viel mehr Leser als ich, wieso liest keiner meinen Blog? Was mache ich falsch?“ das waren Gedanken, die mich wach hielten, mich stundenlang nachdenken ließen und mich etwas erdrückten. Leider schaut man heute viel zu sehr auf die anderen Blogger und will genauso hübsch, erfolgreich und perfekt sein, wie sie/er… Ich habe mir diesen Stress selbst gemacht, da ich mich verglich und weil ich nicht (wie ich sonst selbst immer predige) einfach ich selbst war und sein wollte. Ich wollte irgendwie auch so sein, wie andere Bloggerinnen, obwohl das totaler Schwachsinn war. Wie oben bereits geschrieben, war dieser Post eigentlich gar nicht geplant. Ich wollte nicht noch einmal die Wunden aufreissen und darüber philosophieren, was man machen kann, um sich besser zu fühlen und sich nicht mehr zu stressen. Aber dann fand ich 2 Beiträge zu diesem Thema, die mich wirklich aufgerüttelt haben und die ich auch unbedingt noch mit euch teilen wollte.

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  • Individualität – ist das eigentlich verboten?
  • Zum einen wäre das der Post „Blogger Burnout – nicht bei uns“ von Melanie und Thomas, in dem sie sich fragen, ob denn Individualität eigentlich verboten sei – sie zielen darauf ab, dass viele Blogs sich ähnlich sehen, ähnliche Bilder zeigen und sich mit den gleichen Themen beschäftigen. Genau das hat mir die Augen geöffnet. Ich selbst schaue mir natürlich auch gern Blogs an, auf denen es fast nur hübsche Outfits ohne viel Text gibt, aber eigentlich ist es doch das Individuelle, das einen Blog ausmacht, ansonsten könnt ich ja auch eine Zeitschrift lesen. Es geht um die Person hinter dem Blog, um ihre Gedanken und Gefühle. Und das hab ich in der nahen Vergangenheit irgendwie ausser Acht gelassen. Ich habe zu viel auf Zahlen geschaut, habe versucht meinen Instagram Account clean und übersichtlich zu gestalten und mich irgendwie von der Individualität (und was noch schlimmer ist) von meinen Lesern entfernt… Außerdem beschäftigen sie sich mit dem Thema „Superblogger“ und „Blogger Workshops“, bei denen man lernt, wie man besser, schneller und weiter kommt – ich selbst habe bereits an einigen solcher Workshops teilgenommen und werde es auch in Zukunft tun, denn ich lerne immer wieder gern, wie ich meinen Blog verbessern und verändern kann, aber ich darf mir selbst danach nicht so einen Druck machen, das alles sofort umsetzen zu wollen – das ist neben einem 40 Stunden Job einfach nicht machbar und das muss ich einfach akzeptieren.

  • Setz‘ ein Ausrufezeichen!
  • Der zweite Post, der mich unheimlich dazu animiert hat, diesen Beitrag hier zu schreiben, ist „Setz‘ ein Ausrufezeichen“ von Ariane (wer ihren Blog „Heldenwetter“ noch nicht kennt, sollte unbedingt mal ein wenig stöbern – sie inspiriert mich auch immer wieder und ich mag ihren Blog sehr!). Sie weist in ihrem Beitrag darauf hin, dass wir ja selbst zu dieser Gruppe „Blogger“ dazu gehören und uns über die Oberflächlichkeit und die Unlust aufregen. Dabei haben wir es doch alle selbst in der Hand – wir sind die jenigen, die inspirieren wollen und unsere Gedanken teilen möchten, wir möchten nicht zu diesem Oberflächlichen dazu gehören und doch regen wir uns darüber auf. Auch sie spricht die perfekt inszenierten Instagramaccounts an, bei dem sich keine Individualität abzeichnet und fragt sich, wieso das so ist. In der Realität ärgern wir uns doch eher darüber, wenn andere uns alles nach machen und in der Bloggerwelt versuchen wir uns anzupassen und ja nicht aus dem Schema zu fallen!?

    Ariane hat es unheimlich schön formuliert und darum möcht ich ihren Satz mit euch teilen:
    Sei persönlich und authentisch, sei laut, sei leise, sei mutig, sei krass, sei polemisch, sei frech, sei kritisch, sei tiefgründig sei frei, sei wissenschaftlich, sei albern, … Sei so, wie du bist! Zeig uns nicht, was andere sehen wollen, sondern was du denkst, zeig uns, wie du bist, zeig uns, was du willst! Steck Herzblut in das, was du tust, und lass dich nicht erschrecken, wenn du auf einmal etwas anders machst als der Rest der Welt. Anders ist gut, denn anders ist der einzige Weg dazu, ein Zeichen zu setzen!

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  • Talente fördern, nicht fordern!
  • Individuell – Das ist es doch, was wir sein sollten – wir Blogger sind eine Gruppe von vielen verschiedenen Menschen, wir haben verschiedene Talente und kreative Ideen – genau die sollten wir doch auch zeigen und uns in kein Schema pressen lassen! Jeder einzelne von uns ist besonders und wir sollten uns gegenseitig unterstützen, unsere Talente fördern und nicht selbst von uns glauben, alles können zu müssen. Nur weil Blogger A wunderschöne Foodbilder macht oder Blogger B unheimlich viel reist und die Welt sieht, heißt das nicht, dass diese Blogs besser sind als deiner oder meiner – die Blogs sind nur anders und genau das ist super so! Denn stellt euch mal vor, wir würden alle gleich aussehen oder alle die gleichen Talente haben – das wäre doch unheimlich langweilig! Wenn wir also versuchen uns alle in ein bestimmtes Schema zu pressen und uns immer wieder mit anderen vergleichen, dann können wir gar nicht weiterkommen, dann machen wir uns Druck, wo keiner sein müsste.

    Für mich habe ich jetzt entschieden (und das hat leider viel zu lange gedauert): Ich möchte einfach „ICH“ sein – es ist mein Blog, hier teile ich meine Inspirationen, Gedanken, Outfits und Ideen und nicht die der anderen Blogger. Es geht hier um mich und euch – meine lieben Leser, die ich in der nahen Vergangenheit leider viel zu sehr vernachlässigt hab. Ich möchte mich in kein „Blogger Schema“ pressen lassen und einfach das zeigen, was ich euch zeigen möchte und mir keinen Druck durch Zahlen, Statistiken oder sonstiges machen lassen. Früher hat das immer gut geklappt und daran knüpfe ich jetzt wieder an! Darum freut euch auf Inspirationen und Geschichten von mir und aus meinem Alltag!

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  • Jetzt seid ihr gefragt!
  • Und da ich unheimlich gern auch meine Leser mit einbinden möchte und euch zufrieden stellen möchte (denn für euch blogge ich hauptsächlich!), frage ich euch, was ihr in Zukunft auf Annanikabu – voller Lebensfreude lesen und sehen möchtet. Soll ich wieder mehr Gedankenposts schreiben, euch mit auf meine Reisen nehmen oder soll ich mal was ganz Neues zeigen? Ein paar Tipps und Tricks zu Organisation, Motivation oder soll ich vielleicht Sport und Ernährung mit aufgreifen? Alles Themen, die mich selbst sehr interessieren und die ich gern mit euch teilen wollen würde, wenn ihr das möchtet! Also, bitte schreibt mir doch mal wieder, was ihr gern hättet, dann kann ich mich daran ein wenig orientieren und meine Inhalte nach euren Wünschen konzipieren! Außerdem möchte ich euch, meinen lieben Lesern, danken, dass ihr mir treu seid und hoffentlich bleibt und mit mir durch so einige Höhen und Tiefen gegangen seid. Darum wird es auch ganz bald ein Gewinnspiel für euch geben!

    Danke für jeden einzelnen, der diesen Post gelesen hat – ich würde mich unheimlich über euer Feedback freuen und bin sehr gespannt auf eure Meinungen zu dem Thema!

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    *Das Kleid, das ich auf den Bildern trage, wurde mir freundlicherweise kostenfrei zur Verfügung gestellt! Danke an Alice’s Pig!

    24 Comments

    • Hallo Hübsche, ein schöner Artikel, durch den ich einige neue Blogs entdeckt habe, die ich zukünftig garantiert wieder besuche! Die Sonne in deinem Kleid sieht superschön aus – musste gesagt werden, so und nun zum Inhalt: Ich habe mich in letzter Zeit auch oft dabei erwischt, mich unter Druck gesetzt zu fühlen, deshalb begrüße ich jeden Aufruf dazu, sich zu entspannen und auf das Wesentliche zu konzentrieren, nämlich auf die Freude, die einem das Bloggen bringt. Und in meinem Fall ist das immer am meisten die Freude über die tollen Menschen, die ich kennenlerne. Mein Berlin-Leben wäre ohne euch so viel ärmer! Deswegen sage ich jetzt auch ganz bewusst nicht, was ich persönlich lesen möchte, sondern lasse mich einfach von DIR überraschen und dem, das DU erzählen willst. Das ist mit Sicherheit am Inspirierendsten :) Liebe Grüße! Kea

    • Laura sagt:

      Oh ja, was für ein toller Beitrag!
      Sehr sehr wahr! Daumen hoch, ich teile den Mal bei Facebook. :)

      Laurileini aus Kanada :D

    • Liz sagt:

      Was für ein toller Beitrag, der mich sehr zum Nachdenken bringt. Ich habe das Gefühl, zurzeit geht es ungewöhnlich vielen Bloggern so wie hier beschrieben.

      Ich würde mich sehr über Tipps und Tricks zu Organisation, Motivation sowie Sport und Ernährung freuen.

      Liebe Grüße,
      Liz

    • Vanessa sagt:

      Hallo Liebes,

      wieder ein perfekter Artikel, so wie ich dich kennenlernen durfte. Tiefgründig mit vielen Gedanken und ehrlichen Momenten. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie wir den Sonntag mit einigen Unterbrechungen verbracht haben – und ich dir die ehrliche Meinung zu dir als Person und zu deinem Blog gesagt haben… und daran ändert sich auch absolut nichts…

      Ein schneller Text – nur dahin geschrieben – würde nicht zu dir und deinem Blog passen… Lieber nur ein Posting mit Tiefgang und mit Gefühl – dafür liest man Annanikabu und folgt dir, weil du einfach anders bist… und das ist sooooo gut – nicht im Strom schwimmen, nicht alles „glattgebügelt“ haben und ich kann die Situationen verstehen, die einige Blogger (und mich auch) im Moment beschäftigen.

      Es wird in den nächsten Tagen oder vielleicht auch Wochen auch von mir ein Posting dazu geben (muss den Text im Moment jedoch noch etwas entschärfen…) – denn was gerade in den letzten zwei Monaten und während/nach der Fashionweek passiert ist – war schon besonders… :-(

      Ich möchte auf deinem Blog – deine Themen lesen – Gedankenposts, Meinungen, Tipps & Tricks, aber vor allem Dinge, die dich beschäftigen. Egal ob es Traffic, etc. generiert – ich möchte eine Anna lesen, so wie ich sie kennenlernt habe und wenn die es schafft, mich auch noch zu Sport und Ernährung zu bekommen – umso besser… – aber ich möchte vor allem Annanikabu auf dem Blog sehen und keine verstellte Bloggerin – gerade weil es Trend ist – über XYZ zu schreiben…

      Bleib bitte so – wie du bist und lass‘ dich nicht unterkriegen…

      Viele Grüße und dir alles Gute…

      Vanessa

      P.S.: Ich habe für mich in den letzten Tagen auch eine Entscheidung getroffen – und nicht ohne Grund einige Bilder einfach mal bei Facebook mit „100% ME“ tituliert… warum – dazu dann auch im Blogpost mehr..

    • Anni sagt:

      Huhu Anna,

      wie verrückt, dass sich soo viele Leute so große Gedanken machen! Da kann man ja gar nicht mehr schlafen! Aber diese Tendenz ist überall, das hat mit Bloggen gar nichts zu tun, fast alle meine Kunden geben an sich regelmäßig depressiv, überfordert und zu voll mit Gedanken zu fühlen – und die kommen aus allen Altersklassen und allen Branchen. Ich finde dich gut wie du bist und ich mag dich am liebsten, wenn du niemandem gefallen willst, sondern einfach du bist :)

      Auf meinem Blog poste ich nur, worauf ich gerade Lust habe, ich brauche nie länger als 5 Minuten um einen meiner Texte zu schreiben (natürlich ohne die Bilder einzurechnen), weil ich das einfach in einem durch schreibe – ich glaube so ist es eigentlich genau richtig, ganz ohne Druck und mit viel Liebe. Und ich würde mich gaaanz doll darüber freuen wieder mehr persönliches auf deinem Insta-Account zu sehen – mehr von meiner Anna, wie sie einfach ist – zum liebhaben und durchknutschen. <3 <3 <3

    • Krks sagt:

      Hallo Anna,

      ich glaube da macht sich wirklich jeder Gedanken drum, der einen Blog führt und/ oder in sozialen Netzwerken aktiv ist….. ich schreibe meinen Blog erst seit diesem Jahr und habe mich vorher auch zig tausend Mal gefragt, ob die Welt denn unbedingt auf meinen noch gewartet hat, wo es doch schon so vieeele Blogger gibt, die dazu über so viel mehr Wissen und natürlich Leser verfügen, aber gerade auf Instagram haben mich viele ermutigt, das zu machen, gerade um meine Tutorials zu teilen. Auch ich denke mir aber ständig beim Schreiben:“Mensch, ich investiere so viel Zeit in meine DIYs und Fotos, soll ich das nicht einfach lassen?“ Aber selbst merke ich genauso, dass ich blogs einfach nicht mehr so lese wie früher. Da war der Sonntag für´s Schmökern auf meinen Lieblingsblogs da. Ich habe mir Zeit genommen und eigentlich immer kommentiert. Dafür habe ich und so geht es bestimmt vielen einfach keine Zeit mehr….. ich scrolle mich eher durch die Insta-feeds der Blogger und registriere selbst schönste Posts nur noch im Vorbeigehen…. eine einzige Reizüberflutung. Deshalb habe ich auch nach und nach die Liste derer, denen ich folge, reduziert. Mich interessieren oberflächliche Posts von jedem noch so schnöden Outfit nicht mehr. Ich folge nur noch denen wo ich das Gefühl habe, da steckt Herz und vor allem eine Persönlichkeit hinter.
      Vielen Dank für deine Ehrlichkeit – es fühlt sich etwas besser an, dass man nicht allein mit seinen Gedanken da steht.

      Liebe Grüße
      Iris

    • Helena sagt:

      Hallo du Liebe,

      ich habe gerade gemerkt, dass ich viel zu lange nicht mehr auf deinem Blog war und habe es sofort bereut.
      Dieser Post ist etwas ganz besonderes und ich finde, dass du den Text unheimlich gut geschrieben hast!
      In diesem Sinne finde ich, dass du unbedingt mehr Gedankenposts schreiben musst! Da bin ich ein großer Fan :)

      Liebste Grüße von Helena

    • Petra sagt:

      Text für gut befunden und direkt mal geteilt :)
      Einen lieben Gruß (wenn auch nur kurz)
      Petra

    • Aurea sagt:

      Toller Artikel, und wunderbar ausgewähltes weiteres Lesefutter.

      Aus diesem Gedankenkarussell müsste man ja eigentlich direkt wieder aussteigen, aber irgendwie klappt das ja nie so richtig. Die Fashion- und Beautyblogger beobachte ich ja nur aus der Leserperspektive, aber auch als Leser ist da durchaus eine gewisse Anspannung bei vielen rauszulesen. Gleichzeitig ähneln sich so viele Blogs mittlerweile, so dass ich vieles einfach nur noch überfliege. Deinen Blog finde ich da erfrischend anders :)

    • Julia sagt:

      Hey Anna,
      ich gebe zu, ich habe bisher einen riesigen Bogen um sogenannte „Fashionblogs“ gemacht. Ich selbst habe eine Freundin, die passionierte Fashionbloggerin war. Dort habe ich mich durch Nagellacke, Pumps und neue Jeans gewühlt und mich gefragt, was mir dieser Blog eigentlich bringt.

      Jahre lang habe ich immer das Weite gesucht, wenn jemand auch nur Fashionblog oder Beauty erwähnt hat. Durch Zufall bin ich jetzt über deinen Blog gestolpert und muss sagen: ich bin positiv überrascht. Entweder hat sich die „Szene“ geändert oder ich habe tatsächlich einen Blog mit Mehrwert für mich entdeckt. Natürlich ist Mehrwert immer auch individuelle Meinung, aber ich bin jetzt tatsächlich überrascht, dass ich am Ende deines Beitrages angekommen bin. Durch dich habe ich auch Angela gefunden und mich durch ihren Blog geklickt. – Und ich muss sagen, ich bin schon wieder überrascht.

      Ich blogge auch, seit ich 16 bin. Da fängt ja alles als Hobby an. Inzwischen habe ich den Blog von damals gar nicht mehr, dafür eine ganze Reihe anderer Blogs, die sich mit verschiedenen Themen beschäftigen und doch alle irgendwie private Blogs sind.

      Mir gefällt dein Blog sehr gut und ich hoffe, dass ich dran denk, öfter mal wieder rein zu schauen ^^

      Alles Liebe,
      Julia

    • Sehr schöner Post!

      Ich habe vorgestern den ersten Post nach ganzen 4 Wochen ungeplanter Pause (wegen eines Blogtiefs) auf meinem Blog veröffentlicht. Die Pause hatte natürlich auch damit zu tun, dass ich wieder mit dem Sport angefangen habe und dadurch ein wenig meiner Freizeit drauf ging. Was gut ist! Nun wird das Thema Ernährung und Sport auch auf meinem Blog Platz finden.

      Schön, dass du wieder du selbst sein und posten möchtest, was DU willst. Aber warum fragst du gleich in nächsten Atemzug, was deine LESER wollen? Bedeutet das nicht wieder Druck? Poste wonach dir auch immer ist! :)

    • Tamara sagt:

      Wow- danke für diesen Beitrag! Ich blogge erst seit zwei Monaten und hatte in dieser Zeit schon häufig das Bedürfnis, das Ganze doch einfach wieder sein zu lassen- die anderen Blogs die es da draußen schon gibt sind einfach viel hübscher, besser, professioneller… Warum soll ich dann überhaupt noch Zeit und Mühe investieren um meinen Blog zu pflegen, den doch bestimmt sowieso niemand lesen möchte… ? Dein Post hat mir wirklich wieder Motivation gegeben einfach weiterzumachen, weil ich selbst es gerne möchte… Und vielleicht finden sich mit der Zeit ja auch noch ein paar Menschen, die sich mit meinem Stil und Inhalten identifizieren können und meinen Blog gerne besuchen- gerade weil er unperfekt und so komplett anders ist, als ein „normaler“ Fashionblog…

    • Dein Beitrag passt grade sehr zu meiner persönlichen Auszeit.
      Recht hast Du, man sollte einfach so bleiben, wie man ist und wenn man nicht beruflich bloggt, einfach die pure Freude nicht vergessen. Freu mich einfach, wenn Du so weiter bloggst, wie bisher, denn das bist Du und das ist toll.

      Ganz liebe Grüße,
      Moppi

    • Ein wirklich wundervoller und ehrlicher Post!
      Danke dafür. Ich denke, wie BloggerInnen, finden uns alle darin wieder.

      Greetings & Love & a wonderful weekend
      Ines

    • Jasmin sagt:

      Ich habe deinen Beitrag vor ein paar Tagen auf dem Weg nach Hause im Bus gelesen und dachte „Ja, eigentlich geht es mir manchmal genauso“. Am Anfang ist Bloggen nur Spaß und dann sieht man diese vermeintlich erfolgreichen Bloggs, mit dem tollen Instagram feed und den vielen Followern auf jeder Social Media Seite…
      Trotzdem bin ich bisher immer dabei geblieben, dass ich über das schreibe, worüber ich schreiben will. Ich hatte bisher eine einzige Art der Kooperation bzgl. eines Parüms und das war es auch schon. Meine Reichweite ist einfach sehr klein. Ich freue mich über jeden Besuch auf meinem Blog und über jedes Kommentar. Produkte gratis zu bekommen, ist ein toller Nebeneffekt, aber meistens schreibe ich eher über Produkte, die ich selbst gekauft habe und von denen ich überzeugt bin.

      Dein Post hat mich dazu inspiriert, mich nicht mehr so gezwungen zu fühlen, etwas posten zu müssen. Dieses Gefühl hatte ich in den letzten Monaten sehr häufig. Ich dachte „Du musst jetzt unbedingt mal wieder etwas schreiben“, auch, wenn mir eigentlich gar nicht danach war, oder ich eigentlich keine Zeit dafür hatte. Denn sind wir doch mal ehrlich…solange der Blog kein Vollzeitgehalt abwirft, kann man ihn nicht an erste Stelle setzen und würde er für ein Vollzeitgehalt sorgen, würde er bei weitem nicht mehr so viel Spaß machen…

      Viel Erfolg weiterhin für deinen Blog und mach weiter so!

      Ganz liebe Grüße, Jasmin

    • Doreen sagt:

      Liebe Anna,
      erst einmal auch hierüber, schön dich live kennengelernt zu haben.
      Und zum anderen meine Hochachtung für deine offenen Worte. Ich kann dir nur empfehlen, sei wie du bist! Aber das hast du ja in deinem Post auch selbst herauskristallisiert. Der Wettkampf ist groß aber letztlich ist es wie überall, mal Hand aufs Herz, gekaufte Followers – können sie dir/uns wirklich etwas geben? Das ist Selbstbetrug. Ich bin der Meinung es zahlt sich immer aus authentisch zu sein und Glück findet man nur bei sich selbst.
      Liebe Grüße, freue mich auf ein Wiedertreffen.
      Doreen

    • Hallo Anna,

      einfach weitermachen. In deinem Tempo. Ich wollte auch jede Woche was in meinem Bog „Essen ohne Chemie“ veröffentlichen. Ideen habe ich genug. Geht aber nicht. Sonst droht der burn-out. Also besser Qualität als Quantität! Da hast du recht. Irgendwas schreiben kann jedeR. Mit zuviel Druck gibt es kein „flow“. Grüße Lars

    • Natalie sagt:

      Es geht doch wirklich irgendwie vielen Bloggern so. Vor einigen Wochen habe ich mit Kea schon über das ganze Thema geredet, vergangene Woche mit 2 anderen Blogger Freunden. Ich selbst strukturiere meinen Blog gerade (mal wieder!!!) um, damit er endlich wieder authentischer wird. Ein Artikel, der genau das Thema hier aufgreift, ist auch schon lange als Entwurf bereit an die Öffentlichkeit zu kommen. Ich finde dich super Anna. Bleibe so voller Lebensfreude, wie du bist :)
      Liebste Grüße, Natalie

    Ich freue mich über jeden einzelnen Kommentar